Elon Musks xAI und SpaceX wurden von Mississippi-Bewohnern verklagt. Die Kläger werfen den Unternehmen vor, dass eine Kraftwerksanlage, die nahegelegene Rechenzentren versorgt, „überall präsente und unvermeidbare“ Lärmbelastungen verursacht. Diese hätten die Gesundheit der Anwohner geschädigt und den Wert ihrer Häuser gesenkt.

Öffentlicher Ärger und angebliche Fahrlässigkeit

Die Klage, die am Dienstag im Bundesgericht in Oxford, Mississippi, eingereicht wurde, wirft Musk und seinen Unternehmen vor, sie hätten die Störung fahrlässig nicht eingedämmt und durch übermäßigen Lärm einen öffentlichen Ärger verursacht. Drei Bewohner haben die Klage im Namen einer Schadensgruppe angemeldet, die aus mehr als 10.000 Mitgliedern besteht.

Die Klage betont, dass der Boom um künstliche Intelligenz (KI) in vielen US-Gemeinschaften Chaos verursacht. Tausende von Bewohnern würden dadurch nahezu ständig Lärm und Vibrationen ausgesetzt.

Kläger fordern Schadensersatz und Gewinnausschüttung

Zudem verlangen sie die Auszahlung eines nicht näher bezeichneten Betrags an Gewinnen. Die Kläger fordern Schadensersatz für angebliche seelische Belastungen, sinkende Grundstückswerte und andere Schäden.

SpaceX und xAI reagierten nicht unverzüglich auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters. Auch MZX Tech, eine Tochtergesellschaft von xAI, wurde als Beklagte genannt. Elon Musk selbst ist nicht Partei in der Klage.

Robert Wiygul, Anwalt der Kläger, sagte in einer Erklärung: „Unsere Häuser sollten uns einen Schutz vor der Welt bieten.“ Doch, fügte er hinzu, „wenn sie 24 Stunden am Tag von Lärm überrannt werden, nimmt uns das die grundlegende Ruhe, die ein gutes und anständiges Leben ausmacht.“

Investitionen und Umweltbedenken

Mehr als 20 Milliarden Dollar investierte xAI in die Anlage in Southaven mit Unterstützung des mississippiischen Gouverneurs Tate Reeves. Gasgetriebene Turbinen in Southaven versorgen laut der Klage Rechenzentren in und um Southaven mit Energie.

Im April brachte die Zivilrechtsgruppe NAACP eine Klage gegen xAI ein. Sie wirft dem Unternehmen vor, US-Umweltvorschriften verletzt zu haben. Die Klage ist noch anhängig.

Das US-Rechtswesen signalisierte in einer Gerichtsakte im vergangenen Monat, dass es in die NAACP-Klage eingreifen könnte. In der Begründung hieß es, der Streit wirft rechtliche und politische Fragen auf, insbesondere bezüglich der Rolle der Regierung bei der Infrastruktur für künstliche Intelligenz.