US-Präsident Donald Trump wies Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit und Einsatzbedingungen der Besatzung der USS Abraham Lincoln zurück und widersprach Berichten über Mangel an Vorräten und psychische Belastung. Bei einem Gespräch mit Journalisten am Freitag leugnete Trump, dass Familien der Matrosen sich um ihre Angehörigen Sorgen machten. „Nein, das tun sie nicht“, sagte Trump. Als gefragt wurde, ob der Einsatz zu lang sei, antwortete er: „Nein, nein, nein, noch lange nicht.“
Spannungen an Bord des Schiffes
Kürzlich wurden mehrere Probleme an Bord der USS Abraham Lincoln berichtet, darunter Vorfälle, bei denen Personen versuchten, vom Schiff zu springen — Der Flugzeugträger verließ San Diego im November und war im Januar an militärischen Operationen gegen Venezuela beteiligt, kürzlich an den Kämpfen gegen den Iran. Sein Einsatz sollte im Mai enden, doch mittlerweile hat das Schiff bereits mehr als 250 Tage auf See verbracht, ohne in einem Hafen Halt zu machen, was einen Rekord für die US-Marine aufstellt. Mehr als 5000 Matrosen und Marinesoldaten befinden sich an Bord.
Verschiedene US-Politiker fordern eine Untersuchung der Zustände an Bord. Der demokratische Senator Ruben Gallego forderte die Marine auf, eine parteiübergreifende Delegation an Bord zu lassen, um die Situation zu beurteilen. Die Trump-Administration leugnet jedoch wiederholt, dass sich die Zustände verschlechtert hätten. Ein US-Beamter sagte laut Al Jazeera, die Marine habe „keinen Anstieg von Selbstmordgedanken oder -versuchen an Bord beobachtet.“
Kritik von Militärführern und Medien
Der US-Chef der Joint Chiefs of Staff, Dan Kane, warnte vor Risiken eines militärischen Angriffs auf den Iran, unter anderem wegen Munitionsmangel. Seine Bedenken wurden am 23. Februar vom Washington Post berichtet. Daraufhin bezeichnete Trump Kanes Warnungen als „Fake News“ und behauptete, Kane glaube, dass „ein Sieg leicht möglich sei“. Das US-Botschaft in Beirut hat zudem befohlen, dass das Personal evakuiert werden soll. Beobachter bemerken, dass dies möglicherweise ein Zeichen für einen bevorstehenden Angriff auf den Iran ist.
Trump’s Äußerungen erfolgen im Rahmen einer umfassenden Kontroverse über militärische Operationen und die Organisation des Einsatzes der USS Abraham Lincoln. Während das Schiff seinen Rekord-Einsatz fortsetzt, bleiben Fragen hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen auf die Moral der Besatzung und die weiteren Implikationen für die US-Militärstrategie in der Region bestehen.
Reaktionen im In- und Ausland
US-Politiker und Medien haben Bedenken hinsichtlich der Lage der USS Abraham Lincoln geäußert, während die Regierung eine abweisende Haltung einnimmt. Norwegens Außenminister sagte kürzlich im Interview mit Al Jazeera, dass der Krieg der USA gegen den Iran nicht „klug“ sei, was internationale Sorgen weiter unterstreicht. Trump wies weiterhin Berichte über Notlagen der Besatzung zurück und behauptete, dass die Zustände an Bord unter Kontrolle seien. „Die Marine macht eine großartige Arbeit“, sagte Trump in einer anderen Äußerung, laut der Al Jazeera-Bericht.
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