Bei einer Routinekontrolle auf der A14 entdeckten Polizisten einen großen Cannabisvorrat, den Marian George Preda um den Hals trug. Das Ipswich Crown Court verurteilte ihn diese Woche.

Preda, 21, aus Watson Close in Bury St Edmunds, bekannte sich letztes Jahr vor dem Suffolk Magistrates’ Court mehrerer Delikte schuldig. Beamte stoppten ihn im Mai 2023 nahe Risby wegen Fahrens ohne Versicherung mit einer Führerscheinprobe, die bereits sechs Punkte aufwies. Sie sahen einen Beutel um seinen Hals mit Cannabis-Harz und Kraut. Im Auto lag ein Messer, hieß es im Gerichtsprotokoll.

Bei einer Durchsuchung fanden Polizisten zwei Handys und einen Bündel Bargeld in seinen Taschen. Snapchat-Nachrichten auf einem Gerät deuteten auf Cannabis-Handel hin, teilten Staatsanwälte mit. Die Polizei durchsuchte noch am selben Tag Predas Wohnung und stellte einen vakuumversiegelten Beutel mit 982,64 Gramm Cannabis-Kraut sicher. Ein Gutachter schätzte den Straßenwert auf 6480 bis 10.000 Pfund.

In der Wohnung fanden Beamte zudem einen ausziehbaren Schlagstock, digitale Waagen und Stapel kleiner Verschlussbeutel. Solche Funde zeigten auf einen Drogenhandel nach Ansicht der Anklage.

Predas Probleme hielten an. Vier Monate später fuhr er in Norwich ohne Begleiter und L-Schilder. Als Polizisten ihn stoppten, gab er Gas über 70 Meilen pro Stunde. Eine Operation mit Stoppnägeln stoppte sein Fahrzeug. Preda floh zu Fuß, wurde aber von einem Polizeihundführer gestellt. Bei ihm fand man einen weiteren kleinen Cannabisbeutel.

Richter Rupert Overend fällte am 12. Februar das Urteil: 11 Monate Haft auf zwei Jahre Bewährung. Preda muss sich unauffällig verhalten, sonst droht die volle Strafe. Das Gericht ordnete die Vernichtung aller beschlagnahmten Drogen an. Sein Führerschein erhielt sechs weitere Punkte.

Zusätzlich verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 120 Pfund, 110 Pfund Gerichtskosten und eine Opferabgabe von 187 Pfund. Preda erschien allein vor Gericht, ohne Anwalt, der für ihn sprach, zeigten Unterlagen.

Die Suffolk Constabulary begrüßte das Urteil als Erfolg gegen lokale Drogennetze. »Dieser Fall zeigt unser Engagement gegen Drogenhandel auf den Straßen«, erklärte ein Polizeisprecher. Die A14 als wichtige Ost-West-Verbindung in Suffolk war in den letzten Jahren wiederholt Schauplatz von Drogenfunden.

Predas Fall passt zu einer Serie ähnlicher Kontrollen in der Region. Letzten Sommer stellten Beamte auf demselben Abschnitt Heroin und Kokain sicher. Zahlen der Suffolk Police zeigen einen Anstieg von Cannabis-Delikten um 15 Prozent im Jahr 2023 bei stabilen Straßenpreisen durch hohe Nachfrage.

Ausführungen der Verteidigung blieben knapp. Preda äußerte sich nicht zu seinem Handel während des Verfahrens. Die Bewährungsstrafe hält ihn aus dem Gefängnis, birgt aber strenge Auflagen wie mögliche Gemeinschaftsarbeit oder Ausgangssperren bei Verstoß.

Bewohner nahe Watson Close reagierten gemischt. »Gut, dass gehandelt wird, aber die Dealer tauchen immer wieder auf«, sagte Nachbar Alan Briggs, 58. Die Polizei in Bury St Edmunds setzt Patrouillen fort.