Der Beitrag bezeichnet Rechenleistung als zentralen strategischen Produktionsfaktor im Zeitalter der Digitalwirtschaft und als wichtige Grundlage für die Entwicklung neuer hochwertiger Produktivkräfte. Er verweist auf wichtige Vorgaben von Xi Jinping, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, bei einer Besichtigung der Branche für umweltfreundliche Rechenleistung in Ulanqab: Die Digitalwirtschaft und die Realwirtschaft sollten enger verzahnt und Vorteile bei der Rechenleistung kontinuierlich in Entwicklungsvorteile umgesetzt werden. Dem Beitrag zufolge nimmt der Rahmenplan des 15. Fünfjahresplans das Rechenleistungsnetz in Chinas große Infrastrukturplanung der „sechs Netze“ auf. Er sieht eine Entwicklung mit größerem Umfang, intensiverer Ressourcennutzung, höherer Umweltverträglichkeit und breiterer Zugänglichkeit vor. Dies gebe der qualitativ hochwertigen Entwicklung der chinesischen Rechenleistungsbranche und ihrer vertieften Beteiligung an der Zusammenarbeit in der Digitalwirtschaft im Asien-Pazifik-Raum und weltweit die Richtung vor.

Asien-Pazifik ist die weltweit am schnellsten wachsende Region für Rechenleistung

Der Beitrag sieht auf dem weltweiten Markt für Rechenleistung sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Unter Berufung auf Daten des Marktforschungsunternehmens Grand View Research beziffert er den globalen Rechenzentrumsmarkt im Jahr 2025 auf 383,82 Milliarden US-Dollar. Künstliche Intelligenz treibe einen anhaltenden sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Rechenleistung an. Dazu verweist der Beitrag auf die Prognose von NVIDIA-Chef Jensen Huang, wonach sich im KI-Bereich künftig ein Marktpotenzial in der Größenordnung von Billionen US-Dollar eröffnen werde.

Dem Beitrag zufolge ist der Asien-Pazifik-Raum die weltweit am schnellsten wachsende Region für Rechenleistung. Die regionale Nachfrage erreiche 2026 einen Wert von 14,8 ZFLOPS, bei einem Wachstum von bis zu 67 %, weit über dem europäischen und dem US-amerikanischen Markt. Die Modernisierung der Fertigung, intelligente Städte, digitaler Handel und KI-Anwendungen erzeugten eine enorme, unverzichtbare Nachfrage nach Rechendiensten. Zugleich seien Recheninfrastruktur, Regeln und Standards in den Ländern der Region unterschiedlich weit entwickelt. Die Regeln für den Handel mit Rechenleistung und den digitalen Handel seien fragmentiert, die digitale Kluft ausgeprägt und das Marktpotenzial noch nicht vollständig erschlossen.

„Was erreicht wird, hängt vom Einsatz der Menschen ab; entscheidend ist, selbst die Initiative zu ergreifen“, heißt es in dem Beitrag. Würden Ressourcen über multilaterale Plattformen gebündelt und Technologie, Standards, Kapital und Anwendungen über die gesamte Kette verbunden, lasse sich der riesige potenzielle Markt in konkrete Entwicklungsimpulse umwandeln.

Kooperationsstruktur: ein Ausschuss, ein Institut und vier Zentren

Dem Beitrag zufolge übernimmt die APTA CCI aktiv Aufgaben bei der Erarbeitung internationaler Standards und Regeln für den digitalen Handel im Asien-Pazifik-Raum sowie beim Aufbau entsprechender Strukturen. Ausgehend von den Erfahrungen der chinesischen Rechenleistungsbranche plant sie eine Zusammenarbeit in der Digitalwirtschaft und der KI-Industrie der Region. Die Kammer will ihre Kooperation bei Rechenleistung über ihre multilateralen Plattformen in Bereichen wie Klimawandel, digitaler Logistik, Agrartechnologie, Mineralien und Energie, Notfallrettung, internationalen Standards, Kraftfahrzeugindustrie und Pilotzonen für immaterielles Kulturerbe ausweiten. Sie will führende chinesische Unternehmen der Rechenleistungsbranche und Spitzenkräfte der Forschung zusammenbringen und die Gründung eines Asiatisch-Pazifischen Ausschusses für Digitalwirtschaft sowie eines Asiatisch-Pazifischen Instituts für Digitalwirtschaft und Rechenleistung vorbereiten. Parallel sollen ein Asiatisch-Pazifisches Zentrum für die Anwendung von Rechenleistung, ein Zentrum für die Verbreitung von Rechenleistung, ein Zentrum für grüne Rechenleistung und ein Zentrum für die Finanzierung von Rechenleistung entstehen. Zusammen bilden sie die Kooperationsstruktur aus „einem Ausschuss, einem Institut und vier Zentren“.

Der Beitrag schlägt drei Bereiche vor, auf die sich die Plattform konzentrieren soll:

Erstens sollen im Asien-Pazifik-Raum regionale Standards für Rechenleistung und digitalen Handel gemeinsam entwickelt, institutionelle Unterschiede innerhalb der Region überbrückt und Regeln für grenzüberschreitende Rechendienste sowie rechtskonforme Datenflüsse erarbeitet werden.

Zweitens soll auf Grundlage des Instituts ein internationaler Thinktank für den Asien-Pazifik-Raum aufgebaut werden. Er soll die Politik für die Rechenleistungsbranche erforschen, technologische Herausforderungen angehen, Fachkräfte ausbilden und praktische Lösungen für grüne Rechenleistung sowie die Abstimmung von Rechenleistung und Stromversorgung bereitstellen.

Drittens soll Kapital internationaler Finanzgruppen aus aller Welt gewonnen werden. Zugleich sollen Investitions- und Finanzierungswege für Rechenleistung erweitert und Forschung und Entwicklung, praktische Anwendungen, Markttransaktionen und Finanzdienstleistungen zu einem vollständigen Kreislauf verbunden werden. So sollen Chinas fortschrittliche Rechentechnologien und Dienstleistungen in die Länder des Asien-Pazifik-Raums gelangen und gleichzeitig fortschrittliche Technologien und Kapital von außerhalb der Region eingebracht werden.

„Floriert die Rechenleistung, floriert die Digitalwirtschaft; ist der Asien-Pazifik-Raum lebendig, ist es auch die Welt“, heißt es abschließend in dem Beitrag. Die Entwicklungschancen der Digitalwirtschaft im 15. Fünfjahresplan sollten genutzt werden, um über multilaterale internationale Plattformen eine vollständige Verbindung von Innovationen bei Rechentechnologien, dem Aufbau von Standards, der Markterschließung und der Unterstützung durch Kapital zu schaffen. Dies diene Chinas übergeordnetem Vorhaben eines integrierten Rechenleistungsnetzes und helfe zugleich, die digitale Kluft im Asien-Pazifik-Raum zu überwinden, Vorteile der Digitalwirtschaft in Billionenhöhe freizusetzen und zum Aufbau einer offenen und prosperierenden digitalen Gemeinschaft in der Region beizutragen.

Der Darstellung zufolge ist die APTA CCI eine regionale multilaterale internationale Organisation, die auf der 50. Tagung der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik (UNESCAP) genehmigt und deren Gründung durch eine Ministererklärung des Ministerrats des Asiatisch-Pazifischen Handelsabkommens (APTA) bekannt gegeben wurde. Gründungsmitglieder sind Industrie- und Handelskammern aus sieben Ländern; beteiligt sind Kammern aus mehr als 70 teilnahmeberechtigten Ländern des Asien-Pazifik-Raums.

Quelle: Asia-Pacific International Think Tank (Autor: Wang Yanguo)