JUNICHANDE, Nepal — Neera Shahi, 24 Jahre alt, absolviert ein Pharmaziestudium an der Mangalsen Polytechnic Institute im Bezirk Achham, doch ihre Gedanken wandern zu Junichande Rural Municipality im Bezirk Jajarkot, einem der ärmsten Gebiete Nepals. Dort blockieren Monsun-Abflusskatastrophen fragile Straßen, wodurch Patienten weit von Krankenhäusern abgeschnitten sind. Shahi, eine Bewohnerin von Ward 6, wird am 5. März erstmals wählen. „Ich lerne, Medikamente zu verschreiben“, sagte sie dieser Woche zu Reportern. „Aber welcher Kandidat wird Paracetamol in unsere Gesundheitsstation bringen oder eine Straßenbahn bauen, die hält?“

Shahi träumt von Brücken, die lokale Kräuter und Produkte zu Märkten transportieren. Sie möchte Ärzte in gut ausgestatteten Kliniken, Technikschulen in der Nähe und politische Maßnahmen, um gebildete Jugendliche vor der Abwanderung zu bewahren. Strom aus dem nationalen Netz und stabile Internetverbindungen stehen ebenfalls an oberster Stelle. Geburten zwingen Familien, Hubschrauber zu chartern, die Hunderttausende von Rupien kosten – eine Summe, die in ihrem finanziell schwachen Dorf unerschwinglich ist.

Ihre Forderungen hallen in den abgelegenen Ecken Nepals wider, während sich die Wahlkampfaktivitäten intensivieren. In Bitthadchir Rural Municipality im Bezirk Bajhang verlässt sich 18-jähriger Sushil Bohara, ebenfalls an der Mangalsen, auf Radio- und Fernsehversprechen, die sich in den letzten Jahrzehnten nicht erfüllt haben. „Generation Z braucht Ärzte, nicht Redner“, sagte Bohara. Er kritisiert die willkürliche Straßenbauweise, die Erdrutsche auslöst, statt Dörfer zu verbinden. Er fügte hinzu, dass der Erdbebensturm von 2015 sowohl Häuser als auch das Vertrauen zerstörte. Ältere Parteien konzentrieren sich auf die Vergangenheit; neue Parteien müssen beweisen, dass sie die Realitäten der abgelegenen Regionen verstehen, argumentierte Bohara.

Bohara betrachtet seine Stimme als Investition, nicht als Parteiloyalität. Er glaubt, dass Wähler in Orten wie Bitthadchir Kandidaten zu realen Themen zwingen können. Dabal Budha aus Ward 4 der Turmakhand Rural Municipality im Bezirk Achham stimmt zu. Laut nationalen Berichten leidet Achham unter chronischer Armut, Abwanderung, Hunger und zerstörter Infrastruktur. „Es gibt viele Papierpläne, aber keine Umsetzung“, sagte Budha. Er fordert die Vollendung der Straße Mangalsen-Jangalghat-Chisapani und eine Betonbrücke in Jangalghat. Solide Infrastruktur startet lokale Wirtschaften, betonte er. Vertreter müssen Projekte vorantreiben, nicht nur reden.

Diese Studenten zeigen die anhaltenden Lücken in Nepals Demokratie. Stimmen der Jugend in Junichande, Bitthadchir und Turmakhand priorisieren Überleben über Ideologie. Zuverlässige Gesundheitsversorgung, passierbare Straßen und Arbeitsplätze könnten den Abwanderungstrend stoppen, der Dörfer leer macht. Wahlbehörden erwarten eine hohe Wahlbeteiligung unter 18- bis 25-Jährigen in diesen Bezirken, wo die Armutswerte unter dem nationalen Durchschnitt liegen. Kandidaten großer Parteien haben Infrastrukturverbesserungen versprochen, doch Erstwähler wie Shahi, Bohara und Budha verlangen Beweise statt Versprechen, während der 5. März näher rückt.

Nepals 753 lokale Regierungen verfolgen die Armut mithilfe multidimensionaler Indizes, wobei Junichande am unteren Ende steht, mit hohen Nahrungsmittelnotstandsraten und niedrigen Schulabschlussquoten. Die Isolation von Jajarkot verschärft die Probleme: Gesundheitsstationen fehlen oft Grundversorgung wie Paracetamol, was Wanderungen oder Hubschrauberflüge erfordert. Bajhang und Achham haben kaum bessere Situation, da ihre ländlichen Straßen jedes Jahr wegspülen. Laut Regierungsdaten überschreiten die Jugendabwanderungsraten in solchen Gebieten 30 %, was Talente und Wachstum hemmt.

Shahi plant, nach ihrem Abschluss zurückzukehren, wenn sich Möglichkeiten ergeben. „Wir brauchen Führer, die unsere Armut wie eine Krankheit behandeln – mit echter Medizin“, sagte sie. Bohara stimmte zu, forderte Kompetenztests statt Charisma. Budha verlangt Verantwortung: Nachweise über Brücken und Straßen, nicht vage Visionen. Während Poster Dörfer überziehen und Demonstrationen Zuschauer anziehen, dringen diese Stimmen durch den Lärm und verankern den Wahlkampf in den täglichen Schwierigkeiten.