Die Leitgedanken des wichtigen Antwortschreibens von Generalsekretär Xi Jinping umsetzen und den Aufbau einer erstklassigen Agrar- und Forstuniversität mit höherem Niveau, ausgeprägterem Profil und größerem Einfluss beschleunigen
FUZHOU, 20. Oktober — Die Fujian Agriculture and Forestry University hat am 20. Oktober ihr 90-jähriges Bestehen gefeiert. Am selben Tag veranstaltete sie im Yueren-Auditorium auf ihrem Cangshan-Campus in Fuzhou eine Konferenz zur qualitativ hochwertigen Entwicklung anlässlich des Jubiläums. Unter dem Motto „90 Jahre akademische Tradition weitertragen und mit tiefem Engagement für Landwirtschaft, ländliche Räume und Bauern ein neues Kapitel schreiben“ ging es darum, die Leitgedanken des wichtigen Antwortschreibens von Generalsekretär Xi Jinping vom 20. September 2025 an alle Lehrenden und Studierenden der Universität umzusetzen, die Erfahrungen aus 90 Jahren Hochschularbeit zu bilanzieren und Kräfte für den weiteren Weg zu bündeln. Lehrende, Studierende, Beschäftigte, Alumni im In- und Ausland sowie Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verfolgten die Veranstaltung vor Ort und online.
Am Vorabend des Jubiläums besuchte Zhao Long, Sekretär des Komitees der Kommunistischen Partei Chinas in der Provinz Fujian, am 19. Oktober eigens die Universität zu einem Informationsbesuch. Im Namen des Parteikomitees und der Regierung der Provinz gratulierte er zum 90-jährigen Bestehen und übermittelte den Lehrenden, Studierenden und Beschäftigten seine Grüße. Er äußerte die Hoffnung, die Universität werde ihren Auftrag beherzigen, ihre Dankbarkeit in Tatkraft umsetzen, Bildungsniveau und Kernkompetenzen weiter verbessern und sich aktiv um die Aufnahme in die nationale Double-First-Class-Initiative bemühen.
Fujians Vizegouverneur Jiang Erxiong nahm an der Konferenz teil und hielt eine Ansprache. Zu den weiteren Gästen gehörten Tan Yunkun, stellvertretender Vorsitzender des Ständigen Ausschusses des Volkskongresses der Provinz Fujian; Yan Keshi, stellvertretender Vorsitzender des Provinzkomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) in Fujian; Chen Dong, Mitglied des Ständigen Ausschusses des Nationalkomitees der PKKCV; sowie Zhu Kongjun, Parteisekretär der Wuhan University. Hinzu kamen insgesamt 20 Mitglieder der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, darunter Hu Wenping, Präsident der Xiamen University und Mitglied der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, sowie Wu Kongming, ehemaliger Präsident der Chinesischen Akademie der Agrarwissenschaften und Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften. Auch Hochschulen aus dem In- und Ausland, Forschungseinrichtungen, Kommunalregierungen, Partnerorganisationen und Nachrichtenmedien waren vertreten. Die von Universitätsparteisekretär Lai Hairong geleitete Konferenz begann mit der Nationalhymne.
90 Jahre Hochschulbildung: 350.000 Fachkräfte und 35 Auszeichnungen in Chinas drei großen Wissenschafts- und Technologiepreiskategorien
Universitätspräsident Xie Suyuan legte einen Entwicklungsbericht mit dem Titel „Auf dem Glanz von 90 Jahren aufbauen und die Entwicklung einer erstklassigen Agrar- und Forstuniversität mit höherem Niveau, ausgeprägterem Profil und größerem Einfluss beschleunigen“ vor. Generalsekretär Xi Jinping habe in seinem Antwortschreiben erklärt, er habe „auch in all diesen Jahren die Entwicklung der Universität weiter verfolgt“, sagte Xie. Damit habe Xi die Leistungen der Hochschule ausdrücklich gewürdigt, hohe Erwartungen formuliert und die Richtung für ihre Entwicklung aufgezeigt.
Der Bericht führte die Ursprünge der Universität auf das College of Agriculture der Fukien Christian University und das Fujian Provincial Agricultural College zurück. Während der Revolutionskriege hätten frühere Generationen von Lehrenden und Studierenden unter schwierigen Bedingungen an der Bildungsarbeit festgehalten und sich aktiv am Widerstand gegen die japanische Aggression zur Rettung des Landes sowie an der patriotisch-demokratischen Bewegung beteiligt. Das in Huangli in Yong’an gegründete Fujian Provincial Agricultural College habe den Weg für die landwirtschaftliche Hochschulbildung in Fujian bereitet. Um die Jahrhundertwende schlossen sich die Agrar- und die Forsthochschule zusammen. Damit begann ein Weg qualitativ hochwertiger Entwicklung, der auf die Stärkung der inneren Leistungsfähigkeit ausgerichtet war.
Dem Bericht zufolge hat die Universität in 90 Jahren 350.000 hochqualifizierte Fachkräfte für das Land ausgebildet. Insgesamt 19 Alumni wurden als Nationale Modellarbeiter oder Nationale Fortschrittliche Werktätige ausgezeichnet oder erhielten die Nationale Arbeitsmedaille des Ersten Mai. Die Universität gewann insgesamt 35 Auszeichnungen in den drei großen nationalen Wissenschafts- und Technologiepreiskategorien. Sie richtete 2 staatliche Schwerpunktlabore für die Biosicherheit in Land- und Forstwirtschaft sowie für die Züchtung von Meereszuchtorganismen und 2 nationale ingenieurtechnische Forschungszentren für Juncao und Zuckerrohr ein. In Nature, Science und Cell veröffentlichte sie 24 hochrangige Forschungsarbeiten. In Bereichen wie Juncao, Bodenerosionsbekämpfung und der Kultivierung der Chinesischen Spießtanne entwickelte sie 20 Technologien, die in ihren jeweiligen Spezialgebieten landesweit führend sind. Auch die 2 gezielt auf erstklassiges Niveau ausgerichteten Fächergruppen Forstwissenschaft und Pflanzenschutz haben ihre Kräfte gebündelt und an Dynamik gewonnen.
Im Bereich der internationalen Öffnung hat die von der Universität erfundene Juncao-Technologie bereits 118 Länder erreicht. Ein von ihr gemeinsam gegründetes Konfuzius-Institut wurde als weltweites Modell-Konfuzius-Institut ausgezeichnet. Dem Bericht zufolge hat Generalsekretär Xi Jinping sowohl der Juncao-Arbeit als auch dem Betrieb des Konfuzius-Instituts besondere Aufmerksamkeit geschenkt und beides ausdrücklich gewürdigt.
Die Universität ist Taiwan eng verbunden. Von den 427 Absolventen des Fujian Provincial Agricultural College in den 1940er Jahren gingen mehr als 180 nach Taiwan, um nach dessen Rückgewinnung von Japan den Aufbau zu unterstützen. Der Alumni-Verband der Universität in Taiwan ist bis heute die einzige dort registrierte Alumni-Organisation einer Hochschule vom chinesischen Festland. Die Universität übernahm eine Vorreiterrolle bei gesonderten Zulassungsverfahren für Studierende aus Taiwan und bei der landwirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Taiwan. Sie richtete 22 gemeinsame Innovationsplattformen zwischen Fujian und Taiwan ein und setzte die Initiative „Drei mal hundert“ um: Zusammenarbeit mit 100 Unternehmen aus Taiwan, Gewinnung von 100 Lehrkräften aus Taiwan und Berufung von 100 Mentoren aus der taiwanischen Wirtschaft.
Xie sagte, die Universität werde am neuen Ausgangspunkt ihres 90-jährigen Bestehens die integrierte Entwicklung von Bildung, Wissenschaft und Technologie sowie Fachkräften konsequent vorantreiben, ihre fachlichen Besonderheiten und Stärken nutzen und den nationalen Double-First-Class-Status anstreben. Sie werde sich intensiv für Landwirtschaft, ländliche Räume und Bauern einsetzen und Probleme der Branche lösen. Zudem wolle sie die enge Verzahnung von Wissenschaft und Bildung beiderseits der Taiwanstraße fördern und ihre Öffnung nach außen ausbauen. Damit solle sie neue Beiträge zur umfassenden ländlichen Wiederbelebung und zum Aufbau Chinas zu einer starken Agrarnation leisten.
Hochschule und Stadt, Hochschulpartnerschaften und Verbindungen über die Taiwanstraße: Ansprachen verschiedener Vertreter
Fuzhous Vizebürgermeister Lin Feng sprach im Namen der Kommunalregierung. Die Fujian Agriculture and Forestry University und Fuzhou teilten denselben Standort und dieselbe Entwicklungsrichtung, sagte er. Fuzhou halte an den Leitgedanken des Strategieprojekts „3820“ fest und beschleunige seinen Ausbau zu einer modernen internationalen Stadt. Er hoffe, Stadt und Universität würden Wirtschaft, Lehre und Forschung enger verbinden, gemeinsam Vorbilder für die ländliche Wiederbelebung schaffen und die gemeinsame Ausbildung und Nutzung von Fachkräften für Landwirtschaft, ländliche Räume und Bauern stärken.
Hu Wenping sprach für die anderen Hochschulen. Die Fujian Agriculture and Forestry University habe 90 Jahre lang an ihrem ursprünglichen Ziel festgehalten, dem Land durch die Förderung der Landwirtschaft zu dienen. In ganz Fujian habe sie den Anspruch verwirklicht, „Forschungsarbeiten auf den Feldern zu schreiben und Forschungsergebnisse in die Häuser der Menschen zu bringen“. Er hoffe, beide Universitäten würden sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam größere Beiträge zum Aufbau eines neuen Fujian, zur Stärkung Chinas als Bildungsnation und zur nationalen Erneuerung leisten.
Wang Shuyin, Vizepräsidentin der Chinese Culture University in Taiwan, sprach für die Hochschulen Taiwans. Sie berichtete, Professor Wan Xiong, ein Absolvent des Fujian Provincial Agricultural College, sei in den frühen Jahren Dekan des College of Agriculture der Chinese Culture University gewesen. Er habe Taiwans erstes Graduierteninstitut für Biotechnologie gegründet und als erster Direktor geleitet. Dies zeige die tiefen Verbindungen zwischen den Hochschulen. Seit Beginn dieses Jahrhunderts pflegten beide Universitäten Austausch und Zusammenarbeit. Wang äußerte die Hoffnung, sie würden weiterhin gemeinsam arbeiten, damit mehr junge Menschen durch diese Kooperation wachsen könnten.
Heather Bruce, Dekanin der landwirtschaftlichen Fakultät und Leiterin des Agricultural Campus der Dalhousie University in Truro, Kanada, sprach für die Hochschulen aus dem Ausland. Die Zusammenarbeit beider Universitäten bestehe seit mehr als 20 Jahren, sagte sie. Die Gründung des FAFU-Dal Joint College und die Entwicklung von Programmen in Landschaftsarchitektur, Agrar- und Forstökonomie und -management sowie Pflanzenschutz belegten die Vertiefung dieser Kooperation. Die Dalhousie University sei bereit, gemeinsam mit der Fujian Agriculture and Forestry University globale Herausforderungen in Landwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung anzugehen.
Alumni, Lehrende und Studierende: auf den Feldern verwurzelt, für eine starke Landwirtschaft
Zhang Shaoling, Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften und Professor an der Nanjing Agricultural University, sprach als Vertreter der Alumni. Seine Alma Mater habe ihm nicht nur Fachwissen, sondern auch Grundsätze für das Leben und Arbeiten vermittelt. Dies habe ihn bei seiner 40-jährigen unermüdlichen Forschung zu Genetik, Züchtung und Anbau von Birnen geleitet, in deren Rahmen er die weltweit erste Karte des vollständigen Birnengenoms erstellt habe. Er riet jungen Studierenden, sowohl „Bücher mit Schrift“ als auch das „Buch ohne Schrift“, also die praktische Erfahrung, aufmerksam zu studieren.
Liao Hong, Abgeordnete des 14. Nationalen Volkskongresses und Trägerin der nationalen Auszeichnung „Schönste Lehrkraft“, sprach für das Lehrpersonal. Sie schilderte ihre Arbeit zur Verbreitung ökologischer Teegärten in Yanzike im Wuyi-Gebirge und ihren Bericht an Generalsekretär Xi Jinping über den ökologischen Zwischenfruchtanbau von Tee und Sojabohnen. Wissenschaft müsse höchste Ansprüche verfolgen und zugleich fest in der Praxis verankert sein, sagte sie. Mit Wissenschaft und Technologie wolle sie ein neues Bild ländlicher Wiederbelebung mit „reichen Getreideernten, hochwertigem Obst, wohlhabenden Menschen und einer schönen Umwelt“ schaffen.
Lai Yueqian, Kommentator zum Zeitgeschehen aus Taiwan und Gastprofessor der Universität, sprach für die Lehrkräfte aus Taiwan. Er schilderte seine Eindrücke von der Suche nach seinen Wurzeln in Gutian im Kreis Shanghang in Fujian. Als Beispiel für die Rolle der Universität im land- und forstwirtschaftlichen Austausch beiderseits der Taiwanstraße nannte er nationale Standards für Oolong-Tee taiwanischer Art und Schönheitstee, die die Universität gemeinsam mit Fachleuten aus Taiwan entwickelt hatte. Kaum eine andere Hochschule auf dem Festland könne ähnlich tiefe Verbindungen zu Taiwan vorweisen. Er wolle weiter Brücken für Austausch und Zusammenarbeit bauen und so die integrierte Entwicklung beiderseits der Taiwanstraße unterstützen.
Zhang Junjing, hauptamtliche geschäftsführende Vorsitzende des Studierendenverbandes der Provinz Fujian und Postgraduierte am College of Management and Economics, sprach für die Studierenden. Junge Menschen würden Lernen im Unterricht eng mit praktischer Arbeit im ländlichen Raum verbinden, ihre Verbundenheit mit der Landwirtschaft vertiefen und die Fähigkeiten zu deren Förderung entwickeln. So wollten sie mit ihrer jugendlichen Kraft zur ländlichen Wiederbelebung und zum Aufbau einer starken Agrarnation beitragen.
Während der Konferenz trugen 90 Vertreterinnen und Vertreter der jungen Lehrenden und Studierenden gemeinsam eine Würdigung vor. Durch den Saal hallten die Gelöbnisse, „in den Bergen, auf den Feldern und auf dem Meer nach Stärke zu streben“, „beim Aufbau eines starken Landes dabei zu sein und große Verantwortung zu schultern“ sowie „auf 90 Jahre Fujian Agriculture and Forestry University mit jugendlichem Engagement zu antworten“. Die Konferenz endete mit dem Universitätslied.
Während der Vorbereitungen gingen mehr als 130 Glückwunschschreiben und -telegramme zum 90-jährigen Bestehen ein. Sie kamen von inländischen Hochschulen wie der Peking University, der Renmin University of China, der China Agricultural University, der Shanghai Jiao Tong University und der Sun Yat-sen University, von ausländischen Hochschulen wie der Wageningen University in den Niederlanden sowie von Kommunalregierungen, Forschungseinrichtungen und Partnerorganisationen.
Quelle: WeChat-Konto der Fujian Agriculture and Forestry University














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