Iran hat die Ernennung eines neuen Obersten Führers bekannt gegeben, nachdem Ayatollah Ali Khamenei bei US-Israelischen Luftangriffen, die Treibstofflager in Teheran und Umgebung ins Visier nahmen, umgekommen ist. Der klerikale Rat des Landes, die Versammlung der Experten, bestätigte die Ernennung, obwohl die Identität des neuen Führers bislang nicht offengelegt wurde. Die Entscheidung erfolgte im Zuge eines rasch eskalierenden Konflikts, bei dem Zivilisten und Infrastruktur unter dem Gewaltverlauf leiden.

Auswirkungen auf regionale Sicherheit und Zivilbevölkerung

Die Ernennung des neuen Obersten Führers wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf Irans Außen- und Militärpolitik haben. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr sagte ein Mitglied der Versammlung der Experten, Ahmad Alamolhoda: ‘Die Abstimmung zur Ernennung des Führers ist abgeschlossen, und der Führer wurde gewählt.’ Obwohl die offizielle Bekanntgabe durch das Sekretariat der Versammlung erfolgen wird, haben einige Mitglieder angedeutet, dass der Sohn des verstorbenen Führers die Rolle übernehmen könnte.

Unterdessen hat Israel eine klare Warnung ausgesprochen, wonach es bereit sei, den neu ernannten Führer und die Versammlung der Experten anzugreifen. Die Warnung folgte einer Reihe israelischer Luftangriffe, die den Konflikt in sein neuntes Tag führten. Das israelische Militär bestätigte, dass seine Luftwaffe ‘Treibstofflager in Teheran’ angegriffen habe, um deren Nutzung durch die iranische Armee zu verhindern. Diese Angriffe haben Teheran mit einer dunklen Wolke und dem Geruch verbrannten Treibstoffs überzogen.

Der Konflikt hat Zivilisten stark getroffen. Das iranische Gesundheitsministerium meldete, dass mindestens 1.200 Zivilisten getötet und etwa 10.000 verletzt wurden, obwohl diese Zahlen nicht unabhängig bestätigt wurden. In Libanon meldete das Gesundheitsministerium, dass mindestens 294 Menschen bei israelischen Luftangriffen in der letzten Woche getötet wurden, was den Premierminister Nawaf Salam zu einer Warnung vor einer bevorstehenden ‘humanitären Katastrophe’ veranlasste.

Auch regionale Verbündete Irans, darunter Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain, berichteten über Angriffe. Saudi-Arabien拦截ierte eine Welle von Drohnen, die auf Ziele in der Hauptstadt Riad gerichtet waren. Kuwait meldete einen Angriff auf Treibstofftanks am internationalen Flughafen, während Bahrain Schäden an einer Wasserentsalzungsanlage meldete. Die Angriffe haben viele Bewohner in Angst und Schrecken versetzt.

Irans militärische Fähigkeiten und Kriegsstrategie

Die Islamische Revolutionsgarden erklärten, über genügend Vorräte zu verfügen, um ihren Luftkrieg mit Drohnen und Raketen im Nahen Osten bis zu sechs Monate fortzusetzen. Sprecher der Garden, Ali Mohammad Naini, sagte, dass bislang nur Raketen der ersten und zweiten Generation eingesetzt wurden, doch in den nächsten Tagen plane man, ‘fortgeschrittene und weniger genutzte Langstreckenraketen’ einzusetzen.

Tehran hat erklärt, US-Vermögen im Nahen Osten als Ziel zu nehmen, und die USA haben nicht ausgeschlossen, Bodentruppen in den Iran zu entsenden. Präsident Donald Trump, der an der Rückkehr der Leichen von sechs amerikanischen Soldaten teilnahm, die bei einem Drohnenangriff auf eine US-Basis in Kuwait getötet wurden, sagte, dass Irans Wirtschaft wiederaufgebaut werden könnte, wenn ein Führer, der für Washington ‘akzeptabel’ ist, den verstorbenen Obersten Führer ersetzt. Tehran lehnte diese Aussage jedoch ab.

Analysten warnen, dass es bislang keinen klaren Weg gibt, um den Konflikt zu beenden, den US- und israelische Beamte als möglicherweise einen Monat oder länger andauern könnten. Trump beharrte darauf, dass der Krieg ‘fast gewonnen’ sei, obwohl die iranischen Raketen- und Drohnenangriffe weitergehen. Inzwischen hat Chinas führender Diplomat Wang Yi für ein Ende des Krieges gerufen und gesagt, ‘Der Krieg im Nahen Osten sollte nie stattgefunden haben,’ und mahnte die Welt, sich von ‘dem Gesetz der Wildnis’ fernzuhalten.

China und Russland haben sich trotz ihrer engen Beziehungen zu Iran weitgehend aus dem Konflikt zurückgehalten. Ihre Nichtintervention wirft Fragen nach ihrem Einfluss in der Region und ihrer Bereitschaft, Teheran in Anbetracht der wachsenden internationalen Druck zu unterstützen.

In Iran häufen sich die Schäden an Infrastruktur und Wohngebieten. Der Gouverneur von Teheran teilte der Nachrichtenagentur IRNA mit, dass die Treibstoffverteilung in der Hauptstadt ‘vorübergehend unterbrochen’ wurde, während Reparaturen durchgeführt werden. Ein 26-jähriger Lehrer, der anonym gegenüber der AFP sprach, beschrieb die Angst, unter Bombardements zu leben, und sagte: ‘Ich glaube nicht, dass jemand, der den Krieg nicht erlebt hat, das verstehen könnte.’

Mit der Situation zeigt sich bislang kein Anhaltspunkt für eine Verbesserung. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um den Verlauf des Konflikts zu bestimmen. Die Ernennung des neuen Obersten Führers wird wahrscheinlich Irans Reaktion auf die laufende Krise prägen, und die internationale Gemeinschaft beobachtet weiterhin jede Entwicklung, die zu einer Lösung oder weiterer Eskalation führen könnte.