Die Proteste gegen ein Luxusresort-Projekt, das mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, verbunden ist, wachsen in Albanien, berichten SZ.de und T-Online — Das Projekt, das die Errichtung eines Resorts an der Adria und auf der bisher unbewohnten Insel Sazan vorsieht, löst eine erhebliche öffentliche Ablehnung aus.

Planung und Proteste

Der geplante Neubau umfasst Villen. Luxuswohnungen und einen Yachthafen in der Nähe von Zvernec und Vlora sowie ein kleineres Resort auf Sazan, einem ehemaligen Militärstützpunkt aus der Vor-Communisten-Zeit. Laut T-Online haben die Proteste in Tirana zu großen Demonstrationen geführt, bei denen Demonstranten zum Büro des albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama marschierten, um den Baustopp zu fordern.

Umweltbedenken

Umweltgruppen haben Bedenken hinsichtlich des möglichen Einflusses des Resorts auf die Lagune di Narta, ein wichtiges Feuchtgebiet im Einzugsgebiet des Flusses Vjosa, geäußert. In dem Gebiet leben seltene Schildkröten und Flamingos, und der geplante Bauplatz liegt innerhalb eines geschützten Naturschutzgebiets. Laut SZ.de argumentieren die Demonstranten, dass das Projekt das fragile Ökosystem bedrohe und möglicherweise unumkehrbare Schäden verursache.

Politische und öffentliche Reaktion

Ministerpräsident Edi Rama hat seine Unterstützung für das Projekt trotz der wachsenden öffentlichen Ablehnung beibehalten. Laut SZ.de besprach Jared Kushner, der mit Ivanka Trump verheiratet ist, das Projekt im Jahr 2022 während eines Treffens in Davos mit Rama. Ivanka Trump schilderte später, wie die Familie den Standort während einer Bootsfahrt mit Freunden entdeckte. „Wir waren auf dem Boot eines Freundes und machten eine Pause zum Schwimmen“, sagte sie. „Wir schwammen zur Insel, stiegen barfuß zum Gipfel hoch und waren einfach fasziniert.“

Laut T-Online haben die Proteste nicht nur in Albanien stattgefunden, sondern haben auch ähnliche Demonstrationen in Serbien und Vietnam ausgelöst, wo andere Investitionen von Unternehmen, die mit Trump verbunden sind, öffentlicher Kritik unterzogen werden.

Bei den Demonstrationen in Tirana setzten die Polizei Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, und es gab Berichte über Zusammenstöße, berichtet T-Online. Die Regierung hat bislang keine Änderungen am Projekt angekündigt, und Rama hat betont, dass Albanien nicht zum Verkauf steht, wie SZ.de zitiert.