New Delhi — Laut der OECD-Prognose wird das reale BIP-Wachstum Indiens im Haushaltsjahr 2026-27 bei 6,2 Prozent liegen und im Folgejahr auf 6,4 Prozent steigen — Der Haupttreiber für diese Entwicklung wird private Konsumausgaben sein. Reale Einkommen steigen, während die Inflation niedrig bleibt und Konsumsteuern sinken.
US-Zölle hätten die Exporte bedroht. Doch Indien passt sich schnell an. Mit der Zersplitterung der WTO dominieren nun regionale Abkommen und bilaterale Verträge. New Delhi hat Abkommen mit entwickelten Ländern unterzeichnet, um den Marktzugang zu verbessern. Es hat auch Verträge mit den meisten Ländern des Regionalen umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (RCEP) geschlossen, obwohl es nicht offiziell dem Block beigetreten ist. Zielgerichtete Geografie spielt eine Rolle, ebenso wie Gespräche mit wichtigen bilateralen Partnern.
Der Haushaltsplan 2026 entspricht dieser Entwicklung. Beamte haben ihn unter dem Motto ‘Viksit Bharat’, also ‘Entwickeltes Indien’, formuliert, mit Fokus auf die Vereinfachung des Geschäftsgeistes. Maßnahmen zielen auf digitale Handelsabkommen, Steuerstabilität, leichtere Compliance, vertrauensbasierte Zollverfahren und Anreize für Investoren ab. Kürzlich geschlossene Abkommen mit wirtschaftlichen Giganten haben das Vertrauen in die Handelsstrategie Indiens gestärkt.
Ein US-Abkommen umgeht rücksichtslose Zölle. Es passt zu einem breiteren Schwerpunkt von Protektionismus zu staatlicher Unterstützung und exportorientierten Abkommen. Der Haushaltsplan stellt internationale Handel und Exporte in den Mittelpunkt der Wachstumspläne. Das spiegelt den Wirtschaftsbericht wider und signalisiert den Einsatz für eine wettbewerbsfähige, widerstandsfähige Wirtschaft, die in globale Lieferketten integriert ist.
Makroökonomische Stabilität ist der Schlüssel zu diesem Ansatz. Haushaltsdisziplin und öffentliche Investitionen untermauern Reformen. Exportwachstum verspricht Arbeitsplätze, industrielle Modernisierung, Devisen und Lieferkettenverbindungen. Dienstleistungen, Industrie und Infrastruktur erhalten Aufmerksamkeit. Spezialwirtschaftszone expandieren. Initiativen umfassen Biopharma SHAKTI, Semiconductor Mission 2.0, Elektronikkomponentenprogramme, seltene Erde Korridore und chemische Parks.
Der Haushaltsplan steigert die Produktion in strategischen und arbeitsintensiven Sektoren. Das schafft Exportvorteile und verringert die Abhängigkeit von Importen. Stakeholder drängten auf eine Zollreform – eine Rationalisierung der Zolltarife und regulatorische Änderungen – um den Handel zu erleichtern. Die Regierung reagierte mit Schritten zu investorenfreundlichen Systemen.
Freihandelsabkommen beugen Zöllen vor. Nichtzollbarrieren benötigen gleichen Fokus. Sie bauen Vertrauen bei Verbrauchern, öffnen Märkte und passen sich globalen Standards an. Die WTO weist Importlizenzen, Zollobjektivierung, Vorkontrollen, Ursprungsregeln und Investitionseinschränkungen als Hürden aus. Indien kämpft mit produktbezogenen Lizenzierungen, sanitären Maßnahmen, Zertifizierungsschwierigkeiten, langsamen Genehmigungen und FDI-Grenzen, sowie Anti-Dumping-Zöllen.
Mukesh Butani, Managing Partner bei BMR Legal Advocates, und Associate Spandana Koona betonen diese Druckpunkte. Während Indien sich aus der multilateralen Zersplitterung in die FTA-Ära bewegt, ist die Konsolidierung von Zoll- und Nichtzollbarrieren entscheidend. Grundlegende Bedürfnisse der Industrie müssen die Politik prägen. Korrekturen bei Zollverfahren könnten den Handel fließen lassen.
Haushaltsmittel spiegeln Prioritäten wider. Die Mittel für Frauen und Kinder stiegen um 11,55 Prozent auf 5,01 Billionen Rupien. Madhya Pradesh hat mit einem Haushalt von 4,38 Billionen Rupien Fokus auf Landwirte und Frauenwohl. Der Handelsminister Piyush Goyal betonte, dass Indien seine defensive Handelsposition zugunsten zukunftsorientierter Abkommen abgelegt hat.
Nissan zielt auf 100.000 Exporte im Haushaltsjahr 2027 ab, als Teil seiner Wiederbelebung in Indien. Der Haushaltsplan zielt auch auf Logistikresilienz für langfristige Exportvorteile ab. Diese Schritte positionieren Indien als vertrauenswürdigen globalen Partner und beschleunigen die Ziele von Viksit Bharat inmitten von multipolaren Veränderungen.
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