WASHINGTON — Das US-Innenministerium DHS kündigte am Samstag an, die Programme TSA PreCheck und Global Entry vorübergehend einzustellen. Ab Sonntag sollen Ressourcen während des teilweisen Regierungsstillstands gespart werden.
Das DHS wies die Transportation Security Administration an, die Schnellkontrollspuren für PreCheck-Mitglieder zu schließen. Global Entry-Verarbeitung an Flughäfen und Grenzen wird gestoppt. Über 20 Millionen Reisende nutzen PreCheck, um Schuhe, Gürtel und Laptops nicht ablegen zu müssen. Global Entry von US-Zoll und Grenzschutz dient mehr als 14 Millionen Mitgliedern bei der Rückkehr aus dem Ausland.
“TSA-PreCheck-Mitglieder nutzen allgemeine Kontrollspuren, damit unser Personal sich auf die Mehrheit der Reisenden konzentriert”, hieß es in einer DHS-Mitteilung. Ohne die Programme könnten Warteschlangen an stark frequentierten Flughäfen deutlich länger werden.
Der Stillstand begann am 14. Februar. Damals blockierten Senate-Demokraten DHS-Mittel wegen strenger Einwanderungspolitik. Für andere Behörden genehmigten Abgeordnete Finanzen bis September. Bei DHS sind die meisten Hauptquartier-Mitarbeiter, Politikabteilungen und Aufsichtsteams beurlaubt. Betroffen sind TSA, Zoll und Grenzschutz, Katastrophenschutz FEMA, Küstenwache und Einwanderungsbehörde ICE.
TSA-Kontrolleure arbeiten weiterhin ohne Bezahlung. Dasselbe gilt für andere Frontpersonal. Bundesangestellte erhalten Rückzahlungen nach Wiederaufnahme der Finanzierung. DHS teilte mit, FEMA beschränke Hilfe auf laufende Katastrophen. Polizeischutz für Kongressmitglieder an Flughäfen ist ausgesetzt.
Innenministerin Kristi Noem verteidigte die Maßnahmen. “Die Amerikaner verlassen sich täglich auf dieses Ministerium. Wir treffen harte, aber notwendige Entscheidungen, um den Schaden durch diese Politiker zu mindern”, erklärte Noem.
Demokraten im Haus-Ausschuss für Inneres konterten in sozialen Medien. “TSA PreCheck und Global Entry verkürzen Schlangen und entlasten DHS-Personal”, schrieben sie. Sie warfen dem Ministerium vor, Reisende für den Finanzstreit zu bestrafen.
Airlines for America, Verband großer US-Fluggesellschaften, äußerte Besorgnis. Präsident Chris Sununu warnte, Reisende würden erneut als “politischer Fußball” missbraucht. Dies geschehe inmitten eines weiteren Shutdowns.
An der Ostküste erwarten Reisende zusätzliche Probleme. Ein Schneesturm zieht am Sonntag auf New York und den Nordosten zu. Er sorgt bereits für Flugausfälle. TSA betonte, PreCheck sei samstags noch aktiv. Es warnte jedoch vor Änderungen wegen Personalmangels.
Demokraten knüpfen DHS-Finanzierung an umfassende Reformen. Besonders nach dem Tod zweier US-Bürger durch Einwanderungsbeamte in Minnesota im Vorfeld. Der Streit zeigt keine Auflösung. Beide Seiten bleiben hart.
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