Ein Luftangriff der nigerianischen Luftwaffe, der Dschihadisten ins Visier nahm, traf einen Markt im nordöstlichen Nigeria und tötete mehr als 100 Menschen, berichteten Amnesty International und lokale Medien.

Behörden bestätigen Schussfehler ohne Details

Behörden bestätigten, dass ein Schussfehler aufgetreten sei, gaben aber keine Details bekannt. Der Vorfall ereignete sich in einem Dorf im Bundesstaat Yobe in der Nähe der Grenze zu Borno, der seit über einem Jahrzehnt das Zentrum der Dschihadisteninsurgierung ist.

Amnesty bestätigt Opferzahlen

Amnesty International bestätigte, dass mindestens 100 Menschen bei dem Luftangriff getötet wurden. Die Organisation sprach mit Überlebenden, mit Personal im Krankenhaus, mit der Person, die für die Opfer zuständig ist, sowie mit den Opfern selbst, um die Zahlen zu überprüfen.

Geschichte von Zivilopfern bei Luftangriffen

Die nigerianische Armee führt häufig Luftangriffe durch, um bewaffnete Gruppen zu bekämpfen, die sich in großen Waldgebieten verstecken — Laut einer Zählung der Associated Press wurden diese Operationen seit 2017 mindestens 500 Zivilisten das Leben gekostet.

Sicherheitsanalysten wiesen auf Lücken in der Informationsbeschaffung hin sowie auf unzureichende Koordination zwischen Bodentruppen, Luftkräften und Gruppen, and Diese Probleme haben Bedenken hinsichtlich der Effektivität und Sicherheit militärischer Operationen in der Region ausgelöst.

Die Regierung von Yobe bestätigte in einer Erklärung, dass ein nigerianischer militärischer Angriff ein Zentrum der Dschihadistengruppe Boko Haram im Gebiet ins Visier genommen habe; Die Regierung sagte, dass „einige Menschen …, die zum Jilli-Wochenmarkt gingen, betroffen wurden.“

Isa Sanusi, Leiter von Amnesty International in Nigeria, sagte: „Wir sind mit Menschen dort in Verbindung; wir sprachen mit dem Krankenhaus — wir sprachen mit der Person, die für die Opfer zuständig ist, und wir sprachen mit den Opfern selbst.“

Die nigerianische Luftwaffe reagierte nicht sofort auf Anfragen, während der Vorfall zu neuen Forderungen nach Transparenz und Verantwortung in militärischen Operationen gegen Dschihadistengruppen führte.

Lokale Medien und Menschenrechtsgruppen forderten die Regierung auf, den Vorfall gründlich zu untersuchen und Schritte zu unternehmen, um solche Tragödien in der Zukunft zu verhindern — Sie forderten auch eine bessere Koordination zwischen militärischen und zivilen Behörden, um sicherzustellen, dass Luftangriffe unschuldige Zivilisten nicht verletzen.

Die nigerianische Armee wurde in der Vergangenheit wegen Zivilopfern während Luftangriffen kritisiert; dieser neueste Vorfall hat die Bedenken von Menschenrechtsorganisationen und lokalen Gemeinschaften, die von dem laufenden Konflikt betroffen sind, verstärkt.

Bewohner des betroffenen Gebiets drückten Entsetzen und Wut über den Angriff aus und beschrieben ihn als traurigen Verlust von Leben — viele forderten eine unabhängige Untersuchung, um die Ursache des Schussfehlers zu ermitteln und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Amnesty International wiederholte ihre Forderung an die nigerianische Regierung, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die Probleme von Zivilopfern in militärischen Operationen zu adressieren. Die Organisation forderte die Regierung auch auf, die Informationsbeschaffung zu verbessern und die Koordination zwischen militärischen und zivilen Behörden zu stärken, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Da sich die Situation weiter entwickelt, beobachtet die internationale Gemeinschaft genau, wie die nigerianische Regierung auf den Vorfall reagiert und welche Schritte sie unternehmen wird, um die Sicherheit von Zivilisten in zukünftigen militärischen Operationen zu gewährleisten.