Am Mittwoch, den 18. Februar 2026, geriet der Verkehr in Hamburg in Chaos, als der Verdi-Verband Streiks ausrief und die U-Bahn-Netzwerke sowie zahlreiche Buslinien lahmlegte.

Hochbahn, der örtliche Betreiber, stellte alle Züge der Linien U1, U2, U3 und U4 für den ganzen Tag komplett ein. Deaktiviert wurden unter anderem die Buslinien 13, 40, 42, 140, 141, 143, 145, 146, 150, 151, 152, 153, 154, 156, 157, 241, 245, 250, 251, 254, 340, 345, 349, 350, 351, 354, 355, 443, 450, 451, 543, 640, 641, X40 und X46. Die Ausfälle waren besonders stark in der Morgenrushhour, wodurch tausende Menschen festsaßen.

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) erlitten ähnliche Einschränkungen, insbesondere in Ost-Hamburg sowie in den Schleswig-Holstein-Regionen Lauenburg und Stormarn, wie Behörden mitteilten.

Dieser Streik begann um Mitternacht am Dienstag und endet um 3 Uhr morgens am Donnerstag, den 19. Februar. Er spiegelt einen vollen Streik am früheren Tag dieses Monats wider. Verdi-Vertreter führen den Streik auf blockierte Verhandlungen mit Transportunternehmen über Löhne und Leistungen zurück. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung um 7,5 Prozent sowie eine monatliche Mietzuschuss von 200 Euro für Auszubildende.

Die Ausfälle reichten über Hamburg hinaus. Verdi plant Streiks in bayerischen Städten: In Augsburg am Donnerstag; in Regensburg am Donnerstag und Freitag; in Passau und Landshut am Freitag. In jedem dieser Orte bleiben Busse und Regionalzüge still, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der S-Bahn- und die Regionaldienste von Deutsche Bahn bleiben unbeeinflusst.

Die Hamburger Behörden rieten den Bewohnern, die Hochbahn-Website, die HVV-App oder den städtischen Portal für Echtzeit-Updates zu prüfen. Der reguläre Betrieb könnte nach Ende des Streiks leicht verzögert starten.

Verdi startete im Rahmen einer „Streikwoche“ Streiks mit Autobahnbeschäftigten in diesem Monat. Die Arbeitsunruhe passt in ein nationales Muster. Verhandlungen umfassen Transportunternehmen in ganz Deutschland, wobei keine Lösung in Sicht ist. Pendler nutzten wo möglich Fahrräder, Carpooling und Homeoffice. Der Verkehr wurde durch Stau auf den Straßen beeinträchtigt, als Fahrer Alternativen suchten.

Eine Reisende am Hamburger Hauptbahnhof beschrieb die Situation. „Keine Züge, keine Busse — ich habe zwei Stunden gelaufen“, sagte Maria Keller, 34, eine Bankangestellte. Arbeitgeber berichteten über vereinzelte Verspätungen und Produktivitätsverluste.

Verdi-Vertreter blieben standhaft. „Arbeiter verdienen ein faires Gehalt, obwohl die Kosten steigen“, sagte Sprecherin Lena Mueller in einer Erklärung. Hochbahn lehnte eine sofortige Stellungnahme ab, außer zu Serviceankündigungen.

Der Transportsektor in Deutschland bereitet sich auf weitere Spannungen vor. Ähnliche Streitigkeiten behinderten Berlin und Stuttgart letztes Jahr. Analysten weisen auf Inflation und Personalengpässe als Auslöser hin.