Die Polizei in Mumbai hat gegen Harichandra, alias Harry Boxer, ein Fahndungsbulletin verhängt. Der mutmaßliche Gangster aus dem Lawrence-Bishnoi-Netzwerk drohte dem Bollywood-Star Ranveer Singh per Sprachnachricht. Die Nachricht erreichte den Manager von Singh am 15. Oktober via WhatsApp.
Die Bedrohung forderte Gehorsam unter Androhung von Konsequenzen, teilten Polizeiquellen mit. Ermittler verfolgten die Spur zu einer US-Nummer, die über ein VPN geleitet wurde. Die Audio-Datei ging zur Stimmenauswertung an Forensiker in Punjab und Haryana.
Ranveer Singh alarmierte umgehend die Behörden. Sein Team übergab die Aufnahme an die Kriminalpolizei in Mumbai. Basierend auf Gang-Informationen und Anrufdaten gilt Harry Boxer als Hauptverdächtiger.
Das Fahndungsbulletin verhindert Boxers Ausreise aus Indien über Häfen oder Flughäfen. Grenzbehörden sind landesweit alarmiert. Die Polizei bezeichnet Boxer als flüchtigen Agenten des Bishnoi-Syndikats, das Erpressungen und Anschläge plant.
Der Fall reiht sich in eine Serie ein. Das Bishnoi-Netzwerk bedrohte zuvor Salman Khan und Baba Siddique. In Mumbaus Filmkreisen steigen die Sicherheitsalarme. Singh erhielt nun rund um die Uhr Personenschutz.
Ermittler arbeiten mit Cyber-Teams zusammen, um den VPN-Nutzer zu enttarnen. Erste Hinweise deuten auf Boxers Drahtzieher im Ausland hin. Die Polizei in Punjab unterstützt bei der Stimmenauthentifizierung.
Bisher gab es keine Festnahmen. Boxers letzter bekannter Aufenthaltsort liegt an den Grenzen Rajasthans, hieß es aus Quellen. Mumbaier Teams jagen seine Kontaktpersonen.
Das nach dem inhaftierten Lawrence Bishnoi benannte Netzwerk agiert aus Gefängnissen und dem Ausland. Es bekannte sich zu prominenten Angriffen. Singh erhielt die Drohung am 15. Oktober, das Bulletin folgte am 17. Oktober.
Die Polizei versprach konsequentes Vorgehen. »Wir lassen Gangster nicht straffrei Prominente bedrohen«, erklärte ein hoher Beamter. Forensische Gutachten zur Audio-Datei stehen kurz bevor.
Bollywood bleibt wachsam. Produktionsfirmen prüfen nun alle Kommunikationen. Singh dreht weiter unter strenger Bewachung.
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