Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen nach einem Brand im Kehlsteinhaus, der ehemaligen Berghütte Hitlers in Bayern. Der Brand wurde am Freitagabend gemeldet. Die Feuerwehr fand das Gebäude „vollständig in Flammen“ vor. „Eine verdächtige Person wurde vorübergehend in Haft genommen“, teilten die Behörden mit.
Etwa 200 Feuerwehrleute wurden eingesetzt, um das Feuer im schwer zugänglichen Kehlsteinhaus zu bekämpfen. Das Gebäude liegt in 1834 Metern Höhe. Sprecherin Lisa Maier sagte, die Einsatzkräfte kämpften mit der Erreichbarkeit des Ortes und mussten „schwere Atemschutzgeräte“ verwenden. Das Gebäude brannte noch in den frühen Stunden des Samstags.
Die Behörden bestätigten, dass niemand verletzt wurde und keine Personen im Gebäude gefunden wurden. Der Brandmelder löste sich um 21:50 Uhr am Freitag aus, was die Notfallmaßnahmen auslöste.
Medien berichteten, dass Ermittler den Brand auf Vorsatz zurückführen. Die Polizei hat bislang keinen möglichen Hintergrund genannt und ermittelt weiter. Eine Pressekonferenz ist für den Samstag geplant.
Das Boulevardblatt Bild berichtete, dass die Behörden einen Motorradfahrer festgenommen hätten, den sie auf dem Weg zum Brandort trafen.
Das Kehlsteinhaus wurde zwischen 1937 und 1938 als Gedenkstätte Hitlers errichtet, doch er besuchte den Ort selten. Es überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet und beherbergte seither eine Ausstellung zur NS-Geschichte sowie ein Restaurant. Die offizielle Website beschreibt das Gebäude als „Warnung vor den Abgründen der unmenschlichen NS-Diktatur“.
Der Brand im Kehlsteinhaus hat aufgrund seiner symbolischen Verbindung zum NS-Regime, das für die Ermordung von Millionen von Juden, Sinti und Roma, LGBTQ-Personen und Kommunisten verantwortlich war, Aufmerksamkeit erregt.
Die Polizei hat bislang die Brandursache nicht bestätigt, bestätigte aber, dass eine strafrechtliche Ermittlung läuft.
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