Natalie Harp, 35, ist eine prominente Figur in Donald Trumps inneren Kreis. Sie zog die Öffentlichkeit auf sich, nachdem der demokratische Senator Jon Ossoff Trump verspottete, weil er lieber mit Natalie reise, statt die Arbeit des Präsidenten zu erledigen. Harp trägt den Titel Sonderbeauftragte des Präsidenten. Man beschreibt sie als die engste Mitarbeiterin Trumps. Sie begleitet ihn oft auf Flügen, im Oval Office und zu Golfpartien.
Von Knochenkrebs zu Trumps Kampagne
Harp stieg 2019 in die Öffentlichkeit, als sie Trump für ihr Leben dankte. Sie sagte im Fox News, sie habe Stufe 2 Knochenkrebs diagnostiziert bekommen. Der Right to Try Act, den Trump 2018 unterzeichnete, erlaubte ihr, an experimentellen Behandlungen teilzunehmen. Nach ihrem Auftritt lud Trump sie ein, bei der Republikanischen Nationalkongresskampagne 2020 zu sprechen. Sie sagte dort: „Sie haben mir nicht das Recht gegeben, an experimentellen Behandlungen teilzunehmen, Herr Präsident. Sie haben es getan, und ohne Sie wäre ich abgewartet worden, bis sie genehmigt wurden.“ Trump lobte angeblich ihre Leistung, indem er sagte, sie habe „das Fernsehbildschirm erstrahlt, wie es nur wenige Leute getan haben.“
Der Washington Post berichtete später, dass Mediziner ihre Behauptungen in Frage stellten. Sie merkten an, dass der Right to Try Act ihr nicht den Zugang zur Behandlung ermöglicht hätte, da das Medikament bereits von der FDA genehmigt worden sei.
Von TV-Moderatorin zum Weißen Haus
Nach Trumps Niederlage bei der Wahl 2020 wurde Harp Moderatorin bei der konservativen Fernsehsender One America News Network (OAN). Dort wurde sie eine lautstarke Verfechterin von Trump und eine prominente Stimme im Wahlbestreiter-Bewegung. Sie verließ OAN 2022, um sich wieder Trumps Kampagne anzuschließen. Ihre Rolle im Weißen Haus ist offiziell die einer Exekutivassistentin. Diese Position ist normalerweise für Planung, Kommunikation und Logistik zuständig. Laut mehreren Quellen scheint Harps Einfluss jedoch weit darüber hinauszugehen. Sie wird als „überall anwesend“ beschrieben, indem sie Trump positive Nachrichten und Social-Media-Posts weitergibt. Dafür hat sie sich den Spitznamen „der menschliche Drucker“ erarbeitet.
Ihre enge Beziehung zu Trump hat auch Kritik hervorgerufen. Im Januar 2023 berichtete CNN, dass Harp wütend wurde, als sie keinen Sitz im Motorrad eskortiert von Trump bekam. Sie sprang dann in den Kofferraum eines SUV, um nicht zurückgelassen zu werden. Ihr getrennt lebender Bruder sagte CNN, sie habe eine „ungesunde Besessenheit“ mit dem Präsidenten.
Öffentliche und politische Reaktionen
Der demokratische Senator Jon Ossoff löste mit seinen Äußerungen bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia weitere Medienaufmerksamkeit aus. Er verspottete Trump dafür, dass er „seinen Ballsaal baut und mit Natalie auf ihrem angeblich ungeschützten Flugpalast reist.“ Trump antwortete, indem er Ossoff „Pee-wee Herman“ nannte und sagte, er „würde viel lieber andere Dinge tun.“
Das Weiße Haus bezeichnete Harp als „eine der loyalsten und härtest arbeitenden Teammitglieder.“ Gleichzeitig machte die Comedian Rosie O’Donnell Witze über Trump und Harp im Programm „Jimmy Kimmel Live!“. Sie sagte: „Man muss sich klar machen, dass es Zeit ist, den Zylinder abzulegen und sich von Natalie ins Bett stecken zu lassen.“ Der Kommentar löste laut Gelächter und Applaus im Publikum aus.
Trotz der Kontroversen bleibt Harp eine sichtbare und vertrauenswürdige Figur in Trumps Umfeld. Ihre Rolle und Einfluss spiegeln die persönliche und oft unkonventionelle Natur der aktuellen Regierung wider. Mit Blick auf die bevorstehende Wahl 2024 wird ihre Anwesenheit im Weißen Haus wahrscheinlich weiterhin ein Diskussions- und Spekulationspunkt bleiben.
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