Kylian Mbappe und Ousmane Dembele trafen zum 2:0-Sieg von Frankreich gegen Marokko im Viertelfinalspiel der Weltmeisterschaft im Gillette Stadium außerhalb von Boston. Damit qualifizierten sich die 2018er Weltmeister für das Halbfinale und stehen dort am Dienstag in Arlington, Texas, entweder gegen Spanien oder Belgien.

Frustration in der ersten Halbzeit

Frankreich kam in der ersten Halbzeit nicht richtig ins Spiel. Mbappe verfehlte in der 28. Minute einen Elfmeter, der nach einem Foul an Mbappe durch Noussair Mazraoui im Strafraum vergeben wurde. Marokkos Torhüter Yassine Bounou hielt den Elfmeter. In der ersten Halbzeit erzielte Marokko nur einen Schuss auf das Tor – einen Freistoß von Azzedine Ounahi in der 83. Minute.

Dominante zweite Halbzeit

Der Durchbruch kam in der 60. Minute, als Mbappe einen wunderbaren Weitschuss mit dem rechten Fuß in die untere Ecke jagte. Sechs Minuten später verdoppelte Dembele die Führung mit einem ruhigen Abschluss in die untere Ecke. Frankreich dominierte weiterhin. Marokko registrierte erst in der 83. Minute einen Schuss auf das Tor, doch Mbappe hatte bereits zu Beginn des Spiels einen Weitschuss erzwungen und damit einen Eckball für Frankreich herausgeholt.

Teamveränderungen und Taktik

Didier Deschamps startete mit einer Änderung in der Startelf, wobei Desire Doué Bradley Barcola auf der linken Seite ersetzte. Marokko musste aufgrund von Verletzungen zwei Wechsel vornehmen: Chemsdine Talbi kam für Saibari und Annas Salah-Eddine für Redouane Halhal. Marokkos Torhüter Yassine Bounou leistete eine starke Leistung und verhinderte mehrfach den Treffer, darunter einen Kopfball von Dayot Upamecano nach einer Ecke und einen späten Freistoß.

Der 2:0-Sieg von Frankreich markiert bereits das dritte Halbfinale in Folge bei der Weltmeisterschaft und den zweiten Sieg gegen Marokko innerhalb von vier Jahren. Die beiden Teams hatten sich bereits 2022 im Halbfinale begegnet, damals gewann Frankreich ebenfalls mit 2:0. Marokko war als Herausforderer für die Ambitionen Frankreichs erwartet worden, doch die mangelnde Kreativität und fehlende Effizienz im Abschluss erwiesen sich als kostspielig. Frankreichs Druck zahlte sich letztendlich aus, wobei Mbappes achter Treffer des Turniers entscheidend war.