Sarbananda Sonowal, Bundesminister für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen, hat am 23. Februar Projekte im Wert von über 1500 crore am V.O. Chidambaranar-Hafen (VOC-Hafen) in Tuticorin, Tamil Nadu, eröffnet und den Grundstein gelegt. Die Projekte markieren eine bedeutende Ausweitung der Infrastruktur, der Integration erneuerbarer Energien und der Digitalisierung am Hafen.

Kultur- und Wirtschaftswert durch das Maritime Heritage Museum

Eine zentrale Neuerung war die Eröffnung des VOC Maritime Heritage Museums, einer interaktiven Einrichtung, die sich der maritimen Geschichte Indiens und den Beiträgen des Freiheitskämpfers V.O. Chidambaranar widmet. Das Museum wird als kultureller und pädagogischer Meilenstein im südlichen Tamil Nadu dienen und Tourismus sowie Bewusstsein für die maritime Geschichte der Coromandel-Küste fördern.

Der Minister startete zudem mehrere Projekte, die sich auf die Verbesserung der Schienen- und Straßenverbindungen, die Ausweitung der Stromversorgung, die Integration erneuerbarer Energien – einschließlich Solar, Wind, Batteriespeicher und grünen Wasserstoffs – sowie fortschrittliche Sicherheitssysteme und digitale Plattformen konzentrieren.

Grüner Wasserstoff und erneuerbare Energien setzen neue Maßstäbe

Sonowal erklärte, die Initiativen entsprechen dem Seeverkehrsplan 2047 des Premierministers Narendra Modi und sollen die Position des VOC-Hafens als grünen und technologisch fortschrittlichen Seehafen stärken. Er betonte, dass die Transformation der indischen Häfen zu Wachstums- und Innovationszentren zentral für den Aufbau eines selbständigen und nachhaltigen Seeverkehrssektors ist.

Die Entwicklungen bauen auf kürzlich erzielten Meilensteinen am Hafen auf, darunter die Inbetriebnahme von drei neuen Liegeplätzen in den letzten 18 Monaten. Dazu gehört der North Cargo Berth-III, der vom Premierminister Modi im Juli 2025 geweiht wurde und die Kapazität für Massengüter erweitert hat. Die Arbeiten am Outer Harbour-Projekt, das größere Schiffe und den Handel steigern soll, laufen ebenfalls voran.

Der VOC-Hafen hat sich als Vorreiter in der nachhaltigen Seehandelsbetriebsweise positioniert und ist der erste indische Hafen, der grünen Wasserstoff vor Ort produziert und nutzt. Ein Pilotprojekt ist seit Ende 2025 in Betrieb, und bis 2029 sollen kommerzielle Ausweitung geplant werden. Integrierte erneuerbare Initiativen, grüne Methanol-Anlagen und Partnerschaften im Bereich E-Ammoniak und CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) sollen den Hafen zu einem zukunftsfähigen Zentrum für grüne Kraftstoffe machen.

Digitale Innovationen steigern die Betriebsleistung

Technologisch hat der Hafen Indiens erstes umfassendes Digital Twin-System eingerichtet, um Echtzeit-Monitoring, prädiktive Wartung und datenbasierte Optimierung zu ermöglichen. Zudem wurde ein Anti-Drone-System installiert, um die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu erhöhen.

Laut Angaben von Beamten sollen die Projekte die Logistikkosten senken, die industrielle Entwicklung in den Bezirken Tuticorin, Tirunelveli und Madurai beschleunigen, Investitionen anziehen und Arbeitsplätze schaffen. Das Maritime Heritage Museum wird ebenfalls zur sozioökonomischen Entwicklung der Region beitragen.

Die Betriebsleistung des Hafens verbesserte sich parallel zur Infrastrukturausweitung. Zwischen April 2025 und Januar 2026 stieg die Güterumschlagmenge um 6 % auf 35,97 Millionen Tonnen, darunter ein Rekord von 4 Millionen Tonnen im Januar. Die Containerumschlagmenge stieg um 9,4 % auf mehr als 716.000 TEU, unterstützt durch Prozessreformen, zusätzliche Ausrüstung und erweiterte Lagerkapazitäten.

Mit kontinuierlichen Investitionen in Infrastruktur, Nachhaltigkeit und digitale Innovationen konsolidiert sich der VOC-Hafen weiterhin als bedeutender Seegateway an der östlichen Küste Indiens und als Vorbild für grüne und sichere Hafenentwicklung.