Las Vegas — Ryan Garcia schlug Mario Barrios bereits in den ersten Sekunden des Kampfes nieder und hielt sich nicht zurück, als er am Samstagabend im T-Mobile Arena den WBC-Weltergewichtstitel mit einem einstimmigen Entscheidungssieg eroberte.
Die Richter entschieden mit 119:108, 120:107 und 118:109 für Garcia, der nun 25 Siege, 2 Niederlagen und 20 K.O.s aufweist. Der Associated Press bewertete den Kampf mit 119:109 für den 27-Jährigen aus Victorville, Kalifornien. Barrios verlor mit 29 Siege, 3 Niederlagen und 2 Unentschieden sowie 18 K.O.s.
Garcia verlor keine Zeit. Ein präziser Linkshaken schickte Barrios bereits nach 12 Sekunden auf die Matte. Obwohl er sich schnell wieder aufrichtete, drückte Garcia mit präzisen Kombinationen den Kämpfer aus San Antonio den ganzen Kampf über in die Defensive.
Nach dem frühen Knockdown blieb Garcia geduldig und mischte Aggression mit kluger Verteidigung. In den Titelrunden wurde er noch messerscharf, um den deutlichen Vorsprung auf den Punktestand zu sichern. Barrios landete gelegentlich Gegenangriffe, konnte aber keine ernsthafte Gegenoffensive starten.
„Es fühlt sich gut an, endlich Weltmeister zu sein“, sagte Garcia nach dem Sieg. „Das ist etwas, das ich seit ich sieben Jahre alt war, geträumt habe.“
Schon jetzt denkt Garcia an seinen nächsten Schritt. Er forderte den WBO-Superleichtgewichts-Weltmeister Shakur Stevenson heraus. „Ich will ihn als nächstes“, erklärte der neue Titelträger, was auf große Pläne in der Klasse hindeutet.
Für Barrios markierte der Verlust seine zweite enttäuschende Leistung in Folge. Er verlor im Juli gegen Manny Pacquiao mit einem Mehrheitsunentschieden, ein Ergebnis, das viele als glücklich betrachteten. Dieser Niederlage folgt eine ungewisse Zukunft, da er den WBC-Titel seit Juni 2024 hält.
Garcias Sieg markiert ein aufregendes Jahr. Er erhielt eine Sperre Anfang 2025 wegen Gewichtsverlusts und musste Geldstrafen sowie andere Kontroversen um seine prominenten Karriere akzeptieren. Der Sieg bietet eine klare Neuausrichtung und positioniert ihn als Kraft in der Gewichtsklasse von 147 Pfund.
Im Co-Main-Event verteidigte Gary Antuanne Russell seinen interimm WBC-Superleichtgewichtstitel mit einem Entscheidungssieg gegen Andy Hiraoka. Russell blieb ungeschlagen und verlängerte seine Bilanz, während der japanische Kämpfer seine erste Profiniederlage erlebte.
Das Event zog eine lebendige Zuschauermenge nach Las Vegas, was Garcias Attraktivität unterstreicht, trotz seiner kürzlichen Probleme. Veranstalter lobten die elektrische Stimmung, bei der die Kämpfe bereits mit dem ersten Glockenschlag Action boten.
Garcia hält nun einen der prestigeträchtigen Gürtel im Boxen. Seine Kombination aus Geschwindigkeit, Kraft und Showmanship begeistert die Fans über potenzielle Superkämpfe. Stevenson, ein geschickter Techniker mit ungeschlagenem Rekord, stellt eine harte Herausforderung dar, falls sich das Duell realisiert.
Barrios muss sich nun neu organisieren. Mit 30 Jahren zeigte er Ausdauer, fehlte aber an Schlagkraft, um Garcias frühe Dominanz zu überwinden. Sein Team deutete an, dass ein Wiederholungskampf möglich ist, doch Garcias Blick ist bereits auf die Zukunft gerichtet.
Die Weltergewichtsklasse im Boxen erwärmt sich mit dieser Veränderung. Garcia tritt in eine überfüllte Gruppe von Herausforderern ein, die nach Vereinigungskämpfen suchen. Sein Team wird wahrscheinlich in den nächsten Monaten stark für Stevenson oder einen anderen großen Namen pushen.
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