Kanada wird 2027 erstmals offiziell am Eurovision Song Contest teilnehmen, nachdem die kanadische Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanstalt CBC und der Europäische Rundfunkverband (EBU) am Canada Day die Teilnahme bekanntgaben. Kanadas Beitrag wird in den Halbfinalen des Wettbewerbs antreten, der im Mai 2027 in Bulgarien stattfinden wird.

Teilnahme und Auswahl

Der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) kündigte an, dass Details zur Auswahl seines Eurovision-Beitrags in diesem Jahr bekanntgegeben werden; In anderen Eurovision-Ländern wie Schweden und Italien ist der Auswahlprozess oft ein Fernsehevent. In anderen Ländern. Wie Großbritannien. Wählt der nationale Rundfunk den Teilnehmer — Der CBC hat noch nicht bekanntgegeben, ob er bei seinem Debüt einen nationalen Auswahlprozess oder einen internen Prozess nutzen wird.

Kanada ist nicht das erste nicht-europäische Land, das am Wettbewerb teilnimmt; Australien nimmt seit 2015 regelmäßig teil, und Israel und Marokko haben ebenfalls bereits mitgemacht; Die kanadische Öffentlich-Rechtliche Rundfunkanstalt wurde letzte Woche nach einer Associate-Mitgliedschaft Vollmitglied im EBU.

Kanadische Künstler in der Eurovision-Geschichte

Obwohl Kanada ein neuer offizieller Teilnehmer ist, haben kanadische Künstler bereits unter anderen Flaggen teilgenommen — Das bekannteste Beispiel ist Céline Dion, die 1988 für die Schweiz antrat und mit dem Lied „Ne Partez Pas Sans Moi“ gewann. Dion, die in Quebec geboren wurde, war damals noch relativ unbekannt.

Weitere kanadische Künstler haben ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen. Natasha St-Pier, die in New Brunswick aufwuchs, stellte Frankreich 2001, und La Zarra, aus Montreal stammend, stellte Frankreich 2023. 2023 beendete La Zarra mit ihrem Lied „Sauvage“ den Wettbewerb auf dem 16. Platz.

Die Beteiligung Kanadas am Eurovision-Publikum hat sich ebenfalls erhöht. Laut EBU stimmten kanadische Zuschauer 2026 mit den dritthöchsten Stimmen im Bereich „Rest der Welt“. Viele kanadische Fans reisten nach Wien, um die Live-Shows zu besuchen.

Weitere Auswirkungen und diplomatischer Kontext

Kanadas Teilnahme am Wettbewerb wird als Teil einer umfassenderen kulturellen und diplomatischen Ausrichtung auf die Europäische Union gesehen. Die Regierung Carney kündigte im November an, dass sie die Teilnahme am Eurovision Song Contest als Teil ihrer kulturellen Außenpolitik prüfte. Das Budget der Regierung 2024 enthielt 150 Millionen kanadischen Dollar für den CBC.

Der Generalsekretär des EBU, Noel Curran, sagte, dass Kanadas Vollmitgliedschaft „uns stärker macht“, während der Eurovision-Direktor Martin Green betonte, dass der Wettbewerb „weiterhin die Welt willkommen heißt“. Green hob hervor, dass der Wettbewerb, obwohl er in Europa entstand, seinen Einflussbereich auf Länder wie Kanada und Australien ausgeweitet hat.

Kanadas Eintritt in den Eurovision Song Contest erfolgt, während das Event mit einem teilweisen Boykott konfrontiert ist. Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien zogen sich von dem Wettbewerb 2026 zurück, nachdem der EBU entschieden hatte, Israel teilnehmen zu lassen. Green sagte, dass die Tür für diese Länder für 2027 weiterhin offen bleibe.

Kanadas Debüt fügt dem Wettbewerb eine neue Dimension hinzu, der in 2027 auf 35 Teilnehmer angewachsen ist. Der Wettbewerb wird voraussichtlich Millionen Zuschauer weltweit anziehen, wobei 130 Millionen Zuschauer das Event 2026 in Wien verfolgten.