Präsident Donald Trump unterschrieb einen Präsidentenerlass, der den Großen See in Lake America umbenennt, und verpflichtete Bundesbehörden, den Namen in Karten, Dokumenten und Datenbanken zu ändern. Laut The Guardian ist dieser Schritt Teil der eskalierenden Handelsstreitigkeiten mit Kanada. Allerdings erteilt der Erlass keine Befugnis, den kanadischen Teil des Sees umzubenennen oder internationale Organisationen zu zwingen, den neuen Namen zu übernehmen.

Umbenennung als symbolische Eskalation

Die Entscheidung folgt einer ähnlichen Aktion von Trump am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit, als er den Golf von Mexiko in Golf von Amerika umbenannte. „Wir haben einen Golf, und wir haben einen See, jetzt brauchen wir nur noch ein Ozean“, sagte Trump bei der Unterzeichnung im Oval Office, wie The Guardian berichtet. Eine große Karte der Großen Seen zeigte die Umbenennung in roten Buchstaben über dem Großen See.

Trump kritisierte Kanada dafür, schwer zu handeln zu sein, und sagte: „Sie sind die schlechtesten zum Handeln, und sie fühlen sich berechtigt, und das können wir nicht dulden“, wie WFSU News meldete. Dies folgt dem Zusammenbruch der Handelsverhandlungen zwischen den USA und Kanada, wobei die USA eine 50-prozentige Zollsteigerung auf verschiedene kanadische Importe verhängten. Daraufhin erwiderte Kanada mit Gegenmaßnahmen von 25 bis 50 Prozent auf hunderte US-amerikanische Waren.

Politische und wirtschaftliche Reaktionen

Trump verwies auf einen 60-Milliarden-Dollar-Handelsdefizit mit Kanada, hauptsächlich auf US-Importe von Öl zurückzuführen, als Begründung für die Zollsteigerungen und Umbenennung. Allerdings kritisierten einige Republikaner diese Maßnahmen. Senatorin Susan Collins aus Maine, die in einer engen Wiederwahlkampagne steht, bezeichnete die Zollsteigerungen als Fehler, wie WFSU News berichtet.

US-Bundesstaat werden, eine Idee, die bei vielen Kanadiern Unmut ausgelöst hat. „Sie wollen behandelt werden wie ein Bundesstaat, aber sie sind keiner“, sagte er, wie The Guardian meldet. Trump wiederholte zudem seine langjährige Empfehlung, Kanada solle der 51.

Weitere Handels- und wirtschaftliche Druckmittel

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und Kanada finden vor dem Hintergrund weiterer handelsbezogener Druckmittel statt. In einer getrennten Entwicklung hat China die Einfuhr von US-Sojabohnen komplett gestoppt, was eine schwere Niederlage für Trump-freundliche Landwirte darstellt. Laut einem Bericht, der von einer Zusammenfassung abgeleitet wurde, führte dies zu einem Rückgang der US-Sojabohnenimporte von 51 Prozent auf 0 Prozent, wodurch Landwirte betroffen wurden, die zuvor von einem 20-Milliarden-Dollar-Hilfspaket unterstützt wurden. Die Situation hat Kontroversen über staatliche Rettungspakete und Handelspolitik ausgelöst.

Obwohl Trumps Präsidentenerlasse Kritik in der eigenen Bevölkerung hervorrufen, spiegeln sie ein breiteres Muster aus Handelsstreitigkeiten und symbolischen Gesten in der US-Außenpolitik wider. Die Umbenennung des Großen Sees wird sowohl als geopolitisches Statement als auch als Fortsetzung von Trumps aggressiver Handelspolitik gesehen, die Beziehungen zu langjährigen Verbündeten und Handelspartnern belastet hat.