Northcote College kündigte an, den Campus nächste Woche für den Abriss eines durch Feuer schwer beschädigten Gebäudes zu schließen. Das älteste Gebäude der Schule enthält Asbestmaterialien.

„Das Bildungsministerium und Spezialfirmen haben uns geraten, den Platz für den sicheren Abriss zu schließen“, hieß es in einer Mitteilung an Eltern. Schulleiter betonten, das Wohl von Schülern und Personal stehe im Vordergrund.

Ein Sprecher äußerte Bedauern über den Verlust des historischen Baus. Die Schule lobte das Verhalten von Schülern und Lehrern während des Vorfalls. Ein Schüler berichtete Reportern: Zuerst stellten sich Klassen auf dem Sportfeld auf, dann zogen sie auf die Plätze um, als die Flammen um sich griffen. Lehrer blieben zunächst ruhig, wurden aber zunehmend gestresst.

Die Feuerwehr erhielt um 12:17 Uhr Alarm. Einsatzkräfte trafen um 12:29 Uhr ein, 12 Minuten später als die üblichen sieben Minuten. Grund war ein Streik der New Zealand Professional Firefighters Union von 12 bis 13 Uhr. Freiwillige Feuerwehrleute übernahmen den Einsatz.

Videos vom Schulgelände zeigen riesige Flammen aus dem Block und dicke schwarze Rauchwolken. Fire and Emergency New Zealand warf der Gewerkschaft „Wetten mit der öffentlichen Sicherheit“ vor. Behörden forderten ein Ende zukünftiger Streiks.

NZPFU-Vizepräsident Martin Campbell wies die Vorwürfe zurück. Er nannte den Vorfall „ein weiteres Versagen von Fire and Emergency New Zealand“. Die Verzögerung liege allein bei der Behörde, sagte er.

Es ist der zweite große Brand am Northcote College innerhalb von etwas über einem Jahrzehnt. Im September 2014 zerstörte ein Feuer den Technikblock, den E-Block. Der Samstagsbrand ereignete sich während der Gewerkschaftsaktion, die die NZPFU in sozialen Medien bestätigte.

Der Abriss soll die freigelegte Asbestverkleidung beseitigen. Die Schule nannte keinen Zeitplan für die Wiedereröffnung oder Alternativen zum Unterricht. Eltern erhielten per E-Mail Infos zur ruhigen Evakuierung.

Feuerwehrkräfte bekämpften das Feuer nach Ankunft erfolgreich. Verletzte gab es nicht. Ermittler prüfen weiter die Brandursache.