Staatliche iranische Medien berichteten am frühen Sonntag, dass der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei gestorben sei, wie aus Berichten staatlicher Fernsehsender und der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA hervorgeht. Der 86-jährige Führer starb nicht aufgrund eines spezifischen Ursachen, doch sein Tod folgt auf eine gemeinsame Luftangriffsoperation der USA und Israel, die am frühen Wochenende militärische und staatliche Ziele im Iran attackierte.

Steigende Spannungen in der Region

Der Angriff, der vermutlich Khameneis Anwesen in Teheran ins Visier nahm, erfolgte inmitten gestiegener Spannungen zwischen dem Iran und westlichen Mächten. US-Präsident Donald Trump bestätigte die Berichte in sozialen Medien und erklärte, dass Khameneis Tod ‘die beste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzugewinnen’ sei.

Trump bezeichnete Khamenei als ‘einen der schlimmsten Menschen der Geschichte’ und behauptete, er sei ‘nicht in der Lage gewesen, unsere hochentwickelten Aufklärungssysteme zu umgehen und zusammen mit Israel keine Maßnahme zu verhindern, die er oder andere Führer, die mit ihm getötet wurden, unternehmen konnten.’

Israelische Beamte bestätigten Khameneis Tod in einer exklusiven Erklärung gegenüber der Associated Press, doch weder die USA noch der Iran gaben sofortige Kommentare zu den Berichten. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu erklärte, es gebe ‘immer stärkere Hinweise darauf, dass Khamenei getötet wurde, als Israel sein Anwesen am frühen Samstag angriff.’

Regionale Auswirkungen und zivile Folgen

Der Angriff auf den Iran führte zu weitreichenden Gegenmaßnahmen, wobei der Iran Raketen und Drohnen auf Israel und US-Militärstützpunkte in der Region abfeuerte. Die Angriffe verursachten Schäden am Dubai International Airport und im Burj Al Arab Hotel, wobei vier Personen am Flughafen verletzt wurden.

Die Medienbehörde Dubais berichtete, dass ein Bereich am Dubai International Airport (DXB) leichte Schäden erlitt, die rasch behoben wurden. Eine Drohne wurde abgefangen, und Abfälle verursachten einen leichten Brand an der Außenfassade des Burj Al Arab. Der Flughafen, einer der weltweit am meisten genutzten, bleibt ein entscheidender Knotenpunkt für den Handel und den Tourismus im Nahen Osten.

Air Canada kündigte an, alle Flüge nach Dubai bis zum 3. März und nach Israel bis zum 8. März zu unterbrechen, aufgrund der militärischen Situation im Nahen Osten. Emirates stellte alle Flüge zu und von Dubai bis 6 Uhr EST am Sonntag ein, was die sieben wöchentlichen Flüge nach Toronto beeinträchtigte.

Politische und soziale Reaktionen

In Kanada haben iranische Kanadier gemischte Reaktionen auf die Entwicklungen gezeigt. Einige, wie der Filmemacher Ezra Soleh, begrüßten den Angriff und sagten, das iranische Volk habe genug von ‘einem Regime, das Menschen massenhaft tötet und umbringt.’

Ardeshir Zarezadeh, ein ehemaliger politischer Gefangener im Iran, der nach Kanada geflohen ist, bezeichnete den Angriff der USA und Israel als ‘besten Fall’ für beide Seiten: für die Iraner, die ein Ende der staatlichen Unterdrückung wünschen, und für westliche Mächte, die den iranischen Atomprogramms stoppen möchten.

In Richmond Hill, Ontario, marschierten Tausende Demonstranten, wobei die Demonstration nach der nächtlichen Invasion eine neue Bedeutung erhielt. Einige Demonstranten hoben Bierflaschen, um unbestätigte Berichte über den Tod von Khamenei zu feiern.

Kanadas Premierminister Mark Carney und Außenministerin Anita Anand gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die US-Aktionen unterstützten, um Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu besitzen und sein Regime zu stoppen, das die internationale Sicherheit und den Frieden bedroht. Die Erklärung bestätigte auch Israels Recht, sich zu verteidigen und die Sicherheit seiner Bevölkerung zu gewährleisten.

Der Führer der Konservativen, Pierre Poilievre, drückte Unterstützung für die USA, Israel und verbündete Länder aus, um ‘ihre Souveränität zu verteidigen und die klerikale Militärdiktatur im Iran abzubauen.’ Im Gegensatz dazu kritisierte Alexandre Boulerice, der Außenpolitik-Kritiker der NDP, die Bombardements und warnte, sie könnten die gesamte Region in einen großen Konflikt ziehen.

Die Polizei in Toronto hat ihre Präsenz um Konsulaten und Orte des Glaubens erhöht, um die Sicherheit der Gemeinschaft und das Vertrauen zu gewährleisten. Die York Regional Police warnte auch Reisende vor Verzögerungen aufgrund eines groß angelegten, geplanten Demonstrationszuges in Richmond Hill.

Mit dem Tod von Khamenei bleibt die Zukunft der Führung im Iran ungewiss. Als zweiter Führer des Landes hatte Khamenei keinen offiziellen Nachfolger, und sein Fehlen könnte zu politischer Instabilität führen. Die Arabische Liga warnte, dass die israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf den Iran einen Moment markieren, in dem der arabisch-israelische Konflikt in einen vollen regionalen Konflikt übergegangen ist.