Junge Spieler in ihren 20ern hoben Jammu & Kashmirs Routiniertrainer Ajay Sharma auf den Schultern hoch. Die Szene entstand nach dem historischen Halbfinalsieg gegen Bengal am Mittwoch am Bengal Cricket Academy Gelände.

Sharma, 61 Jahre alt und ehemaliger Indien-Nationalspieler, führte die Underdogs ins erste Finale der Saison 2025-26. Die Spieler umringten ihn jubelnd. Das zeigt die Veränderung seit seinem Start in der Saison 2022-23.

„Das Training von J&K war für mich eine Herausforderung“, sagte Sharma. „Es dauerte, bis ich die jungen Talente verstand und mit ihnen verband. Ich musste auf ihr Niveau kommen.“

Aus Delhis hartem Cricket-Milieu mit sechs Ranji-Finalteilnahmen passte sich Sharma an J&Ks Kultur an. Er lenkte IPL-besessene Spieler auf Red-Ball-Disziplin um. „Langsam verstanden sie: Mit etwas Einsatz spielen sie für Indien“, ergänzte er. „Viele passten sich an, verbesserten die Mentalität und arbeiteten hart. Die Ergebnisse sieht man jetzt.“

Die Wende gelang mit Unterstützung von J&K-Führern. BCCI-Präsident und Ex-Administrator Mithun Manhas, der unter Sharma für Delhi debütierte, plante eine starke Mannschaft. Manhas holte Routinier Paras Dogra als Kapitän, was Sharma als stabilisierend lobte.

„Die kohärente Arbeit aller Jammu & Kashmir Cricket Association-Mitglieder schuf ein starkes Team mit guter Banktiefe“, sagte Sharma.

Selbstvertrauen aufzubauen war entscheidend. J&K erreichte früher im Jahr das Halbfinale des Buchi Babu Turniers. Danach besiegten sie große Teams auswärts im Ranji Trophy. „Wir schlugen Top-Teams auswärts und gewannen Selbstvertrauen“, erklärte Sharma. „Es geht um Selbstvertrauen und harte Arbeit.“

Der Sieg gegen Bengal war der Höhepunkt. J&K, lange im Schatten domestischer Cricket, jagt nun den Titel. Sharmas Schützlinge zeigten Resilienz im Halbfinale und jagten ein schwieriges Ziel unter Druck.

Spieler teilten Sharmas Sicht. Pace-Spitze Aquib Nabi nahm 4-41 im ersten Innings. Abdul Samads Fünfzig sicherte den Chase. Die Teamtiefe zeigte sich in Schlag- und Wurfbeiträgen.

Sharmas Methode betonte mentale Stärke. Er trainierte Grundlagen in rohes Talent ein. Aus seiner 15-jährigen First-Class-Karriere mit über 5000 Runs zog er Lehren. Sein Delhi-Hintergrund, wo er Manhas coachen, verschmolz mit J&Ks Hunger.

Vor dem Finale bleibt Sharma besonnen. J&K trifft nächsten Monat den Sieger aus Mumbai gegen Kerala. Vorbereitungen beginnen sofort mit Sharmas Rezept: Glaube und Schinderei.

Sharmas Freude war greifbar. „Als sie mich hochhoben, sprach das von unserem Band“, reflektierte er. Für ein Team, das früher um Relevanz kämpfte, signalisiert der Mittwoch-Triumph den Durchbruch auf Indiens Cricket-Karte.