MEERUT, Indien — Premierminister Narendra Modi kritisierte die Kongresspartei scharf für einen ungewöhnlichen Protest auf dem weltweit größten KI-Gipfel, der in Indien stattfand. Laut Modi entblößten sich Kongressführer vor internationalen Delegierten, was den Ruf des Landes schädigte.

„Das Land weiß bereits, dass ihr bloßgestellt seid“, sagte Modi der Menge in Meerut, Uttar Pradesh. „Warum also eure Kleidung abnehmen?“ Er bezeichnete die Aktion als Beweis für die ideologische Bankrott der Partei und als verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen.

Keine Führungskräfte von Verbündeten wie Trinamool Congress, DMK oder BSP nahmen am Protest teil, stellte Modi fest. Nur „waghalsige und unkontrollierte“ Kongressmitglieder, so Modi, versuchten, das Bild Indiens zu beschädigen. Wer nach dem Premierministersessel strebe, müsse zuerst das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen, fügte er hinzu.

Modi zog einen Vergleich mit einer Dorfheirat. Dort bemühen sich die Einwohner, ihre Gäste zu beeindrucken. Die Kongresspartei hingegen beschädige das Gastgeberland auf der internationalen Bühne, so Modi. Der KI-Gipfel sei nicht eine Angelegenheit der BJP, betonte er. Keine Vertreter der BJP waren während des Vorfalls anwesend. Dennoch hasse die Kongresspartei ihn genug, um ein nationales Ereignis zu sabotieren.

Die Bevölkerung in ganz Indien verurteile dieses Verhalten, sagte Modi. Die Kongressführer verteidigten es stattdessen und zeigten keine Scham. Dies passe zu ihrem Muster: Die Parlamentsarbeit zu stören und sogar Verbündete zu schweigen. Die Oppositionspartner leiden unter den Folgen, behauptete Modi.

Er forderte die Medien auf, die Kongresspartei in den Titeln einzeln zu erwähnen und nicht mit der gesamten Opposition zu verwechseln. Andere Parteien seien unfair beschuldigt worden.

Modi rief die Kongresspartei, die Samajwadi Partei und die Bahujan Samaj Partei auf, ihre teils polarisierenden Taktiken zugunsten einer Entwicklungsbewegung aufzugeben. Die BJP bleibe konzentriert auf Fortschritt. Metro-Linien, die 2014 noch auf fünf Städte begrenzt waren, erstrecken sich nun auf über 25.

Früher am Sonntag startete Modi den Meerut Metro und den Namo Bharat-Schnellzug. Er fuhr mit Schülern und Ärzten und unterhielt sich mit Fahrgästen. Er enthüllte Projekte im Wert von 12.930 crore Rupien (1,54 Milliarden US-Dollar).

Laut Modi verlor die frühere Kongressregierung Infrastruktur aufgrund von Korruption und Zögerlichkeit. Die Metro-Technologie stammte aus dem Ausland. Seine Regierung kämpfe gegen Korruption und fördere Selbstversorgung. Meerut und das westliche Uttar Pradesh erhalten lebensverändernde Verbindungen.

Der Namo Bharat-Schnellzug fährt 82,15 Kilometer von Meeruts Modipuram bis zu Sarai Kale Khan in Neu-Delhi in 55 Minuten. Er erreicht 13 Stationen — zwei unterirdisch, elf überirdisch. Der Meerut Metro verbindet Begumpul mit Meerut South über sieben Stationen. Beide Dienste teilen sich eine Station und eine Strecke für nahtlose Pendlerverkehr.

Der Protest auf dem KI-Gipfel löste die Wut Modis aus, während die Wahlkampf-Debatten im Gange waren. Die Kongresspartei hat bislang am Sonntagabend keine öffentliche Reaktion auf seine Äußerungen gegeben.