Indische Goldpreise sanken am Donnerstag deutlich, wobei der Edelmetallkurs um 700 ₹ pro Gramm auf 147.889 ₹ für 10 Gramm fiel. Der Rückgang erfolgte, da globale Markttrends und steigende Inflationsängste die Stimmung der Anleger beeinflussten. Die Abwärtsbewegung trat ein, während Unsicherheit über den Nahost-Konflikt die Energiepreise in die Höhe trieb und Angst vor anhaltender Inflation auslöste. Dies führte zu Spekulationen, dass Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank, die Zinsen länger auf einem hohen Niveau belassen könnten, was die Attraktivität von Gold als Investition verringert.

Abwärtstrend am Inlandsmarkt

Laut der Indian Bullion and Jewellers Association sanken die Goldpreise am Inlandsmarkt um 4,5 Prozent oder 6.990 ₹ auf 147.889 ₹ für 10 Gramm, ein Rückgang von 154.879 ₹ am Donnerstag. Der gelbe Metallkurs begann am Donnerstag schwach bei 151.637 ₹ und verlor weiter an Wert, ohne nennenswerte Käufe zu verzeichnen. Um 19:15 Uhr IST fiel der April-Vertrag für Gold am Multi Commodity Exchange (MCX) um 9.966 ₹ auf 143.049 ₹ für 10 Gramm, während der Juni-Vertrag um 8 Prozent auf 145.120 ₹ sank.

Im gleichen Zeitraum sanken Silberpreise deutlich, von 249.907 ₹ pro Kilogramm am Mittwoch auf 229.873 ₹ pro Kilogramm. Auf dem MCX fiel der Mai-Vertrag für Silber um 27.254 ₹ pro Kilogramm auf 220.940 ₹. Auf dem globalen Markt sank Silber um fast 10 Prozent oder über 7 $ auf 69,18 $ pro Unze, wobei Mai-Futures auf der COMEX-Börse auf 69,34 $ fielen.

Globale Marktdrucke

Auf globaler Ebene sanken Goldpreise um 257 $ oder fast 8 Prozent auf 4.561,90 $ pro Unze. April-Goldverträge auf der COMEX-Börse sanken auf 4.555,14 $ pro Unze. Der Rückgang folgte der Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen auf dem Niveau von 3,50–3,75 Prozent zu belassen, eine Maßnahme, die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen steigender Ölpreise und Inflation auslöste.

Manav Modi, ein Rohstoffanalyst bei Motilal Oswal Financial Services, stellte fest, dass die Preise für Edelmetalle unter Druck standen, obwohl es weiterhin geopolitische Spannungen gab. Die Märkte konzentrierten sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen aufgrund anhaltender Inflationsrisiken weiterhin hoch bleiben würden. Er fügte hinzu, dass der Nahost-Konflikt und steigende Energiepreise eine herausfordernde Umgebung für Gold schaffen, wobei Investoren sich auf makroökonomische Faktoren konzentrieren, statt auf geopolitische Sicherheitsbedürfnisse.

Jateen Trivedi, VP Research Analyst bei LKP Securities, erklärte, dass Goldpreise in einer einzigen Sitzung um über 100 $ sanken und in den letzten zwei Tagen um fast 300 $ abfielen. Er deutete dies auf starke makroökonomische Hindernisse hin, die weiterhin den Wert des Metalls beeinträchtigen. Kürzlich gezeigte Daten zeigen, dass Gold auf ein Monatsminimum von nahezu 4.710 $ abgesunken ist, unter Druck von einem stärkeren Dollar und höheren Anleihenrenditen.

Energiepreise und geopolitische Spannungen

Der Rohölpreis blieb über 100 $ pro Barrel hoch, getrieben von anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, nach Berichten über einen israelischen Angriff, bei dem ein hoher iranischer Offizieller, Ali Larijani, getötet wurde. Dies führte zu weiteren Störungen im Strait of Hormuz, einem wichtigen globalen Öltransportweg, und drückte die Rohölpreise nahe an ein vierjähriges Hoch. Diese Entwicklungen haben die Sorgen um energiebedingte Inflation verstärkt, die sich wiederum auf Zentralbankpolitiken und Investorenverhalten auswirken.

Jigar Trivedi, Senior Research Analyst bei Indusind Securities, erklärte, dass Goldpreise für sieben aufeinanderfolgende Tage gesunken sind, da der wachsende Krieg im Westen Asiens die Ölpreise in die Höhe trieb und die Aussichten für einen kurzfristigen Zinsschritt in den USA verringerte. Trotz des jüngsten Rückgangs sind Goldpreise bislang um über 10 Prozent gestiegen, wobei der Aufwärtstrend jedoch gestoppt wurde, da Investoren das Metall verkaufen, um andere Verpflichtungen in ihren Portfolios zu erfüllen.

Renisha Chainani, Leiterin der Forschung bei Augmont, betonte, dass Gold und Silber weiterhin unter Druck stehen, da die realen Zinssätze weiterhin den Aufwärtspotenzial begrenzen. Sie erklärte, dass die aktuelle Umgebung von Inflationsbedingten Zinserhöhungserschwernissen geprägt ist, die die Wahrscheinlichkeit von kurzfristigen Zinsschritten verringern und die Attraktivität des Metalls als Investition begrenzen.

Der Einfluss dieser Entwicklungen spürt man in der indischen Börse, wo sowohl Gold- als auch Silberpreise stark abgesunken sind. Einzelhandelsinvestoren und Juwelierunternehmen stehen nun vor Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung von Preisstabilität, da die Nachfrage aufgrund makroökonomischer Faktoren verändert wird. Analysten vermuten, dass die Situation in den nächsten Wochen weiterhin volatil bleiben könnte, mit weiteren Rückgängen möglich, wenn globale Märkte weiterhin auf Inflationsdruck und geopolitische Spannungen reagieren.

Was kommt als nächstes für Gold- und Silberpreise in Indien? Analysten beobachten die nächste Entscheidungssitzung der Federal Reserve, die im späten April erwartet wird, sowie Entwicklungen im Nahen Osten. Sollten die Ölpreise weiterhin hoch bleiben und Zentralbanken weiterhin höhere Zinsen aufrechterhalten, könnte der Druck auf Gold und Silber anhalten und zu weiteren Rückgängen auf dem Inlandsmarkt führen.