ALAPPUZHA — Arterienklemmen vergaß man zwei Jahre lang im Bauch von Usha Joseph nach einer Myom-OP 2021 am Alappuzha Medical College. Die Polizei nahm Anzeige gegen Dr. Lalithambika auf, die ehemalige Leiterin der Gynäkologie, nach Sections 125 und 125(a) des Bharatiya Nyaya Sanhita, teilten Beamte mit.
Joseph ließ sich 2021 operieren. Neuere Untersuchungen zeigten die 18 Zentimeter lange Metallklemmung. Ärzte entfernten sie letzte Woche bei Nachsorge. Die 52-Jährige berichtete Ermittlern von anhaltenden Schmerzen und Verdauungsproblemen durch das Instrument.
Die Nachricht verbreitete sich rasch. Innerhalb Stunden eskalierten Proteste im ganzen Bundesstaat. Jugendkongress-Aktivisten brachen Absperrungen und stürmten das Haus von Gesundheitsministerin Veena George in der Landeshauptstadt. Sie skandierten Parolen und forderten ihren Rücktritt wegen Aufsichtspflichtverletzung.
Kleinere Kundgebungen entstanden in Kochi, Thrissur und Thiruvananthapuram. Demonstranten warfen dem Staatssystem Versäumnisse vor. Ein Protestierender in Alappuzha rief Reportern zu: „Wie viele Leben müssen noch zerstört werden, bis Verantwortung übernommen wird?“ Polizei verstärkte den Schutz am Medizinischen College.
Dr. Lalithambika, vor Jahren pensioniert, äußerte sich nicht. Ermittler wollen weitere Beteiligte der OP 2021 befragen, sagte ein Polizeisprecher. Das Verfahren könnte erweitert werden, falls weitere Fehler auffallen.
Keralas Gesundheitsbehörden geraten unter Druck. Der Staat betreibt über 1200 öffentliche Krankenhäuser mit Ausrüstungs- und Personalmangel. Der Fall belebt Debatten um OP-Standards und Nachsorge. Patientenschützer erinnern an ähnliche Vorfälle, etwa 2022 am Kozhikode Medical College mit zurückgelassener Gaze nach Blinddarm-OP.
Ministerin George sprach vor der Presse. Sie ordnete eine interne Untersuchung an und versprach Konsequenzen. „Keine Fahrlässigkeit bleibt ungestraft“, erklärte sie. Oppositionspolitiker nannten das zu lasch. Kongress-Sprecher fordern Sonderprüfungen aller OP-Stationen.
Joseph erholt sich gut nach der Entfernung. Sie erstattete am 10. Oktober Anzeige bei der Bezirkspolizei Alappuzha. Ihr Anwalt sprach von „vermeidbarer Kunstfehler“. Die Familie verlangt Entschädigung und strengere Regeln für pensionierte Beraterärzte.
Abends loderten Reifenfeuer nahe dem College. Behörden nahmen 15 Jugendkongress-Mitglieder wegen Hausfriedensbruchs fest. Schwere Verletzungen gab es nicht. Gewerkschaften im Gesundheitswesen kündigten Solidaritätsmärsche an, falls Forderungen nicht binnen 48 Stunden erfüllt werden.
Der Vorfall zeigt Schwächen im indischen Gesundheitssystem mit Überlastung. Keralas Gesundheitsministerium meldete seit 2020 über 500 OP-Fehler, meist kleinere Abweichungen, selten zurückgelassene Objekte wie diese Klemme.
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