Nvidia führte dienstags eine Rally im Technologie-Sektor an. Die Aktie des Chipherstellers kletterte um 2,01 Prozent auf 135,72 Dollar. Investoren setzten auf anhaltende Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz.
Der Zuwachs kompensierte Schwächen in der Branche. Advanced Micro Devices fiel um 2,70 Prozent auf 148,32 Dollar. Texas Instruments gewann 0,45 Prozent auf 199,84 Dollar. Analog Devices sprang um 3,48 Prozent auf 241,56 Dollar.
Diese Gewinne trieben den Philadelphia Semiconductor Index um 0,8 Prozent höher. Der Handel fand am Nachmittag statt.
Finanzwerte stabilisierten sich nach kürzlicher Volatilität. JPMorgan Chase stieg um 0,13 Prozent auf 210,45 Dollar. Wells Fargo legte um 0,34 Prozent auf 59,12 Dollar zu. Visa fiel leicht um 0,25 Prozent auf 274,85 Dollar.
Der KBW Bank Index gewann 0,2 Prozent. Analysten von Keefe, Bruyette & Woods begründeten dies mit stabilen Einlagen und Kreditwachstum.
Kommunikationsdienstleister hinkten nach. Meta Platforms verlor 1,50 Prozent auf 504,21 Dollar. Alphabet Class A sank um 0,8 Prozent auf 183,45 Dollar. Class C fiel um 0,9 Prozent auf 182,67 Dollar.
Verbrauchergüteraktien gaben nach. Procter & Gamble verlor 0,6 Prozent auf 169,82 Dollar. Coca-Cola rutschte um 0,4 Prozent auf 68,95 Dollar ab. Händler nannten steigende Inputkosten als Grund.
Die großen Indizes zeigten gemischte Ergebnisse. Der S&P 500 stieg um 0,4 Prozent auf 5.987,32 Punkte. Der Dow Jones Industrial Average gewann 0,3 Prozent auf 43.215,87 Punkte. Der Nasdaq Composite legte um 0,6 Prozent auf 19.437,89 Punkte zu.
Das Handelsvolumen betrug 8,2 Milliarden Aktien. Das liegt unter dem 30-Tage-Durchschnitt von 9,1 Milliarden. An der New York Stock Exchange übertrafen steigende Kurse fallende mit 1.920 zu 1.456.
Investoren ignorierten neue Daten. Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im Oktober um 0,1 Prozent. Das verfehlte Schätzungen von 0,3 Prozent. Das Handelsministerium führte den Ausfall auf Hurrikanstörungen zurück.
Fed-Vertreter blieben aktiv. Atlanta-Fed-Präsident Raphael Bostic spricht mittwochs über Geldpolitik. Märkte sehen nach CME FedWatch-Daten eine 95-prozentige Wahrscheinlichkeit für keine Zinssenkung im Dezember.
Nvidias Schwung baut auf der Vorwoche auf. Dort übertraf der Umsatz 35 Milliarden Dollar durch Datencenter-Verkäufe. CEO Jensen Huang hob die Nachfrage nach Blackwell-Chips hervor.
Analysten von Piper Sandler hoben das Kursziel für Nvidia auf 145 Dollar an. Sie begründeten dies mit Ausgaben für KI-Infrastruktur. Die Aktie hat sich seit Januar verdoppelt. Treiber sind Aufträge von Microsoft und Amazon.
AMDs Rückgang folgte einer Herabstufung durch Rosenblatt Securities. Das Kursziel sank auf 175 Dollar wegen Wettbewerbsdrucks. Die Aktie notiert bei 32-fachem Vorwärtsgewinn. Nvidia liegt bei 45-fach.
JPMorgan legt freitags Quartalszahlen vor. Konsens erwartet 4,35 Dollar pro Aktie bei 43,8 Milliarden Dollar Umsatz, nach FactSet-Schätzungen.
Optionshandel signalisierte Optimismus bei Nvidia. Call-Volumen war dreifach so hoch wie im Durchschnitt. Bei Meta stieg Put-Kauf, als Absicherung gegen Werbeeinbußen.
In Europa gewann der Stoxx 600 um 0,5 Prozent dank Bankbilanzen. Japans Nikkei schloss 0,7 Prozent höher trotz Yen-Stärke.
US-Terminmärkte deuten auf höhere Eröffnung mittwochs hin. Nvidia-Optionen laufen freitags aus. Das könnte Schwankungen verstärken.
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