New Delhi — Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Ehefrau nahmen an einem exklusiven Mittagessen mit einer ausgewählten Gruppe von Bollywood-Vertretern teil. Das Treffen fand am 17. Februar statt und markierte den Beginn seines Besuchs in Indien mit Fokus auf die Verbindungen zur Filmindustrie.

Shabana Azmi, eine erfahrene Schauspielerin, die an dem Event teilnahm, bezeichnete Macron als engagiert und aufgeschlossen. „Er war sehr charmant, sehr aufmerksam und war bei uns, um zuzuhören“, sagte Azmi in einem Interview.

Das intime Essen nahm sechs Schauspieler auf: Anil Kapoor, Manoj Bajpayee, Richa Chadha, Shabana Azmi. Drei Regisseure nahmen ebenfalls teil: Zoya Akhtar, Neeraj Ghaywan und Kanu Behl. Ricky Tej, Teil der offiziellen Delegation Macrons, war ebenfalls anwesend.

Azmi betonte die fruchtbaren Gespräche über mögliche Zusammenarbeiten im Film zwischen Indien und Frankreich. „Viele Initiativen wurden besprochen“, sagte sie. „Die Tatsache, dass dies der erste Halt seiner Reise war, zeigt, wie sehr er die Tatsache schätzt, dass Film nicht nur ein kultureller Austausch ist, sondern auch ein Werkzeug der weichen Macht, das wirtschaftliches Wachstum fördern kann.“

Macrons Nachmittagsveranstaltung unterstrich Frankreichs Interesse an Bollywood als mehr als nur Unterhaltung. Offizielle Vertreter seiner Delegation nahmen an der Diskussion teil, was den ernsthaften Wunsch nach Partnerschaften signalisierte. Azmis Bericht zeigt ein echtes Gespräch, was für hochrangige diplomatische Begegnungen selten ist.

Das Mittagessen fiel besonders auf, da Macrons Terminkalender voll war. Indien, ein wichtiger Partner Frankreichs in Verteidigung, Handel und Kultur, begrüßte den Präsidenten zu Gesprächen über breitere bilateralen Themen. Doch diese künstlerische Initiative setzte einen warmen Ton.

Schauspieler wie Kapoor und Bajpayee brachten Star-Power mit. Regisseure wie Akhtar, bekannt für „Zindagi Na Milegi Dobara“, Ghaywan, bekannt für „Masaan“, und Behl brachten kreative Stärke mit. Richa Chadha, die in unabhängigen und Mainstream-Filmen aufsteigt, vervollständigte die Schauspielergruppe.

Azmi, eine Preisträgerin der Nationalen Filmverleihung mit Jahrzehnten Erfahrung im parallelen Kino, betonte die weiche Macht des Films. Ihre Anwesenheit verlieh dem Event eine gewisse Ernsthaftigkeit. Kürzliche Projekte, wie ihr Abschluss von „USA vs Raj“ mit Kabir Bedi, halten sie in der Öffentlichkeit.

Frankreich und Indien haben bereits gemeinsame Filme produziert, doch Macrons direkte Beteiligung deutet auf erweiterte Finanzierung oder Festival-Verbindungen hin. Berichte zufolge wurden Gespräche über gemeinsame Produktionen, Verteilungsverträge und Austauschprogramme geführt.

Das Ereignis spiegelt die globale Anziehungskraft von Bollywood wider. Macron, auf seiner ersten Reise als Präsident nach Indien, wählte Filmemacher, um seine Outreach-Strategie zu starten. Azmis positive Bewertung deutet darauf hin, dass diese Strategie funktioniert hat.

Die Delegationsmitglieder hörten aufmerksam zu, fügte Azmi hinzu. Macron blieb während des gesamten Gesprächs engagiert, was eine offene Kommunikation förderte. Es entstanden keine formellen Vereinbarungen, doch Samen für zukünftige Deals scheinen gepflanzt worden zu sein.