Ein McLaren F1 im Wert von rund 160 Millionen Hongkonger Dollar fuhr am 22. Februar 2026 durch Hongkongs belebte Straßen. Passanten hielten den Atem an und fotografierten das britische Icon im Stadtgewimmel.
Bilder in sozialen Medien zeigen das Fahrzeug zwischen Wolkenkratzern und Doppeldeckerstraßenbahnen. Ein viraler Post verglich es mit einer Luxuswohnung auf Rädern. In Hongkong kosten erstklassige Quadratmeter ähnlich viel.
Der McLaren F1 debütierte 1992 unter der Formel-1-Abteilung. Chefentwickler Gordon Murray und Designer Peter Stevens schufen das Fahrzeug als Gipfel der straßentauglichen Leistung. Bis 1998 entstanden nur 106 Exemplare, darunter Sonderanfertigungen. Die Knappheit treibt Auktionspreise in die Höhe.
Ein maßgefertigter 6,1-Liter-BMW-S70/2-V12-Motor treibt den Wagen an. 1998 erreichte ein Prototyp 386,4 km/h und stellte den Guinness-Rekord für das schnellste Serienfahrzeug auf. 1995 siegte die Rennvariante F1 GTR bei den 24 Stunden von Le Mans.
Der F1 führte Neuerungen ein. Er nutzte als erstes Serienauto ein Vollcarbon-Monocoque-Chassis. Das reduzierte das Gewicht und steigerte die Steifigkeit. Das Cockpit bietet drei Sitze. Der Fahrer sitzt mittig und vorn für optimale Sicht.
Fahrzeugexperten loben den F1. Zeitschriften wie Autocar und Top Gear zählen ihn zu den besten Straßenautos aller Zeiten. Prominente wie Lewis Hamilton besaßen Exemplare. Das mehrt den Mythos.
Hongkongs enge Straßen und hohe Immobilienpreise machen die Sichtung surreal. Behörden gaben keine Auskunft zum Besitzer oder Kennzeichen. Das Ereignis unterstreicht die globale Anziehungskraft des Wagens.
Im Netz explodierte die Debatte nach der Sichtung. Nutzer auf Instagram und X teilten Videos vom Auto an Ampeln. Die Flügeltüren glänzten unter Natriumlampen. „Unglaublich im HK-Verkehr“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer betonte die Ironie: Ein Rennwagen, der Lieferfahrrädern ausweicht.
Der Wert des F1 stieg stark. Bei RM Sotheby’s und Gooding & Company erzielten kürzlich Exemplare mit geringer Laufleistung über 20 Millionen US-Dollar, etwa 156 Millionen HK$. Hongkongs Steuervorteile für Sammler lockten das Auto wohl aus dem Festland.
Ob der Fahrer eine Stadtrunde plante oder nur kurz fuhr, bleibt offen. Der McLaren F1 erinnerte Hongkonger daran, dass Automobilgeschichte ihre Straßen teilt.
Comments
No comments yet
Be the first to share your thoughts