Während MLA-Abgeordnete aus verschiedenen Parteien während der Budgetsitzung des Uttar Pradesh-Parlaments beschwerten, dass Beamte ihre Anrufe nicht beantworteten und ihnen nicht die gebührende Achtung zeigten, intervenierte der Sprecher des Parlaments, Satish Mahana, und wies die Landesregierung an, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Zentralisierung und autoritäre Herrschaft
Der Oppositionsführer und führende Vertreter der Samajwadi Party (SP), Mata Prasad Pandey, erklärte, dass das Problem während der zweiten Amtszeit der BJP-Regierung unter der Führung von Yogi Adityanath schlimmer geworden sei. Er beschrieb die Machtkonstruktion als hochzentralisiert und autoritär, fast wie eine Ein-Mann-Verwaltung.
„Das Problem ist besonders gravierend auf Bezirks-, Kreis- und Polizeistations-Ebene, wo Beamte kaum auf die Anrufe der MLA-Abgeordneten reagieren“, sagte Pandey. „Die Bevölkerung und ihre Vertreter müssen zunächst persönliche Nummern suchen, und selbst dann gibt es keine Gewissheit, dass ihre Anrufe beantwortet werden.“
Pandey betonte, dass das Problem nicht nur darin besteht, Anrufe entgegenzunehmen, sondern auch die allgemeine Haltung der Beamten gegenüber MLA-Abgeordneten und sogar Ministern. „Schließlich wenden wir uns alle an sie, um öffentliche Projekte umzusetzen“, sagte er.
Verwaltungsunfähigkeit
Pandey verwies auf konkrete Beispiele für die Unfähigkeit der Verwaltung, unter anderem in Siddharthnagar und Balrampur. In einem jüngeren Fall kontaktierte er den Bezirkskommissar, nachdem zwei Mädchen aus Balrampur ihn über eine Eindringlichkeit in ihr Zuhause informiert hatten. Er erhielt erst nach zwei Tagen eine Rückmeldung.
„Sogar Kreisbeamte sind schwer zu erreichen. Wie sollen dann öffentliche Vertreter eine Verbindung zwischen der Regierung und der Bevölkerung herstellen?“, fragte Pandey.
Er betonte, dass das Gesetz die Arbeit der Polizei leiten sollte, doch oft handeln sie willkürlich. Die Menschen gehen, um Beschwerden einzureichen, doch anstelle von Ermittlungen werden sie aufgefordert, zu warten. Selbst wenn MLA-Abgeordnete Beamte anrufen, werden die Anrufe nicht beantwortet.
Wechselwirkungen auf lokaler Ebene
Pandey erklärte, dass die meisten Wechselwirkungen auf Bezirks- und Kreisebene stattfinden, insbesondere bei Themen wie Entwicklungsprojekten, Nutzung von MLA-Fonds, Straßenausbau und lokalen öffentlichen Beschwerden. Dennoch werden die Anrufe meist nicht beantwortet.
„Beamte im Sekretariat reagierten in der Vergangenheit nach Anweisungen irgendwie besser, doch das ist nicht der Fall auf Bezirks-Ebene“, sagte er. „Selbst persönliche Besuche der MLA-Abgeordneten helfen kaum. MLA-Abgeordnete und manchmal sogar Minister werden während ihrer Besuche nicht entsprechend respektiert.“
Pandey stellte fest, dass das Problem nicht nur für Oppositions-MLA-Abgeordnete besteht. „MLA-Abgeordnete aus verschiedenen Parteien haben dieses Problem. Als wir das Thema im Parlament ansprachen, erhielten wir Unterstützung von allen Seiten“, sagte er.
Er erklärte, dass wenn die Regierung zentralisiert und von einer Person an der Spitze geführt wird, Beamte sich nur gegenüber der obersten Führung verantwortlich fühlen. „Natürlich antworten alle auf den Anruf des Premierministers, aber andere werden ignoriert – egal ob sie aus der Regierungspartei oder der Opposition stammen“, fügte er hinzu.
Pandey erwähnte, dass nach den neuesten Anweisungen des Parlamentsvorsitzenden für ein oder zwei Tage Verbesserungen sichtbar waren, doch das hielt nicht lange an. „Wenn Beamte nicht zuhören, beginnen die Menschen, sich auf Vermittler zu verlassen, um ihre Aufgaben zu erledigen“, sagte er.
Er verglich die aktuelle Situation mit früheren Zeiten, indem er erwähnte, dass als er erstmals MLA wurde, der Staatshaushalt nur 30 Lakh Rupien betrug, doch die Genehmigungen wurden schnell erteilt und MLA-Abgeordnete konnten ihre Aufgaben rasch umsetzen.
„Damals gab es keine Telefone. Wir trafen Beamte persönlich und sie hörten uns respektvoll zu. MLA-Abgeordneten wurden genügend Zeit gegeben und öffentliche Projekte wurden ohne notwendige Einbindung von Ministern abgeschlossen“, sagte Pandey.
Er stellte fest, dass heute der Haushalt auf 90.000 Krocket Rupien angestiegen ist, doch MLA-Abgeordnete haben größere Schwierigkeiten, die Projekte vor Ort umzusetzen. „Es gab Fälle, in denen die Bevölkerung MLA-Abgeordnete für mangelhafte Straßenbauarbeiten verantwortlich machte, doch die Tatsache war, dass sie kaum vorab konsultiert wurden“, fügte er hinzu.
Pandey warnte, dass viele Minister ihm gesagt haben, dass die Sekretäre ihrer Abteilungen sie nicht hören. „Die Bevölkerung erhält die Botschaft, dass das ‚Parlament‘ keine Bedeutung hat und nur die ‚Ausführung‘ zählt. Das ist für eine Demokratie gefährlich“, sagte er.
Mit den bevorstehenden Wahlen im nächsten Jahr sagte Pandey, dass die Lösung einfach ist – klare Anweisungen müssen von oben kommen, dass Beamte auf öffentliche Vertreter und Bürger hören müssen. „Es gab bereits Anordnungen in der Vergangenheit, doch die Umsetzung muss vor Ort sichergestellt werden. Doch dies ist jetzt zur Tradition geworden, und es gibt kaum Hoffnung, dass die Regierung dies vor den Wahlen ändern wird“, schloss er.
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