Tim Curry, der britische Schauspieler, der für seine ikonische Rolle als Dr. Frank-N-Furter in ‘The Rocky Horror Picture Show’ bekannt war, ist im Alter von 80 Jahren in Los Angeles gestorben. Laut seinem Manager verstarb er friedlich in seinem Zuhause. Die Polizei und das Feuerwehrdienst bestätigten Currys Tod nach einem medizinischen Notfall, den sie am Dienstagabend in seinem Haus verzeichneten.
Ein Erbe aus ikonischen Rollen
Curry erlangte 1975 internationale Bekanntheit mit seiner Rolle als der übertrieben auffällige und androgyn erscheinende Dr. Frank-N-Furter in ‘The Rocky Horror Picture Show’. Der Film erhielt zunächst negative Kritiken, entwickelte sich aber zu einem Kultfilm und ist bis heute fester Bestandteil der Midnight-Showings. Seine Darstellung war entscheidend dafür, dass der Film zur kulturellen Ikone wurde, ähnlich wie später ‘The Room’.
Zu seinen weiteren bekannten Rollen zählen die des schaurigen Clowns Pennywise in der 1990 erschienenen Verfilmung von Stephen Kings ‘It’ und die des finsteren Lords of Darkness in Ridley Scotts ‘Legend’. Zudem wirkte er in Filmen wie ‘Annie’, ‘Clue’, ‘The Hunt for Red October’, ‘Muppet Treasure Island’ und ‘Home Alone 2: Lost in New York’ mit.
Gesundheitsprobleme und Privatleben
In den letzten Jahren litt Curry an gesundheitlichen Problemen. 2012 erlitt er einen schweren Schlaganfall, der eine Gehirnoperation erforderte. Laut seinem Memoir ‘Vagabond’, das damals veröffentlicht wurde, konnte er seit letztem Jahr nicht mehr gehen. Er kämpfte seitdem weiterhin mit diversen medizinischen Beschwerden.
Curry wurde 1946 in Cheshire, England, geboren. Aufgrund der Militärkarriere seines Vaters verbrachte er einen Teil seiner Kindheit in Hongkong. An der Universität Birmingham studierte er Schauspielkunst und begann in den 1960er Jahren seine Theaterkarriere. Er trat bei der Royal Shakespeare Company auf, bevor er durch ‘The Rocky Horror Show’ berühmt wurde.
Kultureller Einfluss und Auszeichnungen
Currys Arbeit auf der Bühne brachte ihm drei Tony-Nominierungen und eine Emmy-Nominierung ein. Sein 50-jähriger Schauspielkarriere machte ihn zu einer respektierten Figur in der LGBTQ+-Community. Seine Darstellung von Dr. Frank-N-Furter ist bis heute ein bleibendes Symbol queerer Kultur.
In seiner Privatleben war Curry als Mensch mit neugierigem und weitreichendem Geist sowie einer großzügigen und sanften Seele beschrieben. Sein Manager betonte, dass diese Eigenschaften bis zuletzt bestanden. ‘Obwohl er für seine unverwechselbaren, auffälligen Charaktere und farbenfrohen Bühnenperformances bekannt war, hinterließ er den Menschen, die ihn kannten, sein größtes Vermächtnis: einen neugierigen, weitreichenden Geist und eine großzügige, sanfte Seele’, hieß es in einer Erklärung seines Managers.
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