Die syrische Staatsagentur zitierte das Gesundheitsministerium mit der aktualisierten Bilanz am Mittwoch — Laut der Agentur seien 31 der Verletzten an „leichte Verletzungen“ erlitten, während fünf in „stabiler Verfassung“ ins Krankenhaus gebracht wurden.

Sprengungen nahe zentralen Stätten

Die Sprengungen ereigneten sich im Zentrum von Damaskus in der Nähe des Tourismusministeriums und des Four Seasons Hotels, in dem Macron die Nacht zuvor verbracht hatte, berichtete Obaida Hitto von Al Jazeera.

Das Innenministerium Syriens teilte mit, dass eine Bombe in ein Auto geparkt worden sei, während eine zweite in einen Müllcontainer gelegt wurde; Beide Geräte explodierten, „während Vorbereitungen zum Zerstören unterwegs waren“, hieß es.

Macron unverletzt, führt Besuch fort

Macron, der erste EU-Staatsoberhaupt, das Syrien seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad 2024 besucht, war bereits zum syrischen Präsidentenpalast unterwegs, als die Explosionen stattfanden. Sein Amtssitz bestätigte, dass er die Detonationen nicht hörte.

Macron versprach, seinen Besuch fortzusetzen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Syriens Präsident Ahmed el-Sharaaa betonte er, dass sie „nicht destabilisiert werden dürfen“. El-Sharaaa lobte Macrons „Mut“, den Besuch trotz der Angriffe fortzusetzen.

Die Angriffe warfen einen Schatten über den historischen Besuch, da el-Sharaaa versucht, das Ansehen des Landes nach mehr als einem Jahrzehnt Krieg wiederherzustellen. Fünf Tage zuvor hatte ein weiterer Anschlag in Damaskus in einem Café 10 Menschen das Leben gekostet.

Zweiteilige Abkommen und strategische Vision

Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani erklärte, Macrons Besuch sei ein „wichtiger Meilenstein“ in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Dabei wurden 15 bilaterale Abkommen unterzeichnet, die Zivilflugverkehr, Gesundheit, Bankwesen, Wasserinfrastruktur und Straßen umfassen.

El-Sharaaa sieht Frankreich als „wichtigsten Partner“ für Damaskus, der, so betonte er, eine wichtige Rolle bei der globalen Transitlogistik spielen könnte, nachdem die Störungen im Hormus-Schiffahrtskorridor zu Engpässen geführt hatten.

Macron und el-Sharaaa reisten seither nach Ankara, Türkei, um am jährlichen NATO-Gipfel teilzunehmen.