Drei Personen. Darunter zwei Crewmitglieder. Wurden nach einem vermuteten Hantavirus-Ausbruch vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius evakuiert, wie The Guardian berichtet; Das Schiff fährt nun in Richtung der kanarischen Inseln, wo Gesundheitsbehörden die Crew und Passagiere untersuchen und behandeln werden, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehren. Die Evakuierung erfolgte nachdem drei Menschen gestorben waren und ein Leichnam an Bord blieb.
Hantavirus-Ausbruch und Übertragung
Der Hantavirus ist eine seltene Krankheit, die typischerweise durch Urin, Kot und Speichel infizierter Ratten übertragen wird, wie The Guardian schreibt; Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass das globale Risiko weiterhin gering bleibt und der Ausbruch nicht der nächste Pandemie wie die von COVID-19 ist. Die WHO meldet acht bestätigte oder vermutete Fälle, fünf davon wurden durch Labortests bestätigt. Der Virus soll von einem niederländischen Ehepaar stammen, das ihn möglicherweise während einer Vogelbeobachtungstour auf einem Müllplatz in Argentinien erworben hat, wie T-Online und WRAL berichten.
Das Paar besuchte Ushuaia in Argentinien, wo sie angeblich mit Ratten in Kontakt kamen, möglicherweise was zur ersten Infektion führte – der Virus wird nun vermutet, sich über Mensch-zu-Mensch-Übertragung verbreitet zu haben, was für Hantavirus ungewöhnlich ist. Der identifizierte Stamm wird als Andes-Typ angesehen, der zwischen Menschen übertragen werden kann, wie Watson berichtet.
Evakuierung und Quarantäne-Maßnahmen
Helena. Die drei Evakuierten bestehen aus einem niederländischen Ehepaar und einer deutschen Frau, die mit der verstorbenen Deutschen an Bord in Kontakt stand. Die Deutsche wurde nach Düsseldorf geflogen, um dort behandelt zu werden. Der Ehemann des niederländischen Paares starb am 11. April an Bord, und die Ehefrau starb zwei Wochen später in Südafrika nachdem sie dorthin geflogen worden war. Die WHO verfolgt nun 82 Passagiere, die mit der Niederländerin im Flugzeug Airlink 4Z132 unterwegs waren, und fürchtet eine weitere Ausbreitung über diesen Flug.
Etwa 150 Passagiere verbleiben an Bord, isolieren sich in ihren Kabinen. Die meisten zeigen keine Symptome, aber die WHO beobachtet die Situation eng. Der Passagier Qasem Elhato teilte Videoaufnahmen des leeren Schiffes und sagte, trotz der Isolation sei die Moral hoch und die Menschen beschäftigten sich mit Büchern, Filmen und heißen Getränken, wie WRAL berichtet.
Internationale Reaktion und politische Spannungen
Die spanischen Behörden lehnten zunächst den Halt des Schiffes in den Kanaren ab und forderten ein Treffen mit der spanischen Regierungschefin, wie The Guardian schreibt. Doch schließlich wurde die Erlaubnis erteilt, und das Schiff fährt nun zur medizinischen Untersuchung. Die niederländische Regierung arbeitet mit der WHO und dem Reederei-Betreiber zusammen, um alle Risiken zu bewerten und die Situation zu managen, wie The Guardian und WRAL berichten.
Zwischenzeitlich teilte der niederländische Außenminister mit, dass Experten die Risiken von Passagieren weiter beurteilen. Die WHO betont das geringe globale Risiko des Ausbruchs, koordiniert aber eng mit lokalen und internationalen Gesundheitsbehörden, um angemessene Maßnahmen zur Eindämmung sicherzustellen. Die Sorge der Regierung der Kanaren zeigt die politischen Spannungen um die Bewältigung des Ausbruchs und die Route des Schiffes.
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