Präsident Donald Trump versprach seit 20 Monaten, dass Amerika am Rand einer Konjunkturwelle stehe. Doch Freitags überraschend positive Arbeitsmarktdaten lösten letztlich Frustration aus, berichten die Bozeman Daily Chronicle, News4JAX und The Seattle Times.

Arbeitswachstum und Inflationsbedenken

Die August-Zahlen zum Arbeitsmarkt hätten nach Monaten schwacher Beschäftigung und Inflationsängsten eine willkommene Erleichterung sein können. Diese Bedenken belasten Trump und seine Partei zunehmend vor der Wahl. Doch aus dem Oval Office heraus begann Trump laut Berichten eine Beschwerensitzung über Inflation und Zinsen.

Seine Wut richtete sich gegen Finanzmärkte, die Federal Reserve und US-Handelspartner. Er widersprach der verbreiteten wirtschaftlichen Auffassung, dass der überraschende Zuwachs von 162.000 Arbeitsplätzen im August zu inflationären Druck führen könnte.

„Erfolg verursacht keine Inflation. Dummheit verursacht Inflation“, äußerte sich Trump im Oval Office. Er nannte es „verrückt“, dass die Börsen Freitag aufgrund von Inflationsängsten fielen, berichten die Quellen.

Wirtschaftliche Leistung und Wahlversprechen

Die Kombination aus sinkender Beschäftigung und steigenden Preisen hat Trump und sein Versprechen, unmittelbar historische Wachstumsraten freizusetzen, belastet. „Wenn ich die Wahl gewinne, beginnen wir sofort mit einer neuen Trump-Konjunkturwelle“, sagte Trump im August 2024 auf einem Wahlkampf in North Carolina. Doch bislang wuchs die Wirtschaft jährlich um etwa 2 Prozent, langsamer als unter der Biden-Regierung.

Trump begründete sein Versagen, stärkeres Wachstum zu liefern, mit höheren Zinsen für US-Staatsanleihen. Auf sozialen Medien erklärte er, Amerika könnte sich rächen, indem es den Handel mit ausländischen Ländern einstellt. Zinsen stiegen aufgrund anhaltender Inflation, die durch Trumps Zölle und Ölengpässe aus dem Iran-Krieg verursacht wurden.

Nationale Schulden und wirtschaftliche Herausforderungen

Die nationale Schuldenlast hat mittlerweile die erschreckende Schwelle von 40 Billionen Dollar überschritten. Zinsen auf 10-jährige US-Staatsanleihen stiegen deutlich. Dies hat wirtschaftliche Experten und Finanzspezialisten an der Nachhaltigkeit der Trump-Wirtschaftspolitik zweifeln lassen.

Trump betonte immer wieder, dass seine Politik durch externe Faktoren wie Zinsentscheidungen der Federal Reserve und internationale Handelspraktiken untergraben werde. Kritiker argumentieren jedoch, dass seine wirtschaftlichen Maßnahmen zur aktuellen Inflationsdruckentwicklung und den steigenden Schulden beigetragen hätten.