Die aktuelle Stärke der Tamil Nadu Legislative Assembly mit 234 Sitzen wurde 1963 von der Delimitation Commission festgelegt. Diese Zahl blieb seit mehr als sechs Jahrzehnten unverändert. Sie wurde nach sorgfältiger Prüfung demografischer Veränderungen und konstitutioneller Vorgaben festgelegt, um die Vertretung des Bundesrates (Lok Sabha) und der Assembly ausgewogen zu halten.

Delimitationsprozess und konstitutionales Rahmenwerk

Laut Artikel 170 der Verfassung und Abschnitt 8(b) des Delimitation Commission Act von 1962 muss die Anzahl der Sitze in einem Landesparlament ein ganzzahliges Vielfaches der Sitze im Lok Sabha sein, die dem Bundesstaat zugewiesen werden. Zum Zeitpunkt der Volkszählung 1961 hatte Tamil Nadu – damals noch Madras – 41 Sitze im Lok Sabha.

Die Delimitation Commission, unter der Leitung von Richter J.L. Kapur mit C.P. Sinha und K.V.K. Sundaram als Mitgliedern, stellte fest, dass die maximale Anzahl direkt gewählter Lok Sabha-Mitglieder gemäß Artikel 81(1) der Verfassung auf 500 festgelegt war. Das bedeutete, dass insgesamt 493 Sitze für die Verteilung unter 14 Bundesstaaten zur Verfügung standen.

Bevölkerungswachstum und Neuzuordnung von Sitzen

Die Kommission stellte fest, dass sich die Bevölkerung dieser Bundesstaaten zwischen 1951 und 1961 erheblich vergrößert hatte. Die durchschnittliche Bevölkerung pro parlamentarischen Wahlkreis stieg von 732.654 im Jahr 1951 auf 889.257 im Jahr 1961. Dieser Anstieg war jedoch nicht gleichmäßig über alle Bundesstaaten verteilt, da einige Bundesstaaten ein höheres Bevölkerungswachstum verzeichneten als andere.

Nach Prüfung der demografischen Veränderungen kam die Kommission zu dem Schluss, dass die Erhaltung der bestehenden 481 Lok Sabha-Sitze größere Bundesstaaten wie Uttar Pradesh, Andhra Pradesh und Madras ungleich stärker beeinträchtigen würde. Jeder dieser Bundesstaaten hätte drei Sitze verloren, während Bihar nur einen verloren hätte.

Um dieses Problem zu lösen, erhöhte die Kommission die Gesamtzahl der Lok Sabha-Sitze von 481 auf 490. Selbst mit dieser Erhöhung hätten Uttar Pradesh, Andhra Pradesh und Madras jeweils zwei Sitze verloren, während Bihar keinen Verlust erlitten hätte.

Anpassung der Assembly von Tamil Nadu

Der nächste Schritt bestand darin, die Größe der Madras Legislative Assembly festzulegen. Zu diesem Zeitpunkt folgte der Bundesstaat einem Vielfachen von fünf, was bedeutete, dass jeder Lok Sabha-Wahlkreis fünf Assembly-Wahlkreise entsprach. Eine mechanische Anwendung dieses Formulars hätte zu 195 Assembly-Sitzen (39 × 5) geführt, was die bestehenden 206 Sitze erheblich reduziert hätte.

Die Delimitation Commission prüfte, ob die Vielfachen in anderen Bundesstaaten überarbeitet werden sollten. Sie stellte fest, dass sich die Vielfachen im Allgemeinen mit abnehmender Bevölkerung erhöhten, doch das Muster wurde nicht einheitlich befolgt. Nach sorgfältiger Prüfung entschied sich die Kommission dafür, die bestehenden Vielfachen in allen Bundesstaaten beizubehalten, ausgenommen Madras.

In ihrem Beschluss vom 24. August 1963 erklärte die Kommission: „Die Legislative Assembly dieses Bundesstaates hat derzeit 206 gewählte Sitze. Angesichts der Tatsache, dass ihr Anteil im House of the People in Zukunft um zwei Sitze reduziert werden wird, halten wir es für angemessen, ihr Vielfaches von 5 auf 6 zu erhöhen und ihr Legislative Assembly 234 Sitze zuzuweisen.“

Dadurch wurde die neue Formel 39 × 6 = 234. Diese Anpassung sorgte dafür, dass die Assembly nicht kleiner, sondern größer wurde, und sich die effektive Vertretung und das legislativ-gleichgewichtige System beibehalten ließen.

Andere Bundesstaaten behielten ihre bestehenden Vielfachen bei. West Bengal blieb mit einem Vielfachen von sieben bei 280 Assembly-Sitzen. Kerala, mit 19 Lok Sabha-Sitzen, behielt ebenfalls ein Vielfaches von sieben bei, was zu 133 Sitzen führte. Assam behielt neun, was zu 126 Sitzen führte. Uttar Pradesh blieb mit einem Vielfachen von fünf bei 425 Sitzen.

Die Entscheidung war nicht willkürlich. Sie war eine strukturelle Anpassung, die darauf abzielte, die Proportionen zwischen parlamentarischer und assemblymäßiger Vertretung zu bewahren und gleichzeitig eine drastische Reduzierung des Landesparlaments zu verhindern. Sechs Jahrzehnte später bleibt die Struktur mit 234 Sitzen unverändert.

Das aktuelle politische Umfeld in Tamil Nadu, einschließlich der Mehrheitsmarke von 118, der Allianzrechnung, der Größe der Wahlkreise und der Wahlstrategie, funktioniert weiterhin im Rahmen der 1963 getroffenen Entscheidung. Diese grundlegende Änderung prägt weiterhin die Dynamik der Landespolitik und der Verwaltung.