Clare Dupree, eine 48-jährige Frau aus Cardiff, starb im Dezember 2022 an einem Gehirnschaden und einer Atemwegsinfektion nach einem Brand in ihrem Zelle im Gefängnis HMP Eastwood Park in Falfield, South Gloucestershire. Die Untersuchung im Avon Coroner’s Court ergab, dass Dupree während des Brandes ‘Ich brenne’ schrie, während sie 33 Minuten wartete, bis sie aus ihrem Zelle gerettet wurde.

Verzögerungen und Brandschutzmängel

Laut der Untersuchung war Duprees Zelle nicht mit einem automatischen Brandschutzsystem ausgestattet, und der Türgriff war bereits so heiß, dass er nicht mehr berührt werden konnte, als die Mitarbeiter eintrafen. Die Vorschriften besagen, dass ein Häftling innerhalb von 20 Minuten nach einem Brand aus seinem Zelle entfernt werden muss, oder das Zelle muss belüftet werden. Dieser Standard wurde in Duprees Fall jedoch nicht erfüllt.

Eine Nachbarin in der Zelle berichtete, dass es sich sehr lange hinzog, bis jemand kam, als Rauch in Duprees Zelle drang. Ein weiterer Gefangener löste den Brandschutzalarm aus, nachdem er ‘große Wolken dicker Rauch aus dem oberen Teil von Clares Tür’ sah.

Dupree schrie, ‘Ich brenne, hilf, hilf, hilf’, und wurde angeblich am Fenster versucht, Luft zu holen. ‘Ich glaube, sie wusste, dass sie sterben würde’, sagte die Frau. Dupree war am Tag zuvor, dem Heiligabend, in guter Stimmung, tanzte auf dem Gefängnisflügel und wirkte glücklich, was andere überraschte, als der tragische Vorfall am nächsten Tag geschah.

Psychische Gesundheit und Medikamentenbedenken

Die Untersuchung ging auch in die Tage vor Duprees Tod in ihre psychische Gesundheit ein. Nach ihrer Ankunft im Gefängnis hatte sie mit ihrer verschreibungspflichtigen Antipsychotika-Medikation aufgehört und litt unter Paranoia, delusiver Denkweise und Halluzinationen. Ein psychiatrischer Berater erklärte dem Gericht, dass Dupree ‘seit dem Moment, als sie ins Gefängnis zurückkehrte, psychotisch wirkte.’

Eine Bewertungsprozedur zur Beurteilung ihrer Selbstschädigungsrisiken wurde gestartet, und ihre psychische Gesundheit verbesserte sich, nachdem sie wieder Antipsychotika einnahm. Daher endete die Bewertungsprozedur nach drei Wochen, ohne dass größere Bedenken zu ihrer psychischen Verfassung bestanden.

Dupree wurde zuletzt am 23. Dezember von der psychischen Gesundheitsabteilung gesehen, und die Krankenschwester berichtete, dass sie ‘immer noch paranoische und delusivere Ideen äußerte’, aber eine bessere psychische Gesundheit zeigte und keine Selbstmordgedanken hatte. ‘Es könnte das beste gewesen sein, das ich je von ihr gesehen habe’, sagte die Krankenschwester vor Gericht.

Dupree verpasste eine Dosis ihrer Antipsychotika am Morgen vor dem Brand. Der psychiatrische Berater sagte jedoch, dass es ‘unwahrscheinlich’ war, dass dies einen ‘bedeutenden’ Einfluss auf sie hatte, da das Medikament nicht so schnell abnimmt.

Familie und Hintergrund

Dupree war ein Monat vor dem Brand ins Gefängnis gekommen, nachdem sie einem Sicherheitswächter mit einem Messer bedroht hatte, als er sie dabei ertappte, einen Schwangerschaftstest zu stehlen. Ihre Familie beschrieb sie als ‘freundlich und sensibel’, sagte aber, dass sie erhebliche psychische Probleme hatte.

Die Gefangene, die in der Zelle neben Duprees wohnte, sagte, sie habe sie ‘zufällige Dinge’ aus dem Fenster rufen hören, nachdem sie ihr Essen abgeholt hatten. ‘Als sie aus dem Fenster schrie, dass sie brenne, schrien andere Mädchen ihr zu, still zu sein und dass sie verrückt sei’, sagte sie.

Der Pathologe Dr. Russell Delaney erklärte, dass Dupree an einem Gehirnschaden und einer Atemwegsinfektion starb, und es war unklar, ob eine frühere Entfernung aus ihrem Zelle ihre Überlebenschancen verbessert hätte. Die Untersuchung geht weiter, mit weiteren Zeugenaussagen in den kommenden Wochen erwartet.

Laut dem Gerichtsverfahren wurde der Brand durch eine E-Zigarette in Duprees Zelle ausgelöst. Die Untersuchung prüft, ob die Reaktion des Gefängnisses gesetzliche und Sicherheitsstandards erfüllte, und welche Schritte unternommen werden können, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern.