Nike kündigt weltweit rund 1.400 Arbeitsplätze an, vor allem in der Technik, im Zuge von Bemühungen, die Geschäftsabläufe zu optimieren und in Automatisierung zu investieren; Die Entlassungen, die COO Venkatesh Alagirisamy bekannt gab, betreffen weniger als 2 % der weltweiten Belegschaft und Mitarbeiter in Nordamerika, Asien und Europa. Betroffene Mitarbeiter erhalten ab Donnerstag die Kündigungen, teilte das Unternehmen mit.
Restrukturierung und Automatisierung
Die Reduzierung von Stellen ist Teil einer umfassenden Strategie, um Nike für langfristiges und profitables Wachstum zu positionieren. Alagirisamy betonte, dass die Kündigungen „der nächste Schritt im bereits begonnenen Prozess“ seien und dass das Ziel darin bestehe, das Unternehmen zu vereinfachen und die Automatisierung zu beschleunigen.
Diese Runde von Entlassungen folgt auf vorangegangene Kürzungen im Jahr 2025. Im Januar裁员了775 Stellen in US-basierten Verteilzentren aufgrund gestiegener Automatisierung. Im Sommer 2025 reduzierte das Unternehmen zudem weniger als 1 % der Geschäftsleitungsstellen im Rahmen weiterer Restrukturierungsmaßnahmen. Die neuesten Kürzungen erhöhen die Gesamtzahl der Arbeitsplatzverluste in den letzten zwölf Monaten auf fast 2.200.
Laut dem Bericht zum dritten Geschäftsquartal warnte Nike, dass die Umsätze für den Rest des Jahres weiter sinken würden, mit einem erwarteten Rückgang von 20 % in China im aktuellen Quartal. CEO Elliott Hill versucht, das Unternehmen nach Jahren rückläufiger Umsätze zu stabilisieren, doch die Herausforderungen bleiben bestehen.
Produktinnovationen und Kontroversen
Trotz der Restrukturierungsmaßnahmen investiert Nike weiterhin in Produktinnovationen. Das Unternehmen stellte kürzlich den Pegasus 1 Golf vor, eine überarbeitete Version seiner beliebten Laufschuhe. Das Modell transformiert den Pegasus in eine gepanzerte Silhouette, die für Golf geeignet ist, und markiert den lang erwarteten Einstieg in einen neuen Sport. Der Schuh kombiniert Cushlon-Schaum aus früheren Pegasus-Modellen mit ReactX für eine verbesserte Leistung.
Die Marke hat jedoch auch PR-Probleme. Bei der Boston Marathon im April löste Nike eine Kontroverse aus, als ein Banner mit der Aufschrift „Runners welcome. Walkers tolerated.“ (Laufende willkommen. Gehende toleriert.) hing. Der Spruch wurde als elitär kritisiert und behinderte Menschen oder Langsamgänger, die aufgrund von Verletzungen oder anderen Einschränkungen langsamer unterwegs sind, ausgeschlossen. Nach der Kritik entfernte Nike das Schild und ersetzte es durch „Movement is what matters.“ (Bewegung ist das Wichtige).
Branchenanalysten wiesen auf den Vorfall hin, der als Rückschlag für Nike in der Laufbranche gilt, ein Bereich, der traditionell eine Stärke der Marke war. BI berichtete, dass der Marketingfehlschlag in einem Geschäftszweig stattfand, der für den Erfolg und die Zuversicht des Unternehmens entscheidend war.
Marktreaktion und Einzelhandelstrends
Die neueste Kursentwicklung von Nike war gemischt. An dem Tag, an dem die Restrukturierung bekannt gegeben wurde, stiegen die Aktienkurse des Unternehmens leicht in der Nachbörse. Seit Anfang des Jahres ist der Kurs von Nike jedoch um etwa 30 % gefallen. Im Vergleich dazu ist der S&P 500 um etwa 38 % gestiegen.
Die Nachfrage nach Nike-Produkten bleibt im Einzelhandel stark. In Deutschland bietet der Modehändler Breuninger derzeit bis zu 50 % Rabatt auf Nike-Produkte im Rahmen eines großen Sneaker-Angebots. Der Sale umfasst eine breite Palette an Modellen, von sportlichen bis hin zu alltäglichen Designs, und beinhaltet populäre Modelle wie die Nike Air Force 1. Die Aktionen zeigen, dass Nike weiterhin eine starke Anziehungskraft im Sneaker-Markt hat, trotz der jüngsten Herausforderungen im Unternehmen.
Während Nike diese Veränderungen meistert, steht das Unternehmen vor der Herausforderung, Kostenreduzierung mit Markentreue und Produktinnovationen in Einklang zu bringen. Die Restrukturierung und Automatisierungsmaßnahmen sollen Geschäftsabläufe vereinfachen und Kosten senken, doch das Unternehmen muss zudem seine Position als Marktführer im globalen Sportbekleidungsmarkt behalten.
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