Ölpreise stiegen nach einer Fernsehansprache von US-Präsident Donald Trump zur Iran-Krise, berichtete die BBC. Der Benchmark-Brent-Rohölpreis stieg um 4,8 Prozent auf 106,02 Dollar pro Barrel, nachdem Trump gesprochen hatte, während der West Texas Intermediate um 4 Prozent auf etwa 104 Dollar kletterte. Trump rief Länder dazu auf. Die Schifffahrtsroute im Golf von Oman offen zu halten, und argumentierte, dass die USA keine Energie aus der Region benötigen.
Golf von Oman bleibt ein zentrales Thema
Der Golf von Oman ist für die globale Wirtschaft von Bedeutung, da etwa 20 Prozent der weltweiten Energie durch den schmalen Schifffahrtskanal fließen. Allerdings ist der Wasserweg seit Beginn des Konflikts effektiv geschlossen worden, als Iran auf US- und israelische Angriffe reagierte und Schiffe, die den Kanal nutzen, bedrohte. Trumps Rede gab laut Alberto Bellorin von InterCapital Energy keinen konkreten Zeitplan für die Wiedereröffnung des Kanals.
Bellorin betonte. Dass die Preisanstiege im Ölmarkt eine ‘klare Marktreaktion’ auf die frühere Zuversicht bezüglich eines bevorstehenden Waffenstillstands darstellen; Er fügte hinzu, dass ein Rückkehr zu normalen Bedingungen jetzt ‘Monate statt Wochen’ entfernt sei. Trumps Äußerungen haben die Hoffnung zerstört, dass Störungen bei globalen Energieversorgungen rasch gelöst werden, sagte Bellorin.
Märkte in Asien und den USA reagieren
Hauptaktienindizes in Asien sanken nach Trumps Rede, wodurch frühere Gewinne verloren gingen; der Nikkei 225 in Japan fiel um 1,9 Prozent, der Kospi in Südkorea um 3,5 Prozent und der Hang Seng in Hongkong um 1 Prozent. Die Aktienmärkte in Asien sind seit Beginn des Iran-Konflikts im Februar instabil, da die Region besonders anfällig für die Auswirkungen des Konflikts ist, da sie stark von Energieversorgung aus dem Nahen Osten abhängt.
Auch US-Aktienfuturen sanken. Die Wall Street wird am Donnerstag mit einem niedrigeren Start erwartet — Future-Kurse für den Dow Jones und den S&P 500 lagen um 1 Prozent niedriger, während Nasdaq-Future-Kurse um etwa 1,4 Prozent sanken. Aktienfuture-Kurse sind Verträge. Die Investoren ermöglichen, einen Aktienindex zu einem festen Preis an einem zukünftigen Datum zu kaufen oder zu verkaufen, und dienen als Wette auf die Marktrichtung.
Trump-Optimismus treibt Märkte an
Trumps frühere Äußerungen, dass der Iran-Krieg innerhalb von ‘zwei bis drei Wochen’ enden werde, hatten zu einem Anstieg der globalen Aktienmärkte geführt. Der Brent-Rohölpreis sank am Mittwoch auf 98,35 Dollar pro Barrel, was mehr als 15 Prozent unter dem Vortag lag und den niedrigsten Stand in einer Woche darstellte. Allerdings erholte sich der Preis später und schloss bei 102 Dollar.
In Asien stieg der Nikkei in Japan um 5 Prozent. Der Kospi in Südkorea sprang um 8 Prozent, der Hang Seng in Hongkong um 2 Prozent und der CSI 300-Index in China um 1,7 Prozent. Europäische Aktienmärkte folgten dem Anstieg in Asien, wobei der UK-FTSE 100 um 1,8 Prozent stieg, was den größten Tagesgewinn in fast einem Jahr darstellte — der Europa Stoxx 600-Index stieg um 2,4 Prozent.
Trump sagte am Dienstag: „Jetzt beenden wir die Arbeit. Ich denke, in zwei Wochen oder vielleicht ein paar Tage länger, werden wir die Arbeit erledigen. Wir wollen alles, was sie haben, ausschalten.“ Die Äußerungen lösten eine Erleichterung in den US-Aktienmärkten aus, wobei der S&P 500 am Beginn des Handels um 2,9 Prozent stieg und am Ende um 0,72 Prozent höher schloss.
Emma Wall, Chef-Investitionsstrategin bei Hargreaves Lansdown, sagte, dass Märkte „die Optimismus der Regierung glauben“ würden. Sie fügte hinzu, dass Trumps Äußerungen eine bevorstehende US-Sieg und Abzug aus der Region andeuten, aber Energieunterbrechungen noch einige Monate andauern würden, was wahrscheinlich Inflation und Wachstum beeinflussen würde.
City-Händler begannen, ihre Wetten auf Zinserhöhungen in Großbritannien in diesem Jahr zu verringern. Geldmärkte berechneten etwa 41 Basispunkte Zinserhöhung für den britischen Zinssatz bis Ende 2026, was darauf hindeutet, dass Investoren nicht mehr mit zwei Quartalszinssteigerungen rechnen. Am Dienstag hatte der Markt 66 Basispunkte Zinserhöhung bis Weihnachten erwartet, was zwei Zinserhöhungen bedeutet hätte.
Der Goldpreis, der am Dienstag um 3,5 Prozent stieg, erhöhte sich am Mittwoch um weitere 2,5 Prozent und erreichte den höchsten Stand in fast zwei Wochen, über 4.786 Dollar pro Unze. Die Schwankungen im Ölpreis und geopolitische Spannungen führen weiterhin zu Volatilität auf globalen Märkten, wobei Investoren Trumps nächste Schritte im Iran-Konflikt genau beobachten.
Kommentare
Noch keine Kommentare
Be the first to share your thoughts