Australische Polizei, die zu einer Leiche in einem Koffer gerufen wurde, stellte fest, dass es sich um eine lebensechte Puppe handelte. Der Koffer wurde von zwei Männern an der Straßenseite nahe dem kleinen Dorf Oallen entdeckt, etwa 230 Kilometer südwestlich von Sydney.
Erste Ermittlungen nach Leichenfund
Am Montag begann die Polizei mit einer Mordermittlung, was großes Interesse auslöste. Stunden später rückte sie jedoch zurück und erklärte, dass forensische Tests bewiesen hätten, dass der Inhalt nicht menschlich sei. „Die Gegenstände im Koffer wurden ursprünglich für menschliche Überreste gehalten, da sie sehr realistisch aussahen“, sagte Superintendent Linda Bradbury vom Hume Police District. „Aber wir haben durch andere Mittel bestätigt, dass es nicht der Fall ist.“
Die Puppe trug Kleidung, hatte Haare und eine Nasenpiercing, so die Polizei. Sie zeigte zudem Verletzungen, die wie Blutergüsse und Abschürfungen aussahen. Superintendent Bradbury sagte, dass forensische Teams und Ermittler den Fundort am Sonntag betreten hätten und alle Vorgaben befolgt worden seien. „Der Grundsatz ist, Ermittlungsstellen so wenig wie möglich zu stören, um die Integrität der Ermittlungen zu wahren“, sagte Bradbury. Sie fügte hinzu, dass sie „keine Reue“ über die Vorgehensweise empfinde.
Reaktion der Bevölkerung und Polizei
Stunden zuvor hatte Bradbury den Medien gesagt, dass es für die beiden Männer, die den Koffer fanden, eine „ziemlich erschreckende Entdeckung“ gewesen sei. „Sie waren am Wochenende unterwegs, wie viele Menschen es an den Wochenenden tun, und machten eine Pause“, sagte sie. Sie lobte, dass die Männer die richtige Entscheidung getroffen hätten, den Fund zu melden. „Sie waren gestern betroffen, und wir werden uns bei ihnen melden, um sie zu informieren, dass es sich nicht um menschliche Überreste handelte“, sagte Bradbury.
Der Independent berichtete, dass eine lokale Quelle sagte, ein Wanderer habe ein Bein und eine Hand einer Frau aus dem Gestrüpp hervorragen gesehen und die Polizei angerufen, da er dachte, es handle sich um eine Leiche. Die Polizei dachte zunächst, sie hätten eine Mordermittlung vor sich und rief ein forensisches Team. Sie stellten Beamte an beiden Enden der Straße, zwei forensische Fahrzeuge und weitere Ermittler suchten nach Hinweisen. Als sie schließlich die „Leiche“ herauszogen, erkannten sie den Fehler. Die Beamten lachten laut über die Situation. Die Puppe wurde als „sehr schmutzig, zerbrochen und überstrapaziert“ beschrieben.
Ermittlungen abgeschlossen, Vorgehensweise bestätigt
Die Polizei sagte, sie habe die „richtigen Verfahren“ angewandt, indem sie einen Gerichtsmediziner in den Wäldern nahe Kineton entsandte und eine Landstraße für 31 Stunden absperrte. Ein Sprecher fügte hinzu, dass die vermuteten Leichenteile tatsächlich „ein weggeworfenes, lebensechtes, lebensgroßes Puppenmodell“ seien. Die Ermittlungen wurden abgeschlossen, weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich.
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