Die sudanesische Armee hat eine Stadt in der südöstlichen Provinz Blauer Nil zurückerobert, die sich in den Mittelpunkt des Bürgerkriegs mit den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) gespielt hat, der seit über drei Jahren andauert.
Strategische Bedeutung der Provinz Blauer Nil
Die sudanesische Armee teilte am Freitag mit, dass sie die Stadt Khor Hassan von den RSF eingenommen habe.
Die Provinz Blauer Nil ist ein zentraler Konfliktherd aufgrund ihrer geografischen Lage, though Sie dient als Tor zum Zentrum des Sudan und bietet dem Kontrollierenden bessere Chancen, in die zentralen Regionen des Landes vorzudringen.
Die Provinz grenzt zudem an Äthiopien. Das die sudanesische Regierung gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten beschuldigt, die RSF zu unterstützen. Beide Länder bestreiten die Vorwürfe.
Die RSF hatte die Stadt mit Unterstützung ihres Verbündeten, der Sudan People’s Liberation Movement-North (SPLM-N), gehalten.
Die sudanesische Armee sagte, sie habe den RSF schwere Verluste in Personal und militärischem Gerät zugefügt.
Zurückeroberung von Khor Hassan im Rahmen einer größeren Strategie
Laut dem Sudan Tribune ist die Einnahme von Khor Hassan Teil der Strategie der Armee, die Stadt Kurmuk in der Nähe der äthiopischen Grenze zurückzuerobern. Kurmuk dient als wichtiger Korridor für den Grenzhandel und bietet Zugang zu entscheidenden Infrastrukturen, darunter die Al-Roseires-Staudamm.
Die RSF hatte Khor Hassan im März mit Unterstützung der SPLM-N eingenommen.
Der Korrespondent von Al Jazeera, Hiba Morgan, berichtete am Samstag aus der Provinz Blauer Nil und beschrieb Kurmuk als Garnisonstadt, die die RSF als Ausgangspunkt für weitere Territorialgewinne nutzt.
Morgan sagte, das Ergebnis des Kampfes um die Provinz Blauer Nil sei von großer Bedeutung, da der Standort den RSF eine Versorgungsroute für ihre Truppen bietet, bedingt durch die Lage an der Grenze.
Wichtige Ressourcen und humanitäre Krise
Morgan berichtete zudem, dass die Provinz strategisch wichtig sei, da sie reiche Vorkommen an natürlichen Ressourcen, darunter Gold, besitzt.
Der Krieg im Sudan begann im April 2023 nach einem Machtkampf zwischen zwei rivalisierenden Militärführern – Abdel Fattah al-Burhan, der das Landesarmee leitet, und Mohamed Hamdan Dagalo, besser bekannt als Hemedti, der die RSF befehligt.
Seither wurden mehr als 150.000 Menschen getötet, und über 12 Millionen sind vertrieben.
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