Damaskus — Justizminister Mazhar al-Wais traf UN-Sonderbeauftragte Vanessa Frazier im Justizministerium. Das Treffen am Mittwoch konzentrierte sich auf den Ausbau des Kinderschutzes und Syriens Delisting von der UN-Schwarzerliste.

Ministeriumsvertreter erklärten, die Beratungen umfassten nationale Initiativen zum Schutz von Kindern. Beide Seiten diskutierten Verbesserungen der Lebensbedingungen und engere Zusammenarbeit mit UN-Agenturen für Kinderrechte.

Das Ministerium betonte Syriens Engagement für nationale Kinderschutzmaßnahmen. Es strebt durch erweiterte UN-Partnerschaften eine sichere Umgebung für Kinder an, hieß es in einer Erklärung nach dem Treffen.

Frazier hatte im vergangenen Monat dem UN-Menschenrechtsrat mitgeteilt, dass schwere Verstöße gegen Kinder in Konflikten 2024 zum dritten Mal in Folge Rekordwerte erreichten. Die alarmierenden Trends halten 2025 an, berichtete das UN-News-Center.

Syrien steht seit 2021 auf der UN-Liste. Die Aufnahme resultierte aus Handlungen regimetreuer Kräfte, sagten Ministeriumsmitarbeiter. Damaskus verfolgt seitdem Reformen zur Behebung der Mängel.

Das Treffen baut auf früheren Kontakten auf. Al-Wais und Frazier überprüften Fortschritte in Koordinationsmechanismen. Sie forderten präzise Berichterstattung über syrische Schutzmaßnahmen gegen verzerrte Darstellungen.

UN-Daten weisen für 2024 über 20.000 verifizierte schwere Verstöße gegen Kinder weltweit aus. Dazu zählen Tötungen, Verstümmelungen, Rekrutierungen und Angriffe auf Schulen sowie Krankenhäuser. Syrien wird in sechs Kategorien geführt: Tötung und Verstümmelung, sexuelle Gewalt, Entführungen, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser, Verweigerung humanitärer Hilfe sowie Rekrutierung von Kindersoldaten.

Das Treffen fällt in Syriens Nachkriegszeit. Behörden haben Programme für Kinderk rehabilitation und Bildung ausgebaut, teilten Ministeriumskreise mit. Die Kooperation mit UNICEF und dem UN-Büro für Kinder in Konflikten ist zentral.

Fraziers Nahostreise umfasst mehrere Länder. Sie überwacht die Einhaltung von UN-Sicherheitsratsresolutionen zu Kindern in Konfliktzonen. Frühere Berichte lobten syrische Anstrengungen, forderten aber weitere Vor-Ort-Prüfungen.

Al-Wais versicherte Syriens Haltung zu internationalen Standards. Er hob gesetzliche Änderungen und institutionelle Reformen seit 2021 hervor. Diese schützen vulnerable Gruppen, insbesondere kriegsverschobene Kinder.

Die Ergebnisse der Gespräche werden geprüft. UN-Vertreter bewerten syrische Unterlagen vor dem nächsten Sicherheitsratsbericht 2026. Eine Streichung erfordert nach UN-Kriterien anhaltende Nachweise geringerer Verstöße und wirksamer Schutzmaßnahmen.

Das Treffen unterstreicht Damaskus’ Bemühungen um internationale Anerkennung. Über sieben Millionen Kinder sind seit 2011 von der syrischen Krise betroffen, schätzen UN-Experten.