London bereitet sich auf eine seltene und beeindruckende natürliche Erscheinung vor, als ein Sandsturm aus der Sahara über das Vereinigte Königreich zieht und den Himmel mit ungewöhnlichen roten, orangenen und goldenen Schattierungen färbt. Der Sand, der aus der Sahara stammt, hat tausende Meilen zurückgelegt und wird diese Woche während Sonnenauf- und -untergängen eine dramatische visuelle Darstellung erzeugen.

Wie erreichte der Sandsturm aus der Sahara London?

Der Sandsturm aus der Sahara erreichte das Vereinigte Königreich, nachdem er durch starke Winde im nördlichen Afrika in die Höhe gewirbelt und über Europa transportiert wurde. Sturm Regina, der kürzlich Teile der Iberischen Halbinsel traf, trug dazu bei, indem er warme Luft aus der Sahara zog und den Sand hoch in die Atmosphäre drückte. Die Sandpartikel werden nun durch ein Hochdrucksystem in Richtung Vereinigtes Königreich gelenkt, was zu einer seltenen und beeindruckenden Himmelsdarstellung führt.

Laut meteorologischen Berichten können die feinen Sandpartikel mehrere Tage in der Luft verbleiben, wodurch der Effekt über große Teile Süd- und Mittelenglands sichtbar ist. Dies bietet Londonern eine einzigartige Gelegenheit, die ungewöhnlichen Farben während Sonnenauf- und -untergängen zu beobachten, die besonders intensiv am Donnerstag und Freitag erwartet werden.

„Die Kombination aus Sand aus der Sahara und Sonnenlicht erzeugt einen Streueffekt, der den Himmel rot oder orange färbt“, sagte ein Sprecher des UK Met Office. „Dies ist eine seltene Erscheinung, aber sie tritt mehrmals pro Jahr auf, insbesondere in der späten Winter- und Frühjahrszeit, wenn die Winde aus Nordafrika am stärksten sind.“

Was ist ‘blutiger Regen’ und wie entsteht er?

Der Begriff ‘blutiger Regen’ bezeichnet Regen, der aufgrund der Anwesenheit von Staub- oder Sandpartikeln in der Atmosphäre rot oder orange aussieht. Wenn Regentropfen durch diese Partikel fallen, nehmen sie die Farbe auf und erzeugen den Eindruck von blutgetränktem Regen. Obwohl die Erscheinung dramatisch wirkt, ist ‘blutiger Regen’ vollkommen harmlos und stellt keine Gesundheitsrisiken dar.

Diese Erscheinung kann auch durch vulkanischen Asche oder Bodenpartikel verursacht werden, in diesem Fall ist jedoch der Sandsturm aus der Sahara die Hauptquelle. Der Effekt kann in Bereichen deutlicher wahrgenommen werden, in denen sich der Staub auf Oberflächen wie Autos, Fenstern und Outdoor-Objekten niederlässt.

„Obwohl es beunruhigend aussieht, ist der Staub für Menschen und Tiere nicht gefährlich“, sagte ein Vertreter der UK Environment Agency. „Es ist ein natürlicher Prozess, der in verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich des Vereinigten Königreichs, in der Vergangenheit beobachtet wurde.“

Was ist für die Woche zu erwarten?

Die Woche wird voraussichtlich trocken verlaufen, mit sonnigem Wetter am Donnerstag und weiteren sonnigen Phasen während des Rests der Woche. Die Tagestemperaturen werden zwischen 13 und 18 Grad Celsius liegen, mit leichten Winden und minimalen Niederschlägen. Diese Bedingungen ermöglichen es dem Sand aus der Sahara, in der Luft zu verbleiben und die intensiven Farben der Sonnenauf- und -untergänge zu verstärken.

Bis zum Wochenende könnte die Wolkenbedeckung leicht zunehmen, doch das Wetter wird insgesamt warm und trocken bleiben. Dies bietet Londonern eine verlängerte Gelegenheit, die ungewöhnlichen Himmelsdarstellungen zu genießen, bevor sich der Staubwolken auflöst.

Einwohner werden ermutigt, die klaren Himmel zu nutzen, um das seltene Phänomen zu beobachten, insbesondere während der frühen Morgen- und späten Abendstunden. Der Effekt wird voraussichtlich in England und Wales am deutlichsten sichtbar sein, wo kühlere und klarere Luft aus dem Westen am Ende der Woche eintrifft.

Das letzte Mal, als ein so bedeutender Sandsturm aus der Sahara im Vereinigten Königreich beobachtet wurde, war 2020, als ähnliche Himmel über Südengland gemeldet wurden. Wissenschaftler vermerken, dass solche Ereignisse aufgrund sich verändernder Wettermuster und zunehmender Wüstenbildung in Nordafrika häufiger werden.

Während sich der Staubwolken weiter bewegt, werden Meteorologen seine Bewegung überwachen und Updates zu seinem potenziellen Einfluss auf die Luftqualität und Sichtweite bereitstellen. Obwohl das Phänomen visuell beeindruckend ist, erinnert es an die komplexen und miteinander verbundenen globalen Wetter-Systeme.