PORT ALLEGANY, Pa. — OpenCxMS Technologies teilte am Donnerstag mit, zwischen dem 4. und 17. Februar 15 vorläufige Patentanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt eingereicht zu haben. Die Anträge zielen auf hardwarebasierte Sicherheit für KI-gesteuerte Roboter ab. Sie beschreiben den Standardized Autonomous Safety Module, kurz SASM, der einen dedizierten Sicherheitsprozessor zwischen KI-System und physischen Aktuatoren schaltet.

Der Prozessor arbeitet auf separater Stromversorgung, unabhängig von der KI-Rechenleistung. Er unterbricht die KI-Stromzufuhr in unter 10 Millisekunden, ohne Softwareeingriff. »Jedes AI-Sicherheitssystem, das ich kenne, ist Software, die Software überwacht«, sagte Robert S. Briggs II, Gründer des Unternehmens und alleiniger Erfinder aller Anträge. »Wir verlagern die Durchsetzung in Hardware unterhalb der Softwareebene, wo keine KI drankommt.«

Die Patente gliedern sich in drei Bereiche: Neun softwarebezogene Anträge mit 72 Ansprüchen zu Interlocks, Mehrhersteller-Konsens, Begründungsprüfung, Flottenkoordination und persistentem KI-Speicher. Vier Hardwarepatente mit 33 Ansprüchen decken Stromgating, universelle Stecker und standardisierte Formfaktoren ab. Zwei Anträge zur kommerziellen Infrastruktur enthalten 29 Ansprüche zu tokenisierten Eigenkapital- und Wertsystemen.

SASM orientiert sich am ATX-Standard von 1995 für PC-Komponenten. OpenCxMS schlägt drei Formfaktoren vor, von Drohnenmodulen in Kartengröße bis zu buchgroßen Einheiten für humanoide Roboter. Alle nutzen einen universellen Stecker. Jede kompatible KI »Gehirn« passt in jeden kompatiblen Roboterkörper.

Der Roboter-Markt soll bis 2030 über 60 Milliarden Dollar überschreiten, hieß es in Branchenprognosen. Jährlich kommen Hunderttausende Industrieroboter dazu. Humanoide Modelle verschiedener Hersteller treten ab 2026 in den Dienst. Es fehlt jedoch ein offener Hardware-Sicherheitsstandard quer zu Plattformen, sagten Vertreter von OpenCxMS.

Das EU-KI-Gesetz tritt am 2. August 2026 voll in Kraft. Es fordert für Hochrisikosysteme wie autonome Roboter prüfbare Aufzeichnungen, Transparenz und menschliche Aufsicht. Verstöße können Unternehmen bis zu sieben Prozent des globalen Jahresumsatzes kosten. Briggs positionierte SASM als Infrastruktur für Roboterhersteller, nicht als Konkurrenz. »Wir bauen die Sicherheitslage, die alle brauchen«, sagte er.

Briggs gründete das Unternehmen im Januar in Port Allegany, Pennsylvania. Er nutzte KI-Tools für Forschung, Entwurf und Organisation und gab dies offen zu. Bei der Entwicklung holte eine KI-Assistentin trotz aktueller Dateien veraltete Daten – ein Fehler, der SASMs Sinn unterstreicht. »Das ist peinlich für eine Pressemitteilung«, sagte Briggs. »Katastrophal für einen Roboter.«

OpenCxMS ist als Pennsylvania Public Benefit Corporation eingetragen. Diese Rechtsform verankert die Sicherheitsmission im Satzung und priorisiert öffentlichen Nutzen vor reinem Gewinn. »Bei Druck zum schnellen Versand wird Sicherheit gekürzt«, erklärte Briggs. »Eine PBC fixiert die Mission rechtlich.«

Der Entwicklungsprozess umfasste über 100 KI-Ingenieurssitzungen, Hunderte versionierte Commits und Prüfungen gegen mehr als 200 bestehende Patente, alles in lesbaren Formaten wie SASM-Ausgaben. Das Unternehmen betreibt auf GitHub das Open-Source-Projekt OpenCxMS Memory System mit über 460 Nutzern für KI-Entscheidungs-Audit-Trails.

Briggs erstellte das gesamte Portfolio mit 134 Ansprüchen allein. OpenCxMS will SASM lizenzieren, um ein Ökosystem sicherer autonomer Systeme zu schaffen. Dies wird relevant, da Roboter in Fabriken, Lagern und Haushalten zunehmen.