Als das Frühjahr näher rückt, werden Bewohner in Chattanooga ermutigt, die Saison mit einem frischen Start in ihren Gärten zu begrüßen. Drei lokale Gärtnereien – Hannah Lanning, Pam Sohn und Becca Levin – teilen ihre Tipps und Einsichten, um Außenbereiche zu gestalten, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sind.

Gestalten mit Zweck

Hannah Lanning, eine Immobilienmaklerin und Gartendesignerin, hat mehrere Gärten in der Region mit einzigartigen Konzepten verändert. Ein kürzlich abgeschlossenes Projekt beinhaltete die Gestaltung eines Sinnesgartens für einen Kunden in East Brainerd, der als beruhigender Außenbereich für ein Kind mit Autismus konzipiert wurde. Der Garten verfügt über eine immergrüne Abgrenzung, die Lärm von der Straße reduziert und einen friedvollen Raum schafft.

Ein weiteres Projekt beinhaltete die Umwandlung eines Rasens in einen sogenannten „Nahrungsbaum“ für einen Kunden in St. Elmo. Dabei werden Bäume, Beerensträucher, Kräuter und Blumen gepflanzt, die für den Erntebetrieb genutzt werden können. Lanning erklärte: „Nicht viele Menschen sind bereit, ihren Rasen aufzugeben, aber es gibt kreative Wege, Ihren Garten zu nutzen.“

Planung für Erfolg

Pam Sohn, eine ehemalige Journalistin und passionierte Gärtnerin, hat einen ehemaligen Apfelbaumhof in eine Wiese mit einheimischen Pflanzen verwandelt. Dazu gehören unter anderem Schmetterlingswurz, Eisenblüte, rote Beinwell und Schneeflockenblume, die eine Vielzahl von Bestäubern anziehen. Sohn betont die Bedeutung einer Planung beim Start eines Gartens und erklärte, dass sie früher Pflanzen impulsiv kaufte, ohne Strategie.

Nach ihrem Ruhestand im Jahr 2023 beriet sie sich mit Dennis Bishop, einem professionellen Landschaftsgärtner und Mitglied der Tennessee Valley Wild Ones, um ihren Garten zu gestalten. Gemeinsam verwendeten sie farbmarkierte Flaggen, um zu kennzeichnen, wo verschiedene Pflanzen platziert werden sollten, um sicherzustellen, dass sie unter den spezifischen Bedingungen ihres Grundstücks gedeihen.

Becca Levin, eine langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin, hat in ihrem Hinterhof einen Gemüsegarten mit Hochbeeten geschaffen. Sie erklärte: „Ich denke nicht, dass ich mehr Leidenschaft für meine Tomaten und Gurken haben könnte. Vor ein paar Jahren wuchsen 23 Sorten Trauben- und Kirschtomaten.“ Levin nimmt auch an dem Master Gardeners-Programm von Hamilton County teil, das ihr geholfen hat, ihre Gartentechniken zu verfeinern.

Der Wert einheimischer Pflanzen

Sohn und Levin betonen die Bedeutung einheimischer Pflanzen in Gärten. Sohn folgt dem Rat des Naturschützers Doug Tallamy, der im Oktober in Chattanooga für eine Vortragsserie anwesend war. Tallamys Philosophie besagt, dass einheimische Pflanzen einheimische Wildtiere durch Nahrung für Vögel und Insekten unterstützen. Sohn erklärte: „Seine ganze Theorie lautet: ‚Einheimische Pflanzen ernähren einheimische Vögel, die einheimische Insekten fressen.‘ Wenn es eine Lücke gibt, stört das die Ökologie.“

Levin merkte an, dass selbst Hausbesitzer mit strengen Hausverwaltungsregeln einheimische Pflanzen in ihre Landschaften integrieren können. Sie erklärte: „Einheimische Pflanzen fördern nicht nur Bestäuber – Sie profitieren ebenfalls. Sie können beobachten, wie Kolibris und Schmetterlinge in Ihrem Garten auftauchen.“

Ressourcen und Gemeinschaftsunterstützung

Gärtner in Chattanooga haben Zugang zu verschiedenen Ressourcen und Gemeinschaftsunterstützung. Tennessee Valley Wild Ones bietet monatliche Bildungsprogramme, eine Zertifizierung für einheimische Pflanzen und Veranstaltungen wie Wanderungen, Führungen und Verkauf von einheimischen Pflanzen im Frühjahr und Herbst. Die Master Gardeners von Hamilton County bieten ebenfalls monatliche Kurse an sowie eine Gartenausstellung im Frühjahr, eine Gartentour im Sommer und ein Gartefestival im Herbst.

Die Tennessee Federation of Garden Clubs unterhält eine Landesliste von Gärtnerinnen und Gärtner. Der Bezirk III, der das Chattanooga-Gebiet umfasst, veranstaltet jedes Februar eine öffentliche Veranstaltung. Dieses Jahr stand „A Day of Gardening“ im Fokus, um Früchte, Gemüse und Kräuter in Blumenbeete zu integrieren.

Geduld und langfristige Planung

Sohn betont die Bedeutung der Geduld im Gärtnern und erwähnt das „Schlafen, Kriechen, Sprudeln“-Prinzip für immergrüne Pflanzen. Dies bezieht sich auf den dreijährigen Wachstumszyklus, bei dem Pflanzen zunächst Wurzeln bilden (Schlafen), sich langsam ausbreiten (Kriechen) und schließlich ihre volle Größe und Blüte erreichen (Sprudeln). Sohn wendete dieses Prinzip an, als sie mit Bishop an ihrem Garten arbeitete, und erklärte: „Ich war müde, aus dem Esszimmerfenster zu schauen und Briar-Gras zu sehen.“

Das Projekt hat Monate gedauert und ist noch in Arbeit. Sohn verwendete Karton und Mulch, um den grasigen Bereich über den Winter abzudecken, und brachte anschließend Bishop mit, um den Pflanzvorgang zu unterstützen. Sie erklärte, dass das Verwenden kleiner Pflanzenstöcke, anstatt größerer Pflanzen, eine effektive Strategie für ihren Garten gewesen sei.