Prince Harry, Elton John und sechs weitere Prominente müssen nach Niederlage in einem Privatheitsspruch 9,54 Millionen Pfund (13 Millionen Dollar) an die Herausgeberin der britischen Daily Mail zahlen. Der Betrag ist ein vorläufiger Betrag und könnte stark ansteigen, da das Gericht keine Kostenobergrenze festlegte; Richter Matthew Nicklin erklärte, die Kläger hätten den Fall „außerhalb der gewöhnlichen und angemessenen Durchführung zivilrechtlicher Verfahren“ verfolgt.
Hintergrund des Rechtsstreits
Die sieben Prominenten, darunter Harry, John und die Schauspielerin Liz Hurley, verklagten Associated Newspapers Limited (ANL), den Mutterkonzern der Daily Mail, wegen angeblicher ungesetzlicher Informationsbeschaffung, darunter Behauptungen über Telefonabhörung und unbefugten Zugriff auf private Dokumente. Der Fall wurde im vollen Umfang abgelehnt, nachdem der Richter feststellte, dass die Anschuldigungen nicht ausreichend belegt seien.
Harry, der im Prozess aussagte, beschrieb die Presse als etwas, das „meiner Frau das Leben zur Hölle gemacht hat“, zitierte deutsche Medien, as Der Fall markiert eine weitere Etappe in Harrys umfassenden Rechtsbemühungen gegen britische Klatschpresse, die er seit 2019 verfolgt. Er hatte zuvor Schadensersatz von anderen britischen Klatschpresseverlagen, darunter der Daily Mirror und der Sun, erhalten.
Anfängliche Rechnung und mögliche Kosten
Die anfänglichen 9,54 Millionen Pfund müssen bis 16 Uhr am 28. August gezahlt werden. Allerdings entschied das Gericht, dass die Kosten auf einer Kostenermäßigungsbasis berechnet werden sollen, was bedeutet, dass der Beklagte höhere Kosten geltend machen kann, wenn der Kläger den Fall nicht angemessen verfolgt hat. Der Herausgeber Associated Newspapers schätzt die Gesamtrechtskosten auf 34,5 Millionen Pfund (47 Millionen Dollar), was das Gericht als „außergewöhnlich hoch“ bezeichnete.
Iain Wilson, Partner bei der Kanzlei Brett Wilson, warnte, dass das Urteil es der Daily Mail ermöglichen könnte, Kosten weit über die 16-Millionen-Pfund-Versicherungsgrenze und das genehmigte Budget hinaus zu verlangen. „Die Folgen sind erheblich“, sagte er in einer Erklärung gegenüber CNN.
Laut Variety hatte die Gruppe ANL wegen „ungesetzlicher Informationsbeschaffung“ verklagt. Der Richter stellte fest, dass sich der Fall von spezifischen Anschuldigungen zu breiteren Kritikpunkten an der Arbeit des Herausgebers während der Leveson Inquiry, einer öffentlichen Untersuchung zur Presseethik von 2011 bis 2012, verschoben habe. Der Richter fügte hinzu, dass dieser Ansatz für solche schwerwiegenden Anschuldigungen unangemessen sei.
Auswirkungen und Kontext
Die Nachricht kommt, als Prince Harry und seine Frau Meghan Markle mit ihren beiden Kindern in die UK zurückkehren, as ZDFheute berichtete, dass der Rechtsverlust ein „unbequemes Startkapitel“ für ihre Rückkehr in die UK sein könnte, wo Harry schon lange kritisch gegenüber der Klatschpresse steht.
Harry, der 2020 seine königlichen Pflichten verließ und mit Meghan nach Kalifornien zog, hatte zuvor Schadensersatz von der Daily Mirror und der Sun erhalten, doch dieser Fall gegen die Daily Mail endete mit einer Niederlage. Das Urteil wurde als „kein freier Pass“ für ANL beschrieben, was bedeutet, dass weitere Bewertungen durch einen Spezialgericht könnten den Gesamtbetrag verringern, den die Gruppe zahlen muss.
Laut dem deutschen Medienunternehmen WELT könnten die endgültigen Kosten deutlich höher als die anfänglichen 9,54 Millionen Pfund ausfallen. Der Fall unterstreicht die anhaltende Spannung zwischen Prominenten und der britischen Medienlandschaft, bei der beide Seiten oft in Rechtsstreitigkeiten über Privatheit und Berichtsethik geraten.
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