Reverend Jesse Jackson Sr., der Bürgerrechtler und zweimalige Präsidentschaftskandidat, wurde am 7. März 2026 beerdigt, nach einer Woche öffentlicher Gedenkveranstaltungen, an denen Tausende Trauergäste und drei ehemalige US-Präsidenten teilnahmen. Jackson, der am 17. Februar 2026 im Alter von 84 Jahren an einer fortschreitenden supranukleären Palsy starb, wurde für seine jahrzehntelange Arbeit im Kampf für Rassen- und Sozialgerechtigkeit geehrt.
Gedenkveranstaltungen in mehreren Städten
Jacksons Familie und die Rainbow PUSH Coalition organisierten eine Reihe von Veranstaltungen in drei Städten, die seine Wurzeln in South Carolina, seine Bedeutung in Washington, D.C. und seine langjährige Präsenz in Chicago widerspiegeln. Das öffentliche Traueramt in Chicago begann am 26. und 27. Februar im Sitz der Rainbow PUSH Coalition, 930 E. 50th St., wo Tausende sich versammelten, um ihre Respekt zu zeigen.
Am 2. März wurde Jacksons Leiche nach South Carolina gebracht, wo er am 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr in der Rotunde des South Carolina State Capitol in Columbia in Ruhe gelegt wurde. Darauf folgte eine Gedenkfeier in der Brookland Baptist Church, 1066 Sunset Blvd., von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, bei der Geistliche und Familienmitglieder Erinnerungen an seine frühe Lebenszeit und Karriere teilten.
Eine formelle Trauerfeier oder Gedenkveranstaltung für Würdenträger fand am 4. oder 5. März in Washington, D.C. statt, obwohl Details nicht weit verbreitet wurden. Die größte öffentliche Veranstaltung, bekannt als „The People’s Celebration“, fand am 6. März in der House of Hope Kirche, 752 E. 114th St., im Süden von Chicago statt. Das 10.000 Sitzplätze umfassende Gebäude war mit Gästen gefüllt, die stundenlang in der Schlange standen, um Jackson zu ehren.
Drei ehemalige Präsidenten bei zentraler Veranstaltung
Bei der Veranstaltung am 6. März waren ehemalige Präsidenten Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden unter den prominenten Gästen. Ehemalige First Lady Dr. Jill Biden und ehemalige Außenministerin Hillary Clinton nahmen ebenfalls teil, zusammen mit einer Reihe von Rednern, unter anderem Gouverneur J.B. Pritzker von Illinois, Bürgermeister Brandon Johnson von Chicago, US-Repräsentant Maxine Waters und Reverend Al Sharpton.
Präsident Obama reflektierte über Jacksons Erbe und sagte: „Die Botschaft, die er einem 22-jährigen Kind einer alleinerziehenden Mutter mit einem komischen Namen – einem Außenseiter – sendete, war, dass es vielleicht keinen Ort, keinen Raum gab, an dem wir nicht hingehörten.“ Er dankte Jacksons Präsidentschaftskampagne 1984 dafür, dass sie ihn als junger Mann inspirierte.
Biden bezeichnete Jackson als „unterbewertet, unerschrocken und unerschütterlich“, während Clinton sagte, er komme „mehr als ehemaliger Präsident als als Freund“, und fügte hinzu: „Er machte mich zu einem besseren Präsidenten.“
Zu den musikalischen Beiträgen gehörte Jennifer Hudson, die „A Change Is Gonna Come“ sang, sowie Gospel-Legenden Bebe Winans und Pastor Marvin Winans. Die Veranstaltung, die über fünf Stunden dauerte, beinhaltete Reden, Gospel-Musik und emotionale Tributs für Jacksons lebenslange Arbeit für Gerechtigkeit.
Internationale Anerkennung und öffentliche Reaktion
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa nahm an der Veranstaltung am Samstag teil und hielt eine Rede, in der er Jacksons Rolle in der globalen Kampagne gegen Apartheid anerkannte. Jacksons Familie bat stattdessen um Spenden für die Rainbow PUSH Coalition, was seine Verpflichtung zur sozialen Gerechtigkeit und Gemeinschaftsverstärkung widerspiegelt.
Ganze Woche lang standen Trauergäste stundenlang in der Schlange vor dem Rainbow PUSH-Hauptquartier in Chicago, um ihre Respekt zu zeigen, viele erinnerten sich an Jacksons berühmtes Mantra: „Ich bin jemand.“ Sein Sohn, Yusef Jackson, sagte: „Ich weiß, dass mein Vater jetzt im Himmel lächelt, am Strand. Er mochte über seine Arbeit sprechen.“
Die Gedenkveranstaltungen, die eine private „Homegoing Celebration of Life“ am 7. März umfassten, endeten mit der Beerdigung Jacksons auf dem Oak Woods Cemetery in Chicago. Sein Erbe lebt weiter durch die Rainbow PUSH Coalition und die zahlreichen Menschen, die er während seiner Karriere inspirierte.
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