Ausbruch auf Flugzeug zurückgeführt

Die Moskitos seien laut Gesundheitsbehörden mit einem Flugzeug am größten deutschen Flughafen gelandet. Die übrigen fünf infizierten Personen erhielten medizinische Behandlung, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

„Leider müssen wir bestätigen, dass ein Mitarbeiter an der Infektion gestorben ist“, sagte der Fraport-Sprecher der BBC. „Wir haben allen Mitarbeitern umfassende Informationen gegeben und raten, bei Symptomen einen Arzt aufzusuchen.“

Ermittlungen laufen

Die Ausbruchsermittlungen führt das Frankfurter Gesundheitsamt. Laut BBC wurden sechs männliche Flughafentore in verschiedenen Bereichen infiziert. Die Behörden analysieren Blutproben, um zu klären, ob sie durch einen oder sechs verschiedene Moskitos angesteckt wurden.

Im Juli war berichtet worden, dass vier Arbeiter infiziert wurden. Das Robert Koch-Institut, eine Bundesbehörde für Krankheitsbekämpfung und Öffentliche Gesundheit, teilte mit, dass die vier Mitarbeiter zwischen dem 4. und 6. Juli erkrankt seien. Die Moskitos seien mit einem Flugzeug gebracht worden.

Das Institut erklärte, dass Malaria in Deutschland fast ausschließlich Reisende aus Malaria-Gebieten betrifft. Malaria, die innerhalb eines deutschen Flughafens übertragen wird, sei selten. „Die fehlende Reisehistorie kann zu einer verzögerten Diagnose führen. Eine verzögerte Diagnose erhöht das Risiko einer schweren Erkrankung“, hieß es in der epidemiologischen Mitteilung.

Hintergrund und Risikofaktoren

Der letzte Malaria-Fall an einem Flughafen war 2023 ebenfalls am Frankfurter Flughafen, so das Institut. Malaria wird durch bestimmte Mückenarten übertragen, die Menschen beißen. Die WHO erklärt, dass die Krankheit hauptsächlich in tropischen Ländern vorkommt.

Allerdings können die Symptome mild oder lebensbedrohlich sein. Die Infektion, die vorbeugbar und heilbar ist, wird durch ein Parasit ausgelöst und breitet sich nicht von Mensch zu Mensch. Am Flughafen wurden Fallen aufgestellt. Gefangene Moskitos werden in einem Labor analysiert, um ihre Art und Herkunft zu bestimmen.