Präsident Donald Trump hat einen staatlich geförderten 401(k)-Plan vorgeschlagen, um 56 Millionen Amerikaner zu unterstützen, die keine rentenversichernden Beiträge ihrer Arbeitgeber erhalten. Ziel ist es, eine sich verschärfende Rentenkrise zu bekämpfen. Trump betonte in einer kürzlich gehaltenen Rede, dass Arbeitnehmer Zugang zu denselben Rentenplänen benötigen, wie sie für Bundesangestellte gelten, einschließlich staatlicher Beiträge von bis zu 1.000 Dollar pro Jahr pro Teilnehmer.

Größere Lücke bei der Altersvorsorge

Laut einer aktuellen Umfrage von Bankrate sagen 57 Prozent der Amerikaner, dass sie bei der Altersvorsorge zurückliegen, wobei 35 Prozent deutlich zurückliegen. Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich besser als vorgesehen, und weitere 22 Prozent glauben, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Daten zeigen, dass immer mehr Sorge besteht, ob gewöhnliche Arbeitnehmer ohne Unterstützung durch Arbeitgeber ihre finanzielle Zukunft sichern können.

Trump’s Vorschlag richtet sich an jene, die keinen betriebsbedingten Altersvorsorgeplan haben, eine Gruppe, die einen erheblichen Teil der Arbeitskräfte umfasst. Der Staat würde Beiträge bis zu 1.000 Dollar pro Jahr matchen, was Arbeitnehmern einen finanziellen Anreiz gibt, ihre Altersvorsorge zu starten oder zu erhöhen.

Finanzexperten äußern sich

Finanzberater betonen, dass es entscheidend ist, frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen. Laut Fidelity sollten sich Individuen bis zum 30. Lebensjahr mindestens ein Jahr Gehalt gespart haben. Für jemanden mit einem jährlichen Einkommen von 80.000 Dollar bedeutet das, bis zum 30. Lebensjahr 80.000 Dollar zu sparen. Bis zum 40. Lebensjahr sollte das Ziel dreimal das Gehalt betragen, und bis zum 50. Lebensjahr sechsmal. Zum 60. Lebensjahr beträgt das Ziel achtmal das Gehalt, mit einem Ziel von zumindest zehnmal dem Gehalt bis zum 67. Lebensjahr.

Auch traditionelle und Roth-IRAs sind sinnvolle Optionen für die Altersvorsorge, da sie jeweils Steuerverzögerung oder steuerfreie Wachstumschancen bieten. Selbständige können Solo-401(k)-Pläne oder SEP-IRAs in Betracht ziehen, die Flexibilität für Arbeitnehmer ohne betriebsbedingte Altersvorsorge bieten.

„Frühzeitig zu beginnen kann langfristig einen großen Unterschied machen“, sagte ein Finanzberater, der Anonymität gewünscht hat. „Selbst kleine Beiträge können sich über die Zeit vergrößern und zu erheblichen Ersparnissen bis zur Rentenzeit führen.“

Vorbereitung auf die Altersvorsorge: Wichtige Aspekte

Experten empfehlen, ein klares Rentenalter zu setzen und die jährlichen Ausgaben während der Rentenzeit abzuschätzen. Ob man plant, zu reisen, ein Haus zu kaufen oder einfach ein entspannteres Leben zu genießen, das Wissen über erwartete Kosten hilft, einen realistischen Sparplan zu erstellen.

„Ein jährlicher Abhebungsrate von 4 Prozent wird allgemein als sicherer Ansatz angesehen, um die Ersparnisse nicht zu schnell zu erschöpfen“, sagte ein Analyst. „Allerdings sollte dies an die individuellen Umstände angepasst werden.“

Das Erstellen eines Haushaltsplans ist entscheidend, um Einnahmen und Ausgaben zu verfolgen. Finanzberater betonen oft die Bedeutung, zu verstehen, wohin das Geld fließt, da viele Menschen ihre Ausgabengewohnheiten nicht kennen. „Ohne einen Haushaltsplan ist es leicht, den finanziellen Fortschritt zu verlieren“, sagte ein weiterer Berater.

Auch ein Notgroschen ist ein entscheidender Bestandteil der finanziellen Vorbereitung. Analysten empfehlen, drei bis sechs Monate Lebenshaltungskosten in einem flüssigen Konto zu sparen. Für Menschen, die von Grund auf beginnen, kann ein Ziel von 1.000 Dollar als Grundlage dienen. Ein monatlicher Beitrag von 85 Dollar kann helfen, dieses Ziel innerhalb eines Jahres zu erreichen.

„Ein Notgroschen sollte nur für echte Notfälle wie medizinische Probleme oder unerwartete Arbeitslosigkeit verwendet werden“, sagte ein Finanzplaner. „Es sollte leicht zugänglich sein, um in Zeiten von Krisen als Sicherheitsnetz zu dienen.“

Ob Trumps Vorschlag weiter verfolgt wird, bleibt abzuwarten. Wie er umgesetzt und finanziert wird, ist noch unklar. Der Vorschlag könnte einen Wechsel signalisieren, wie der Bundesstaat die Altersvorsorge behandelt, insbesondere für jene ohne Unterstützung durch Arbeitgeber. Ob der Vorschlag in der Kongressdebatte Fuß fassen wird oder in zukünftige Gesetzgebung aufgenommen wird, ist jedoch ungewiss.