TEHRAN – Irans Vizepräsident Mohammad Reza Aref betonte, dass die Außenpolitik des Landes eng mit wirtschaftlichen Zielen abgestimmt werden müsse, während die Regierung mehrere Krisen bewältigt. Während eines Gesprächs mit Wissenschaftlern aus den Fakultäten für Sozialwissenschaften und internationale Beziehungen an der Teheraner Universität am Samstag erklärte Aref, dass die Regierung drei große Herausforderungen gleichzeitig bewältige: den Kampf gegen einen verordneten Krieg und ausländische Druck, die Bewältigung kürzlich aufgetretener Unruhen und den Kampf gegen Destabilisierungsbemühungen.
Aref verwies auf den 12-tägigen militärischen Angriff Israels auf Iran im Juni 2025. Trotz intensiver ausländischer Druck, insbesondere auf das Wohlergehen der Bevölkerung, habe die Regierung es verhindert, dass Feinde das soziale Kapital des Landes untergraben, sagte er. Der Vizepräsident nannte diese Erfolge als Beweis für die Resilienz unter Druck.
„Die Außenpolitik des Landes sollte der Wirtschaft dienen und das soziale Kapital stärken“, betonte Aref. Er rief akademische Führungsriege und Dozenten auf, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um nationale Probleme zu lösen. Laut seinen Äußerungen könnte die Zusammenarbeit mit Intellektuellen helfen, wirtschaftliche Hindernisse zu überwinden und Einheit zu schaffen.
Das Treffen fand statt, während Iran unter wirtschaftlichen Belastungen leidet, wo Sanktionen und regionale Spannungen Ressourcen einschränken. Arefs Äußerungen spiegeln einen Druck innerhalb der Regierung wider, diplomatische Schritte direkt mit nationalen Vorteilen zu verknüpfen. Behörden haben wiederholt die Ausrichtung der ausländischen Strategie auf die Verbesserung des Lebensstandards betont, insbesondere nach kürzlich aufgetretenen Unruhen.
Während der Sitzung erläuterte Aref, wie die Regierung die Unruhen – die von Behörden als von ausländischen Akteuren ausgelöst beschrieben wurden – bewältigte, während sie gleichzeitig äußere Bedrohungen abwehrte. Er dankte koordinierten Bemühungen für die Aufrechterhaltung der Stabilität. Die israelischen Angriffe im Jahr 2025, die über 12 Tage iranische Ziele ins Visier nahmen, testeten die Verteidigung, brachen aber die soziale Kohäsion nicht, sagte Aref.
Zu den anwesenden Wissenschaftlern gehörten Experten aus den führenden Institutionen Teherans. Aref bezeichnete ihre Beiträge als entscheidend für die Weiterentwicklung der Politik. Die Führung Irans konsultiert häufig Wissenschaftler bei sensiven Themen wie Außenpolitik und Wirtschaft.
Der breitere Kontext zeigt, dass die Regierung Irans Isolation durch westliche Sanktionen mit Beziehungen zu Nachbarn und Mächten wie Russland und China ausgleicht. Arefs Fokus auf wirtschaftliche Vorteile durch Diplomatie signalisiert keine Änderung der Allianzen, sondern eine stärkere Konzentration auf konkrete Vorteile. Druck auf das Lebenshaltungskosten bleibt hoch, mit Inflation und Arbeitslosigkeit als Hauptursachen für öffentliche Unzufriedenheit.
Aus dem Treffen ergaben sich keine spezifischen neuen Initiativen. Dennoch deutet Arefs direkte Ansprache an Wissenschaftler darauf hin, dass die Regierung breitere Unterstützung für ihren Ansatz sucht. Das Treffen fand statt, als Teheran erneut zu pragmatischen Schritten im Ausland aufgefordert wird, um wirtschaftliche Probleme zu lösen.
Betrachter bemerken, dass frühere Regierungen ähnliche Zusicherungen gemacht haben, doch die Umsetzung blieb hinter den Erwartungen zurück, insbesondere im Hinblick auf geopolitische Reibungen. Aref, ein erfahrener Politiker, dient unter Präsident Masoud Pezeshkian, dessen Kabinett Wirtschaftswachstum neben Sicherheit priorisiert.
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