SANDAKAN — Der Katastrophenschutzbeirat der Sandakaner Bezirksregierung (JPBD) hat den Bezirk offiziell zu einem Erdutschungsgebiet erklärt, nachdem ein 76-jähriger Mann bei einem Erdutschung im Stadtzentrum ums Leben gekommen war. Die Erklärung erfolgte am Mittwoch um 10 Uhr morgens durch Walter Kenson, Vorsitzenden des Beirats und Präsidenten der Sandakaner Stadtverwaltung.
Unverzügliche Sicherheitsmaßnahmen
Kenson erklärte, dass die Entscheidung auf Berichten von Feldbehörden beruhte, die nach Inspektionen am Erdutschungsgelände und am Block 10-Gebäude in Lebuh Empat im Stadtzentrum abgegeben wurden. Der betroffene Bereich wird als ungeeignet für die Besiedlung angesehen, bis weitere Untersuchungen bestätigen, dass der Bereich wieder sicher ist.
„Zurzeit ist der betroffene Bereich nicht für die Besiedlung geeignet, bis weitere Untersuchungen im Zusammenhang mit der Erdutschung abgeschlossen sind und der Bereich als sicher für die Besiedlung bestätigt wird“, sagte Kenson in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.
In Reaktion auf die Krise wurde am selben Tag um Mittag ein vorübergehender Notunterkunftspunkt (PPS) im Sandakaner Gemeindehaus eingerichtet, um Betroffene mit Unterstützung und Hilfe zu versorgen.
Tödlicher Erdutschungsunfall
Die Erklärung folgt einem tragischen Vorfall, bei dem Agustine Frederick J. Lingam, 76, bei einer Erdutschung hinter einem Hotel im Stadtzentrum von Sandakan ums Leben kam. Lingam versuchte, den Generator des Hotels zu starten, als der Vorfall geschah.
Laut Berichten hatte es vor dem Vorfall heftigen Regen und einen Stromausfall im Hotel gegeben, was Lingam veranlasste, nach draußen zu gehen, um den Generator zu starten. Dieser tragische Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Infrastruktur und der Vorbereitungen der örtlichen Behörden bei Naturkatastrophen ausgelöst.
„Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer verbesserten Katastrophenprävention und -reaktion in der Region“, sagte ein lokaler Bewohner, der anonym bleiben wollte.
Geschichtliche Vorgänger und regionale Bedenken
Dies ist nicht der erste Mal, dass Sandakan erhebliche Naturkatastrophen erlebt hat. Im Jahr 2015 erlebte die Stadt schwere Überschwemmungen, die Hunderte von Bewohnern vertrieben und umfangschäden an Immobilien verursachten. Die aktuelle Situation hat Diskussionen über die Anfälligkeit des Gebiets für Erdutschungen und andere klimabedingte Ereignisse wieder aufleben lassen.
Experten betonen, dass die Landschaft der Region in Kombination mit zunehmenden Niederschlägen aufgrund des Klimawandels ein höheres Risiko für Erdutschungen birgt. Laut dem malaysischen Wetterdienst hat die Region in den letzten Jahren einen Durchschnittsniederschlag von 200 mm pro Monat verzeichnet, wobei einige Monate über 300 mm erreicht haben.
Lokale Beamte haben die Notwendigkeit umfassenderer Katastrophenrisikomanagementstrategien anerkannt. „Wir arbeiten eng mit staatlichen und nationalen Behörden zusammen, um Maßnahmen umzusetzen, die helfen sollen, die Risiken im Zusammenhang mit Erdutschungen und anderen Naturkatastrophen zu verringern“, sagte Kenson bei einer kürzlichen Sitzung mit Gemeindeführern.
Unterdessen rufen Bewohner zu sofortigen Maßnahmen zur Behebung der Sicherheitsbedenken im betroffenen Bereich auf. „Wir benötigen mehr Transparenz und klare Kommunikation von den Behörden bezüglich der Risiken und dessen, was getan werden muss, um unsere Gemeinschaft zu schützen“, sagte ein weiterer lokaler Bewohner.
Mit der Erklärung des Erdutschungsgebietes liegt der Fokus nun auf der Sicherstellung der Sicherheit der Bewohner und der Bereitstellung ausreichender Unterstützung für die Betroffenen. Die Situation wird weiterhin von lokalen und nationalen Behörden intensiv überwacht.
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